Juni 14, 2017

Die Kulturtasche, häßlich und muffig war früher.

Und immer wenn du denkst, du hast alles, steht plötzlich dein bester Kumpel neben dir…
Juni 07, 2017

Rucksack? Klar. Aber mit Style!

Ein Rucksack, nie im Leben, dachte ich. Aber wie transportiert man seine geliebte Hardware durch…
Mai 10, 2017

Männer im Sommer. Was trägt man(N) am Fuß, was nicht!

Die Frage ist: "Was tragen wir im Sommer?" Vor ein paar Jahren tauchten aus dem…

Irgendwie scheinen es mir die Schweden angetan zu haben. Nachdem ich euch Nõberu of Sweden vorstellen durfte, hier also Beardjunk by Waterclouds.

Waterclouds ist eine etablierte Pflegeprodukt Marke aus dem hohen Norden die zwei Serien für den bärtigen Mann auf dem Markt hat.

Eine davon ist Beardjunk, die andere ist The Dude. Beide stehen hier, The Dude stelle ich euch in einem weiteren Artikel vor.

Ich habe aus der Reihe Beardjunk das Bartshampoo, das Bartöl, die Bartpomade und ein Barttonic geschickt bekommen. Wie auch bei vielen anderen Produkten der Wikinger, das Design ist der Hammer.

Dicke, feste Schachteln beherbergen die Produkte, Schaumstoff hält sie während des Transports an ihrem Platz. 

Alle kommen in Kunststoff, außer dem Öl. Freunde, wie schon oft geschrieben bin ich kein Freund des Plastiks, aber wehe euch fällt mal ein Glasflasche im Bad aus der Hand, barfuß ....

Die Flaschen sind klar, also bei der Lagerung ans Licht denken, das mögen viele Produkte nicht. 

 

Auf den Packungen stehen die Inhaltsstoffe und Tipps zur Anwendung in fast allen Sprachen außer Klingonisch. Vermute Klingonen pflegen ihre Bärte nicht.

Beim ersten mal an der Flasche mit dem Öl schnüffeln war ich echt überrascht. Was für ein frischer und nicht unbekannter Duft. 

Wacholder, die geliebte Beere ohne die es keinen Gin gäbe. Hier riecht man den Baum, die Sprossen. Frisch, wild und anders. 

Ich habe mich sofort in diesen Geruch verliebt. Mal was Anderes, ein vollkommen anderer Ansatz in der Duftkomposition. Alle Produkte aus der Reihe führen dieses weiter, alle duften nach derselben Mischung, die Pomade legt noch einen drauf.

Wie so oft zelebriere den Aufenthalt in Bad, so auch heute. Lauter Sound, ein feiner Brandy, Türe zu.  

Ab unter die Dusche, ich will wissen was Sache ist bei den Sachen aus Schweden. Das Shampoo, hier Beard Wash genannt, ist sensationell ergiebig. Es steht dickflüssig in der Flasche und es reicht eine winzige Menge und der Bart liegt satt im Schaum und das ganze Bad duftet wie oben beschrieben. 

Nach dem Auswaschen bleibt ein gutes und gepflegtes Gefühl. Das passt schon mal!

Dann kam das Beard Tonic dran. Hatte ich noch nie, ein Tonic für den Bart. Es verspricht massive Pflege für die Haut und den Bart. Ich habe ein wenig in den Händen verteilt und dann rein in die Pracht.

Wieder dieser Duft und  kühlend und erfrischend auf der Haut, Augen zu, fühlt sich gut an, ein klasse Effekt. Einmassieren und nicht auswaschen, einfach wirken lassen. 

Nach dem Tonic nun das Öl. Bei den Nordmännern heisst das Beard Lubricant. Schmiermittel für den Bart.

Der Dosierkopf ist das Beste was ich bisher gesehen habe. Super sparsam der Kleine. Und sofort wird klar warum. Das Öl ist extrem reichhaltig!

Eine winzige Menge reicht um den Bart in einen wunderbar duftenden und glänzenden Teppich zu verwandeln. Aber da ist noch was anders. Man hat das Gefühl der Bart verändere sich sofort beim Auftragen.

Ein vollkommen anderes  "Bartgefühl". Erst mit der Bürste durch, dann mit dem Kamm. Selten hatte ich einen derart weichen und gepflegten Bart. Und dieser Duft!

Einwirken lassen, am Brandy nippen, Sound geniessen.  

Dann die Bartpomade. Pomade. Lange nicht mehr in der Hand gehabt. Seit 30 Jahren Glatze, da kommt man selten dazu zu pomadieren.

Diese hier riecht beim Öffnen wie Orangina, Orangenlimonade, Nimm2, Orangenbonbons. Die Wasserbasierte ist wie schon die anderen Produkte sehr ergiebig, also vorsichtig ran tasten an die nötige, die richtige Menge um den Zausel zu zähmen. Wichtig ist immer wieder mit dem Kamm durch, die Pomade verteilen. Der Halt ist sensationell, leichter Glanz, frischer Duft. Nix steht ab, alles bleibt wo es sein soll. Man kann sogar Strukturen in den Bart bringen, zum Beispiel mit einem grobzinkigen Kamm oder einfach seinen Fingern.

Auch als leichte Festigung für den Schnorres ist sie bestens geeignet, ist aber nicht mit Wixe zu gleich zu setzen.

Fazit: Die Schweden überraschen wieder einmal mit einzigartigem Verpackungsdesign und einer frischen Duftkomposition. Die Serie ist schlüssig vom ersten Moment an. Ergiebig sind sie alle, der Duft nach Frische und Wacholder und Maulbeere steht immer im Vordergrund. Die Pomade bildet einen Abschluss den nicht jeder braucht oder mag. Vielleicht nichts für jeden Tag, aber ich will sie nicht mehr missen.

Ein klasse Produkt. Med vänliga hälsningar till Sverige.

http://www.beardjunk.com

 

Mahalo! 

 

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

 

 

Publiziert in Salty Care

Hola Valentin, sag an, wann ging das los mit deiner Liebe zum Bart?

Gude René, wie wir in Hessen sagen!

Relativ früh eigentlich, schon in meiner Jugend. Allerdings ist der Bartwuchs da ja naturgemäß noch relativ spärlich, daher waren die paar Gesichtshärchen noch nicht sonderlich ansehnlich, aber ich war trotzdem stolz drauf. Einige Jahre später war die Haardichte dann ausreichend für einen kurzen Vollbart und seitdem kann ich mich auch nicht erinnern jemals wieder kahlrasiert gewesen zu sein.

Wildwuchs, eigentlich ungewollt in Gesicht und Garten. Wie kamst du auf den Namen?

Da muss ich etwas ausholen. Unsere Geschichte begann etwas ungewöhnlich im Herbst 2015, als wir unsere Hochzeitsreise Fahrrad fahrend in Ostafrika verbrachten. Total glücklich und mit fünf Wochen Schotterpiste, wilden Tieren und Abenteuer vor uns, hatten wir so viel gedankliche Freiheit, dass hier beim stundenlangen Sitzen und Quatschen auf dem Tandem unsere erste Produktidee entstand. Aus der Not geboren, wegen nicht vorhandener Bartpflege-Produkte, ständigem Nomadenleben im Zelt und dementsprechend ziemlich wüst aussehendem Bart, fanden wir, dass es doch etwas kleines, leichtes für die Bartpflege unterwegs geben sollte. Und als wir dann auch noch das nächste Kilimanjaro-Feierabendbier ohne Flaschenöffner nur mit Tricks öffnen konnten, kam eins zum anderen.

Gleich nach unserer Rückkehr nach Deutschland kreierten wir unseren Schlüsselanhänger-Bartkamm „Beer & Beard“ durch viele Stunden CAD-Design, Prototyping, 3D-Druck-Mustern und Herstellersuche. Wir haben mit Materialien und Beschichtungen experimentiert und nach mehreren Überarbeitungen durch Kundenrückmeldungen ist es mittlerweile ein Produkt, mit dem wir sehr zufrieden sind. Der „Beer & Beard“ wurde super angenommen und war unser etwas ungewöhnlicher Einstieg in die Bartpflege-Welt.

Die Marke „Wildwuchs Bartpflege“ wurde angemeldet und nun mit immer mehr Leben gefüllt. Der Name soll an unsere Anfänge erinnern: Natur, Wildnis und Abenteuer.

Karibischer Duft aus Hanau, exotisch und ungewöhnlich. Was war der Anfang eurer Suche nach dem Duft für deiner Produkte? Wie lange hat die Entwicklung gedauert bis Wildwuchs so war wie du es wolltest?

Bei unserem Bartöl BART SPENCER haben wir die Duftnote aus ätherischen Ölen selbst kreiert, aber für die HAVANNA-Linie wollten wir einen richtig exotischen, ausgewogenen und unglaublich attraktiven Geruch haben, daher haben wir ein natürliches Parfüm gesucht, mit dem wir unsere Produkte verfeinern können. Bei einem französischen Parfümeur sind wir nach langer Suche fündig und glücklich geworden.

Hanau liegt in der Untermain-Ebene in einer Senke zwischen Wetterau und Vorspessart am nördlichen Rand des Oberrheinischen Tieflands. Eine Ecke in Deutschland die seit dem Mittelalter bis in die Neuzeit eine bewegte Geschichte hat. Wie spielt das in deine Produkte rein, welchen Einfluss hat deine Heimat auf Wildwuchs?

Hanau liegt flach am Main und in unmittelbarer Umgebung gibt es viele Wälder, Seen und einige Berge. Ich liebe die Kombination aus abwechslungsreicher Natur und städtischem Leben. Und zur Not ist auch Frankfurt auch nur ein paar Minuten entfernt.

Prägend für Wildwuchs Bartpflege ist auf jeden Fall der Faktor "Natur": draußen sein, Wildnis, Wildwuchs.

Was glaubst du, wohin bewegt sich der bärtige Mann, der Bart. Was bleibt, was wird gehen und was ging noch nie?

Die Bartszene boomt ja momentan. Nahezu jede Woche bringt ein neues Label ein Produkt auf den Markt und sogar die Drogerien haben erkannt, dass Bartpflege nicht mehr nur ein Nischenmarkt ist. Gut ist das vor allem, da der wichtigste Player im Game, der Mann mit Bart, einfach eine große Auswahl an großartigen Produkten vorfindet. Und so tolle Leute wie du helfen der Szene dabei die Spreu vom Weizen zu trennen, damit wir uns eben keine Schwermetalle ins Gesicht schmieren. "Natürlich" ist absolut wichtig bei Bartpflege und das wird zum Glück auch so bleiben.

Was Bartstile angeht, glaube ich, dass der Vollbart, der ja mächtig im Trend liegt, auch weiterhin populär bleibt. Aber so unterschiedlich, wie Menschen und Charaktere sind, gibt es auch für jeden Mann einen passenden Bartstil, der genau mit der Kopfform harmoniert, also nicht ein rundes Gesicht noch runder macht oder ein Schmales noch schmaler.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus für Wildwuchs aus? Kommt noch mehr aus deiner Schmiede?

Ja! Wir sind jeden Tag am Brainstormen, Stillstand ist Rückschritt ;-)

Wir experimentieren sehr viel und von uns werden noch einige innovative Produkte kommen: Bartspülung, Seife, Produkte zum Stylen oder Glätten und eine neue Version unserer beliebten Barttasse.

Viele Dank Valentin für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Danke dir für das Interview und mach' weiter so mit "Salty Voodoo". Du hast da ein tolles Projekt gestartet!

 

Wildwuchs Bartpflege

Geleitstraße 23

63456 Hanau

Deutschland

http://www.wildwuchs-bartpflege.de

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Publiziert in Salty 6x6

Ein Bartöl von einem Profi!

Benjamin Wellen, der Mann hinter URBAN CRUDES, ist Meister des Friseurhandwerks, Salonleiter Paul Mitchell, Friseur-Trainer und immer drauf und dran, was Neues auszuprobieren und sein Wissen an Lernbegierige zu vermitteln.

Sein Bartöl heisst SOUL PATCH, bezeichnet den Bart unter der Unterlippe. Tom Waits, Frank Zappa (in Kombination mit einem Schnurrbart), Eddie Vedder, Trent Reznor, Stevie Wonder, Ray Charles, Jack Black, Billy Ray Cyrus, Bruce Springsteen, Stevie Ray Vaughan trugen ihn zu großer Berühmtheit.

Was lag näher als das gute Zeug an ein paar Tagen in Valencia auszuprobieren. Urban und Crude, das passt zu der Stadt an der Küste. Die drittgrößte in Spanien, ein riesiger Hafen, ein unglaublicher Speckgürtel und eine wundervolle Altstadt sind beste Voraussetzung für Momente mit sensationellen Eindrücken.

An dem Wochenende, an dem ich in Valencia weilte, war der legendäre Distinguished Gentleman's Ride (DGR), ein Treffen von Bikern auf schicken alten Rädern in noch schickeren Outfits.

Bilder vom Ride gibts hier.

Ich bin schon am Freitag hin. Es gibt immer einen guten Grund früher in Valencia anzukommen, um länger zu bleiben.

Kleines Gepäck, eine Seife für den ganzen Kerl und das Öl und eine Bürste und einen Kamm und schicke Klamotten.

Angekommen erstmal im Hotel, unter die Dusche und den Bart mit dem Stoff aus der Schmiede des Herrn Wellen benetzt. 

  • Vegan
  • Tierversuchsfrei
  • Parabenfrei
  • Keine synthetischen Duftstoffe
  • Keine Silikone

So steht es geschrieben. So sollte verantwortungsvolle Kosmetik 2017 sein, schwarze Schafe aber belehren uns leider oft eines Besseren.

Zum Duft. Schwierig zu beschreiben, auf alle Fälle anders als vieles, was ich bisher probiert habe. Am besten passt dazu folgendes Erlebnis.

Ich ging nach der Dusche was essen, in eine der beiden wunderschönen Markthallen in Valencia, und traf dort auf den Duft in meinem Bart. Ein Mischung aus Frische, Aprikose und Muskat und Pfeffer und Sandelholz.

Orientalisch, arabisch, männlich und kraftvoll. Urban, wie auf einem großen Markt in Marrakesch. Früchte treffen Hölzer treffen Gewürze und liegen in der Luft und machen Lust auf mehr.

In der Anwendung ist SOUL PATCH erstaunlich ergiebig. Es reichen in jedem Falle weniger Tropfen als man denkt. Vorsichtiges Herantasten an die richtige Dosierung freut den Geldbeutel und den Kragen des Hemdes. Der Bart mag den Stoff aus dem Hofer Land, weich und voll und gut gepflegt, mehr kann man nicht erwarten. Die wertvollen Basisöle aus Mandel- und Avocado-Öl ziehen in die Haut ein, ohne einen Film zu hinterlassen oder zu glänzen. Squalan fungiert als Lipidspender und als natürlicher Weichmacher für Haut und Haar. 

Was mich aber am meisten begeisterte, war die festigende Wirkung von SOUL PATCH. Drei Tage, 2 Nächte ohne Balm, jede Menge Fahrtwind und Meeresbrise und mein Bart stand seinen Mann. Selten musste der mobile Kamm einschreiten, es sei denn, der Teppich wurde durch wildes Küssen beim Begrüßen meiner Freunde aus der Fassung gebracht.

Fazit: Benjamin hat ein schönes Produkt geschaffen, mit dem man(N) gut durch das urbane Leben kommt. Es duftet lang und gut und glänzt nur leicht und hält ewig im Bart. Seine Ergiebigkeit ist hervorragend. 

Ich bin gespannt, was noch folgt, Herr Wellen hat es schon angedeutet. Da kommt noch mehr von den URBAN CRUDES.

https://www.urbancrudes.com

 

Mahalo! 

 

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

 

Publiziert in Salty Care

Wildwuchs, unkontrolliertes Wuchern von was weiss ich. Kraut, Gras, Brombeeren, Disteln und selbst der Bart neigt zu wildem Wuchs.

Im Garten muss man ran, wenn's einem nicht gefällt, dass alles macht, was es will. Hier helfen Heckenscheren, Rosenscheren, Kettensägen und üble Mittel aus den Küchen der BASF.

Beim Bart haben wir es da einfacher.

Wundervolle Leute wie Valentin Manthei und seine Frau geben uns hier dufte Mittelchen, um dem Gesichtskraut Anstand und Form beizubringen.

Wildwuchs Bartpflege-Produkte sind seit 2015 auf dem Markt und aus vielen Badezimmern der bärtigen Gemeinschaft schon lange nicht mehr wegzudenken. 

Ich habe Valentin angeschrieben und kurze Zeit später standen das Havanna Bartöl und das Bartshampoo vor mir.

Ich denke, jeder macht als erstes den Dufttest, Flasche auf, Nase ran und überrascht lächeln. Was für ein Duft.

Auf einmal wurde mir klar, warum derart viele Bartbrüder diesen Stoff so gerne tragen. Karibisch, frisch, herb und holzig. Urlaub, leckere Drinks an einer Beach-Bar, Entspannung pur, ja, so riecht das gute Zeug aus Hanau.

Ich war einige Tage zu Gast bei Freunden in einem Strandhaus, der perfekt Ort, um Havanna zu testen. 

Den September nennen die Einheimischen hier "Unser Sommer". Die meisten Touristen sind weg, die Strände fast menschenleer, das Meer immer noch warm genug und das Licht atemberaubend schön.

Die Ruhe ist herrlich, Yoga am Strand, Musik machen mit Freunden, stundenlang dem Riesenschiff am Horizont zuschauen und Rum trinken.

Fast wie in Havanna.

Der Sand und die Sonne und das Salz sind trotz der schönen Bilder eine Herausforderung für den Bart und somit für die Produkte von Wildwuchs.

Der erste Morgen nach einer ausgiebigen Nacht am Strand bei Feuer und Rotwein war auch der erste Morgen für das Shampoo in meinem zerzausten Kraut.

Im Bad lief entspannter brasilianischer Jazz, Türe zu, Fenster auf, Sonne rein.

Das Duschwasser ist hier extrem weich, das Shampoo schäumt wie die Hölle und erfüllt das gesamte Bad mit seinem Duft. Es riecht frischer und weniger stark als das Öl. 

Nach dem Auswaschen fühlt sich der Bart sauber und gesund an, kein bisschen trocken oder spröde. Sanft entfettet und gereinigt, fein und gut.

In den noch leicht feuchten Teppich kommt das Öl, wenige Tropfen langsam in der Hand erwärmen, Augen zu und rein damit. Zeit lassen ist hier die Magie der Stunde. 

Macht die Nase weit auf Freunde, die Karibik will rein. 

Die Inhaltsstoffe:
• Traubenkernöl (gegen brüchiges Haar)
• Mandelöl (spendet Feuchtigkeit)
• Arganöl (gegen Schuppenbildung und Entzündungen)
• Jojobaöl (für Glanz und gegen Juckreiz)
• Vitamin E (pflegt die Haut)

Was ist nur das Geheimnis dieses Geruchs? Verraten wollen das die Mantheis nicht, soviel ist sicher. Am Ende ist es auch egal, ich mag ihn. 

Und meine Haut auch. Ich neige bei einem Wechsel des Wassers beim Duschen zu trockener Haut, hier hilft mir Havanna bestens.

Die Bürste verteilt das gute Stöffchen auf jedes einzelne Haar, leichter Glanz und Ordnung kehren ein. Der Kamm regelt die Richtung des Bartes, sanfte Festigung durch das Öl. 

Raus aus dem Bad und an den Tisch zu meinen Freunden. Und auch hier wurde der Duft sofort wahrgenommen, vor allem die Frauen mussten sofort ihre Nasen an den Bart halten.

Einstimmig wurde beschlossen, dass Frau und Herr Manthei aus Hanau über Duftkerzen nachdenken sollten!

Fazit: Wildwuchs Bartpflege Havanna überzeugt auf ganzer Linie, einzig das Balm habe ich noch nicht probiert, kommt aber garantiert in mein Bad. Der Duft hält lange an, der leichte Glanz ebenso. Man hat den ganzen Tag einen gepflegten und leicht zu kämmenden Bart. Die Frische ist besonders morgens ein Genuss. 

Hut ab, Sarah und Valentin! Ihr habt die Bärtigen definitiv um ein wundervolles Produkt bereichert! Bitte mehr davon!

http://www.wildwuchs-bartpflege.de

 

Mahalo! 

 

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

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Publiziert in Salty Care

Nõberu of Sweden, für den noblen Gentleman. 

Die Gründer von Nõberu, Johan Lindell und Iman Khalaf, haben Großes vor und dabei ein feines Produkt geschaffen.

Ich habe von den Schweden das Heavy Beard Oil, das Beard Balm in der Duftrichtung "Amber-Lime" und einen Kamm geschickt bekommen.

In Sachen Design waren und sind die Freunde aus dem hohen Norden schon immer entweder weiter oder anders gewesen. So auch hier. 

Schwarz trifft Silber und Weiss, unaufdringlich und elegant und dadurch sofort der Blickfang im Bad. Das Auge entscheidet mit, bei mir jedenfalls.

Amber, da war doch was. Dunkel erinnere ich mich beim Hören und Riechen dieses Duftes an seine Geschichte.

Amber oder Ambra wurde früher aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen gewonnen, wird heute allerdings fast ausschließlich synthetisch hergestellt. 

Die Duftnote wird als holzig, trocken, balsamisch, etwas tabakartig mit aphrodisierendem Einschlag beschrieben. Ambra, bzw. ihre synthetische Form, wird typischerweise als Basisnote in Duftkompositionen eingesetzt. Ich liebe diesen Duft seit frühester Kindheit. Eines der Parfums meiner Mutter bediente sich dieser Grundnote, die Marke habe ich leider vergessen.

Nõberu of Sweden hat sich dieses Duftes angenommen und eine wirklich männliche Komposition geschaffen. Balsamisch und herb, rund und einladend. Es riecht nach Pflege, nach gepflegtem Mann. So nordisch-nüchtern wie die Verpackung ist das Duftdesign. 

Also ab ins Bad, Türe zu, Sound laut, wie immer.

Ich habe mir bei Produkten, die kein Bart-Shampoo anbieten oder mir keines geschickt haben, angewöhnt, eine Seife zum Waschen vor der Produkten zu nutzen, und zwar habe ich mich nach langem Hin und Her für die Dudu-Osun ohne Duft entschieden, um eine möglichst neutrale Basis zu schaffen, für die zu testenden Sachen. In diesem Artikel habe ich die schwarze Seife aus Afrika schon einmal beschrieben.

Also den Bart gewaschen und leicht feucht bestens vorbereitet auf das Öl aus Schweden. Die Flasche, Kunststoff mit groß dimensioniertem Spender, der leider genau so das Öl auf die Hand bringt, wie er aussieht. Ich finde den Dosierkopf haptisch keine gute Wahl, schwer sauber zu dosieren.

Das Öl in der Hand verteilt und dann den Bart damit verwöhnt, die Augen geschlossen, die Nase weit offen. Was für ein feiner und doch kräftiger Duft, ganz leicht schimmert die Limette durch, einmassieren, langsam, sich Zeit lassen, einatmen. Riecht gut und fühlt sich noch besser an, der Bart saugt gierig die guten Sachen ein. Carthamus tinctorius seed oil, Simmondsia chinensis seed oil, Argania spinosa kernel oil, Parfum, Tocobiol sind drin.

Mein Bart ist nicht der längste, aber eine widerspenstige Nummer, jetzt läuft der Kamm sauber durch und entwirrt jedes Haar.

So soll das!

Ein Schluck Brandy, ein Blick in den Spiegel, der Bart glänzt, der Mann grinst. 

Das Balm, der schicke Tiegel.

Mittelfeste Konsistenz, der Daumenagel schiebt sich die richtige Menge zurecht, die warme Handfläche macht es weich und der Bart und die Haut darunter freuen sich auf eine Extraportion Pflege. Wieder dieser Duft, weich und kraftvoll. Ich hätte die Sachen fast in Sandelholz bestellt, aber mich dann doch für Amber-Lime entschieden und muss sagen, ich bin froh. 

Lanolin, Cera Alba, Cocos Ncifera oil, Paraffuinum Liquidum, Prunus Amygdalus Dulcis Oil, Olus Oil, Tocopherol, Castor Oil, Parfum, Tocobiol sind die Inhaltsstoffe.

Langsam und ruhig arbeite ich das Balm in den Teppich, versuche, so gut wie möglich, vor allem die Haut darunter zu erreichen, die Wildschweinbürste verteilt es, dann kommt der Nõberu-Kamm zum Einsatz.

Grob gezinktes Pfirsich-Holz, verteilt das Balm und massiert sanft die Haut. Ich kämme den Bart von allen Seiten durch, ich liebe dieses Gefühl. Man spürt wie die Durchblutung angeregt wird, wie Luft durch die Haare strömt. Einfach und gut!

Der Blick in den Spiegel und die prüfenden Hände, der Duft in der Nase, alles gut! Aber an meiner Frau muss Nõberu of Sweden auch noch vorbei. 

Die roten Fingernägel fahren langsam durch den Bart, die Augen geschlossen, die Nase zieht lang und länger den Duft ein. Sie läßt sich Zeit diesmal.

Dann der Ritterschlag. Meine Frau nickt! Mehr geht nicht, hundert Länderpunkte für Schweden.

Fazit: Nõberu of Sweden ist eine Pflegeserie für den Mann, eventuell für den nicht mehr ganz jugendlichen Mann. Sehr straight in Design und Duft, wenig provokant und laut, eher zurück haltend und selbstbewusst. Eher Anzug als Jeans, eher Limousine als Moped, eher abends als morgens. Die Pflege ist hervorragend, Öl und Balm sind sparsam und ergiebig. Einzig der verschwenderische Dosierkopf am Öl sollte eventuell überdacht werden. Der Kamm ist prima für die kleine Tasche, er wiegt fast nichts und nimmt den Amberduft schön auf, dunkelt etwas nach und ist schlicht und elegant.

Ich mag die Schweden einmal mehr für ihre Art an Sachen ranzugehen und freue mich auf mehr von  Nõberu of Sweden!

http://www.noberu.de

Mahalo! 

 

PS: Ich habe die Produkte die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

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Der Stenz, ein Begriff aus dem Rotwelschen, einer Sprache oder mehr einem Dialekt, eine "Gaunersprache". 

Ich habe eine großartige Erklärung des Begriffes "Stenz" vom großen Helmut Dietl (Monaco Franze - Der ewige Stenz) gefunden:

"Von etwas windiger Eleganz, der jeweils herrschenden Mode immer einen Schritt vorausstolzierend, hat der Stenz die Pflege seines Haupthaares sowie die Pflege seiner Schuhe (von denen er unzählige besitzt) zu kultischen Handlungen entwickelt. Er legt Wert auf Umgangsformen bzw. auf das, was er dafür hält, und schafft es, das oberste Ausstrahlungsziel dabei nicht aus den Augen zu verlieren: immer cool und lässig zu sein."

Und auch Patrick Süskind, seines Zeichens Schreiber des sensationellen Buches "Das Parfüm", liefert eine Begriffsklärung mit der Flo, der Macher von STENZ Beardcare garantiert einverstanden ist:

[...] Während der Matscho seine erotischen Ziele mit tierischem Ernst verfolgt und dabei den Einsatz brutalster Machtmittel nicht scheut, sieht der Stenz sein Verhältnis zu den Frauen unter spielerisch-sportlichem Aspekt. Nicht der Erfolg ist ihm das Wichtigste, sondern der Weg dahin; nicht der Besitz, sondern die Verführung. [...] Der Matscho ist ein despotischer Machtmensch, der die Welt - und die Frau nur als Teil der Welt! - verachtet und unterwerfen will. Für den Stenz hingegen ist das Weibliche die Welt schlechthin, in die er sich als homo ludens zu versenken sucht. Je größer diese Welt ist, je freier sie sich entfaltet und in Erscheinung tritt, desto wohler fühlt sich der Stenz. [...]
Dem Stenz ist alles provinziell Derbe ein Gräuel. Er liebt das Urbane. Er braucht die anregende Vielfalt der Erscheinungen, die spielerische Unverbindlichkeit im zwischenmenschlichen Verkehr. Mit einem Wort: Der Stenz ist der zivilisierte Mann des Volkes. Er hat Stil. [...] Die Serie "Monaco Franze - Der ewige Stenz" will einen Beitrag zur Rettung dieser bedrohten Kutlur leisten. [...]

Ich hatte schon die Freude vor einiger Zeit die Seife von Flo zu testen, nachzulesen hier, und auch ein unterhaltsames Interview mit Herrn Ehrnböck findet ihr hier.

Nun kam es, das blaue Paket mit dem Öl und dem Balm.

Hiagst, heisst die Reihe. Und wieder ein Begriff aus alter Zeit,

Hiagst. Der Herbst.

Natürlich musste sofort meine Nase dran ans Öl, ein Duft wie ich ihn so noch nie gerochen hatte. Die Zusammensetzung macht klar was da der Nase schmeichelt:

Traubenkernöl, Mandelöl, Arganöl, Sandelholz, Zedernholz, Squalan (rein pflanzlich), Rosmarin, Kiefer, Fichte und Lemongras.

Hiagst der Herbst, später Sommer auf einer Hochalpe. Vom Tal weht der Duft der Wälder und von oben die kühle Frische des kommenden Schnees und des blauen Himmels. Himmelblau, die Farbe vom STENZ.

Das Balm riecht dazu passend, gut.

Zur Anwendung:

Wie schon in den voran gegangenen Tests geschrieben, ist ist es hier immer noch Hochsommer, Feuchte und heisse Tage, feuchte und schon etwas kühlere Nächte, der Bart entwickelt ein Eigenleben, vor allem Morgens sieht er aus wie Kraut und Rüben, aber auch den Tag über will das Gewächs Pflege und Beachtung.

Also den Bart gewaschen und das Öl in die Handfläche.3-5 Tropfen in den noch feuchten Bart, langsam und mit Geduld einarbeiten. Der Bart dankt es dir mit einem seidigen Glanz und dem schon genannten Duft. Männlich, frisch und anders. 

Danach erstmal einen Kaffee, das Öl muss wirken und ich wach werden. Beides tut seine Wirkung, das Öl, der Kaffee.

Das Öl macht den Bart weich und gut kämmbar, aber nicht so weich das er "fliegt", er wird nicht zu leicht, hat einen gewissen Halt. Klasse!

Dann Hiagst naturtrüb, das Balm.

Bienenwachs, Vaseline, Mandelöl, Sandelholz, Zedernholz, Rosmarin, Kiefernadel, Fichtennadel und Lemongras machen es zu dem was es ist.

Wieder dieser Duft, etwas cremiger, etwas feiner.

Eine kleine Menge reicht, es ist fester als andere Balsame, gut in den Handflächen verreiben, anwärmen, verflüssigen, einmassieren.

Dann die Bürste mit den Wildschweinborsten und wieder langsam und gelassen einarbeiten. Nehmt euch die Zeit. Abschalten, durch die Nase in den Bauch atmen. Bürsten, kämmen und den Duft geniessen.

Der Widerborst wird gebändigt und bekommt Halt, die darunter liegende Haut dankt es dir mit gesunder Geschmeidigkeit und ihr kommt entspannt und bestens duftend aus dem Bad.

Ich habe Beides mitgenommen, täglich, an den Strand und auf's Wasser. Nach dem Bad im salzigen Meer den Bart mit Süßwasser ausgespült und kleine Mengen vom Öl und Balm zur Nachsorge einmassiert. Spitze! Die Blicke der Damenwelt, unbezahlbar.

Nichts wurde strohig, nichts wurde trocken und mein ganzer Stolz glänzte leicht und fühlte sich einfach gut an.  

Fazit: Ich mag die Sachen vom STENZ. Sie halten was sie versprechen, sind eigenständig vom Design bis zum Duft, die Pflegewirkung ist hervorragend und die Produkte sind sehr ergiebig, das freut den Geldbeutel und die Reisetasche wenn man mal länger unterwegs ist. Das Himmelblau sticht raus aus den anderen Fläschchen und Tiegeln im Bad und so ist auch der Duft. Einzigartig.

Ich bin mehr als gespannt was noch kommt aus "Bavaria's Dirty South".

http://stenz-beard.com

Mahalo

 

PS: Ich habe die Produkte die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

 

Publiziert in Salty Care

Aloha Ioannis, wir kennen uns schon ewig aus dem Stuttgarter Nachtleben, haben uns dann viele Jahre aus den Augen verloren. Dann kam der Bart mit Riesenschritten in die Gesichter der Männer zurück und auf einmal hatten wir wieder Kontakt. Wie erging es dir in den letzten Jahren, wie kam es, dass der Bart zu deiner Passion wurde? Erzähl uns was über deinen Barber Shop in Stuttgart, wie hat das alles angefangen?

Ich habe schon immer von einem Laden für Männer geträumt, ein Laden, wo keine Frauen Zutritt haben, ein Ort, an dem der Mann noch Mann sein kann, Männergespräche führen, ein Whisky, Bier etc. und dazu eine Zigarre zu Blues Musik, dazu sein Treatment, Wellness für den Mann, einfach mal abschalten und genießen. So entstand Jack the Ripper.

Einen Barbershop mit Life-Mucke und Tattoo-Artists hätte man früher Mischgewerbe genannt, wie läuft sowas heute? Was muss man beachten, wenn man sich auf diese Weise selbstständig machen will? Hygiene, Gesetze, Fallstricke. 

Man sollte getrennte Räumlichkeiten haben, dann ist das überhaupt kein Thema, was die Hygienevorschriften angeht. Was den Ausschank angeht, solange man kein Geld für die Drinks verlangt, braucht man auch keine Ausschanklizenz, deswegen sind die Drinks und Zigarren part of the Treatment bei uns.

Du hast strikte Regeln aufgestellt in deinem Shop. Klare Linien für deine Kundschaft. Erzähl uns doch mal die ein oder andere spassige Geschichte, die dir in deinem Laden passiert ist. Was für Kunden liebst du, welche schickst du sofort wieder raus?

Ja, Respekt wird bei uns groß geschrieben. Es interessiert mich nicht, wer du bist und was du hast, in meinem Laden sind alle gleich, wir sind alle per Du und alle werden gleich behandelt, egal aus welchen sozialen Verhältnissen, wir sind wie eine Familie. Wer unseren Shop betritt und nicht grüßt, der darf eigentlich gleich wieder gehen, denn er bekommt kein Service von uns. Ich liebe Kunden, die sich mit der Kultur des Barbiers befasst haben und wissen, was sie erwartet, wenn sie unseren Shop betreten. Diejenigen, die uns und unser Handwerk ihren Respekt zollen, die werden in den engeren Kreis der Familie aufgenommen und sind gerngesehene Gäste auch ohne sich ein Treatment bei uns abholen zu müssen.

Ioannis, du bist neben deiner Arbeit in deinem Barbershop unheimlich aktiv auf Festivals, Motorrad- und US-Car-Treffen und hast sogar noch Zeit gefunden den Gentleman's Club ins Leben zu rufen, Whisky- und Zigarren-Tastings in deinem Laden. Wie schaffst du das alles. was treibt dich an?

Ja, es ist nicht immer einfach und teilweise sehr Kräfte zehrend, aber die Leidenschaft und die Liebe zu dem, was wir tun und die Zufriedenheit unserer Kunden, das beflügelt mich und gibt mir die Energie, das alles unter einen Hut zu bekommen. Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht, was Besseres könnte mir nicht passieren und natürlich auch mein Team, ohne die Jungs wäre Jack the Ripper nicht da, wo wir heute sind !!!

Als Barber bist du immer mittendrin, bei all den Events und im Job. Deine Meinung ... Wohin gehts mit dem Style und dem Bart des Mannes? Was kommt, was geht und was ging noch nie?

Der Bart ist eine Lebenseinstellung, das ist kein einfacher Trend, jeder der seinen Bart liebt, hegt und pflegt, für den führt kein Weg an einem Barbier vorbei, das gleiche zählt für diejenigen, die sich einen klassischen Herrenhaarschnitt oder eine traditionelle Nassrasur mit allem, was dazugehört verpassen wollen und dabei einfach mal für 'ne gewisse Zeit die Gegenwart vergessen und sich einfach fallen und verwöhnen lassen wollen, nach traditioneller Barbierkunst! Ein absolutes No Go, Augenbrauen zupfen, irgendwelche Masken, Spitzen schneiden oder Undercuts. Wir sind ein traditioneller Barbershop und kein Kosmetikstudio!

Besten Dank, Ioannis, und weiterhin viel Erfolg!

Danke.

 

Jack the Ripper#Tattoo & Barbershop

Hackstr. 3

70190 Stuttgart

+49 176 45944439 

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Publiziert in Salty 6x6
Samstag, 26 August 2017 10:22

Interview mit Marko von Beardpride

Grüß Gott Marko, erzähl uns doch, wie du zum Bart und der Pflege des Bartes kamst und wie die Anfänge von Beardpride waren. Wann ging das los?

Hallo Rene! Ich hatte eigentlich schon immer ein "Bärtchen", also so eines, was man damals auch auf Geschäftreise bedenkenlos tragen konnte. Dann, 2015, hab ich mal "wachsen lassen" und meine Frau war schnell der Meinung, dass es wohl okay wäre - allerdings müsse da mal ein Fachmann ran, der den Bart entsprechend in Form bringt. So ging ich das erste Mal in einen Barbershop (Joseph´s in Kleinenbroich). Dort empfahl man mir das doch störrische Haar und meine trockene Haut mit einem Bartöl etwas zu pflegen. Das fühlte sich dann auch erst mal toll an, mit dem Produkt, was ich dann kaufen konnte. Allerdings - einmal auf den Geschmack gekommen - habe ich mir dann im Internet noch mehr Produkte kommen lassen, da bei mir das erste Produkt etwas allergische Reaktionen ausgelöst hatte (ich kann künstliche Duftstoffe nicht vertragen). Bei allen gekauften Produkten hatte ich das gleiche Problem. Aufgemacht - nicht gemocht oder vertragen - weggeschmissen. Ja, Mensch, wo kann ich denn mal probieren, bevor ich kaufe? Das fand ich sehr ärgerlich. Und die angebotenen Qualitäten fand ich ebenso ärgerlich. Da ich eigentlich selber Ahnung von Ölen und Fetten habe, fing ich selber an, meine Mischung zu finden. Ich war mir gegenüber sehr spendabel und habe nur die teuersten Basisöle organisiert - alle kalt gepresst mit der vollen Ladung Vitamine und den längsten Kohlenwasserstoffmolekülen, die ich finden konnte.
Ich brauch ja nur 3 Tropfen am Tag - warum sollte ich da an den Rohstoffen sparen?
Der Rest ist Geschichte. Der Barber wunderte sich über den hervorragenden Zustand meiner Haut und des Bartes und wollte mal "testen" - zack, musste ich eine Firma gründen, EU-konforme Sicherheitsbewertungen erstellen lassen, Teile des Hauses zu Produktionsräumen ausbauen etc..

Beardpride verfolgt ein anderes Konzept als die meisten deiner Mitbewerber. Woher diese Idee und inwieweit unterscheidet sich dein Marketing von Direkverkäufern?

Aus der selber gemachten Erfahrung wollte ich, dass meine "Bartbros" meine Produkte erst ausgiebig testen können, bevor sie sich entschließen, das Produkt zu kaufen. Da ich selber im Barbershop hervorragend beraten wurde, war klar, dass es dort passieren musste. Die Fachleute haben die Qualität sofort bemerkt und konnten mit dieser, ohne großes Marketing meinerseits, sehr gut beraten. Diese Beratungsarbeit muss bezahlt werden - da kann es nicht sein, dass es parallel die Produkte noch bei Amazon und Co gibt. Keiner meiner Bartfreunde soll mein Produkt ungetestet kaufen müssen - so gibt es keine Enttäuschungen - alles ist fair und ehrlich.

Erklär doch dem geneigten Frischling in Sachen Ölgemisch, wie man es schafft, erfolgreich zu werden und zu bleiben. Wie fängt man an und wie auf keinen Fall?

Die Rezepte habe ich aus meinem Fachwissen heraus konzipiert und dann natürlich getestet. Dann kommt es darauf an, dass man seine Lieferanten kennt. Ich kenne den Besitzer der marrokanischen Arganöl-Produktion genau so, wie den Hersteller des Mandelöls etc. Die Qualität steht für mich an oberster Stelle. Ich teste jede Charge und stelle ja auch alle Produkte händisch ohne Maschinen her. Sobald hier haptisch oder sensorisch eine Rohölcharge abweicht - bekomme ich das sofort mit. Die meisten, der am Markt erhältlichen Produkte, werden allerdings industriell bei Kosmetikfirmen produziert. Der Rest ist dann nur Marketing - ein schönes Label und etwas blabla. Die großen Kosmetik-"Mischer" sind dann natürlich an möglichst günstigen Rohstoffen interessiert, um die Margen zu erhöhen. Mir ist die Marge völlig egal - ich will das beste Produkt machen - basta.

Köln, die Base von Beardpride - die Stadt pulsiert, Partyleben, Kultur und Geschichte, wo man hinschaut. Beeinflusst die Domstadt deine Produkte? Woher kommen deine Ideen zu den herausragenden Duftkombis in deinem Sortiment?

Köln pulsiert in mir - dat is doch klar! Die Düfte sind bei meinen ersten vier Mischungen allerdings nicht wegen des Duftes entstanden. Ja, hört sich komisch an, aber ich verwende dort eigentlich nur 100 % naturreine ätherische Öle, die auch eine haut- und haarregulierende Wirkung haben. Mir ging es dabei eher um die Beruhigung oder Desinfektion der Haut als um den Geruch. Die Basisöle machen natürlich die Pflege aus, aber auch die kleinen Anteile der ätherischen Öle haben eine Wirkung. Ab Öl Nummer 5 (Karamel und Sandelholz) habe ich dann auch mit dem Geruch gespielt, weil ich merkte, dass doch viele Kunden sehr geruchsaffin sind. Für mich persönlich soll Bartöl oder Balsam kein Parfumersatz sein, sondern höchstens mal angenehm dezent duften. Das ist gut für aller Allergiker, nebenbei bemerkt. Für die ganzen Duftliebhaber hab ich dann mit der Nummer 6 (Lignum - lat. Holz) natürlich mal stark auf den Duft geachtet. Wie gesagt, die Pflege ist durch die Basismischung immer identisch.
Das mit den ganzen Duftfreaks, das wurde mir bewusst, als ich die Tropicbutter entwickelt habe. Das ist wie eine Haarkur aus Sheabutter, Kokosöl etc. und das duftet nach Orange und Kokos. Die Leute sind ausgeflippt und lieben den Geruch. Da dachte ich mir - okay, darauf muss ich wohl auch achten...

Displays aus Holz, Altholz, grob und schlicht und dadurch schon wieder ein Blickfang. Spitzen Idee, wie ich finde, die Bartgemeinde liebt solche Details, solche kleinen Dinge. Woher dieser Einfall?

Holz ist meine eigentliche Leidenschaft und auch mein Beruf. Ich bin seit 25 Jahren in der Holzbranche weltweit unterwegs. Da ich leider kein Handwerker im Hauptberuf bin, mache ich das natürlich leidenschaftlich in meiner Freizeit und da war doch irgendwann klar, als da 20 Flaschen Bartöl aus eigener Produktion im Badezimmer rumstanden, dass dort ein 1A Sockel der Ordnung halber hin musste. Heute mache ich jede Menge der Sockel, die überall als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk gefragt sind. Alles Sockel mache ich selber und sind seit Neuesten (auf Wunsch eines Kunden) auch von mir signiert.

Köln und Mode gehören zusammen wie Kölle und der Karneval. Am Puls der Zeit sitzend, deine Vision für den Mann und seinen Bart der nächsten Jahre. Was bleibt, was geht und was ging nie?

Da bin ich, ehrlich gesagt, der falsche Ansprechpartner. Aber was auch immer da an Bärten gefragt ist - meine Aufgabe ist es, dass sich der Bart gut anfühlt und er und die darunter liegende Haut gesund sind.
Da meine Tochter ihren Spliss mit Bartöl erfolgreich bekämpft hat, haben wir auch eine kleine Serie mit zwei Ölen für die Haarspitzen der Damen im Programm. Nach meiner Tochter benannt, Lina-Care, findet man diese nun auch im Frisör exklusiven Vertrieb.

Besten Dank Marko und weiterhin viel Erfolg!

Danke!

 

Beardpride

Miriam Schulze

Klinkenweg 20

50189 Elsdorf
 
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Publiziert in Salty 6x6

Beyer's Oil, da kommt es schon mal zu verzückten Gesichtern bei Männlein wie Weiblein, wenn man diesen Namen nennt.

Der Bastian Beyer hat sich ans Eisenkraut gemacht und das ist gut so.

Ein lange vergessenes Heilpflänzlein aus der Familie der Verbenen taucht in der Kosmetik für den Bartträger von heute auf. Ein Grund mehr für mich, mal dran zu schnuppern.

Quelle Wikipedia

Die letzte Wochen waren, wie so oft hier, eine echte Herausforderung für Kosmetik und Bartpflege. Mittlerweile sind wir im achten Mond angekommen. 

Hier bei uns in Spanien sagt man sich verständnisvoll zunickend: "Ich hab' derart August" und meint damit, man schlafe nicht oder nur wenig und wenn, dann wacht man völlig verschwitzt mitten in der Nacht auf und hat brutalste Lust sich ein eiskaltes Bier unter der Dusche zu gönnen. Die Luftfeuchte hat ostasiatischen Pegel erreicht und der Bart rebelliert und rollt und kringelt sich, dass es eine wahre Freude ist. Dazu Salz und Sand und du siehst am morgen aus wie ein von einem 40-Tonner überfahrener ZZ-Top-Fan. 

Ja Bastian, harte Nummer für deine Produkte!

Aber erstmal nach den Äußerlichkeiten schauen. 

Ich mag sie ja, diese braunen Fläschchen mit der Pipette, hier kommt diese nun in weiss, passt perfekt zum Label, gut. Das Öl kommt in einem braunen Karton, Konterfei und Signatur vom Bastian, Inhaltsangabe drauf, Sprüchlein, fertig.

 

Das Shampoo weckt Kindheitserinnerungen an die Apotheke, in die meine Oma mich ab und an mitnahm. Groß und braun und Drehverschluss - und aus Plastik!

Ich mag Plastik nicht, aber wem schon mal eine Glasflasche im Bad runter gefallen ist, nackt, barfuss, nass und fern des Staubsaugers, der wird diese hier zu schätzen wissen. Ein Dosier-Aufsatz hilft beim Sparen, sieht gut aus und funktioniert.

Ich liebe ja dieses "Yeah" oben rechts auf dem Label. Überhaupt finde ich das Design einfach freundlich und nett. Wie der Herr Beyer selber, hier im Interview könnt ihr euch davon überzeugen.

Feine Inhaltsstoffe warten in beiden Produkten darauf, eurem Bart zu schmeicheln. 

100 % natürliche Öle aus Jojoba (aus biologischem Anbau), Zitronenverbene, Bergamotte und Lavendel, beim Öl in der 30 ml Bottle. Hochwertige Öle aus Zitronenverbene (Eisenkraut), Bergamotte, Lavendel und Wacholder im Shampoo.

Naturkosmetik konform und fein abgestimmt. Und Freunde, der Duft wird euch überraschen!

Aber zur Praxis. Ich bleibe bei meinen Tests bei einer Mindestdauer von einer, manchmal auch zwei Wochen. In dieser Zeit benutze ich keine anderen Produkte, klar, würden sie doch das Ergebnis verzerren.

Ich bin kein Chemiker, da kann man viel lesen und machen und tun, man wird immer nur Halbwissen sein eigen nennen. Nicht mein Ding.

Mich interessiert nichts anderes als das Gefühl, der Geruch und das Aussehen meines geliebten Bartes am Ende eines Tests. So auch bei Bastians Eisenkraut in Flaschen.

Ich habe vor etwa anderthalb Wochen damit begonnen, Beyer's Sachen in meinen Gesichtsbehaarung zu packen, Wetter und Sport und Party, wie schon oben beschrieben, boten das perfekte Terrain und ich kann im Voraus sagen, das passt was der Bayer da macht.

Ich kam nach einer Nacht am Strand nach Hause, Sonnenaufgang am Horizont, Sand und Salz im Bart und um 10 Uhr ein Treffen mit Freunden zum beliebten Almuerzo, dem heissgeliebten zweiten Frühstück des Valencianos auf dem Zettel. Es galt also nicht nur gut und frisch zu riechen bis dahin, sondern auch der Bart sollte gezähmt und sauber und glänzend im Gesicht seines stolzen Trägers seinen Dienst tun.

Also Kaffee, reichlich Wasser (trinkt Wasser Männer, von mir aus, wenn keiner hinschaut, aber Wasser liebt der Bart und beschenkt euch dafür mit dichtem und gesunden Wuchs!), und ab ins Bad, den Bluetooth Speaker geschnappt, Türe zu und mit "Motörhead" den neuen Tag begrüßt.

Dusche, Dudu-Osun for the Body und Beyer's Bart Shampoo für den Bart. Leute, die Dusche duftete auf einmal, dass es eine Pracht war. Jeder der Dudu schon benutzt hat, weiss, dass der Geruch absolut gewöhnungsbedürftig daher kommt, aber das Shampoo vertreibt diesen sofort. Eine herbe, frische Note aus den Bergen ruft die Lebensgeister wieder auf den Plan und man(N) freut sich auf die Pflege mit dem Öl.

Das Shampoo ist mega ergiebig. Durch den Dosiereinsatz fällt es einem nicht schwer, eine kleine Portion auf der Handfläche und im Bart zu verteilen, Schaum und Frische, herrlich. Der Bart quietscht vor Freude, raus aus der Dusche, sanft frottiert ist er bestens vorbeireitet auf das Öl. 3-4-5 Tropfen in die Hand, die Wärme verflüssigt es, dann in den Teppich damit.

Langsam und geduldig einmassieren.

Da ist er wieder, der Duft aus Bergamotte und Eisenkraut, zitronig und doch nicht, frisch und männlich, überraschend. Die Bürste mit Wildsauborsten verteilt das Gute bis in den letzten Winkel. 

Der Spiegel ist dein Freund, wundervoll glänzend, beim Barte des Propheten, was für ein Duft! 

Aber, wer meine Tests aufmerksam liest, weiss, es fehlt der Lackmustest, jedes Produkt muss da durch: Meine Frau!

An ihr kommt nix vorbei, so musste auch der krautige Bayer diese Prüfung bestehen. Die mit langen roten Fingernägel bewehrten Hände streifen durch den Bart, die Nase versinkt und zieht langsam den Duft ein.

Weite Felder in Province, Verbene und Lavendel wiegen sich lila im Wind, Alain Delon im hellen Anzug im dunklen Cabrio, die Bardot ...... Ja, so sehen Frauen Düfte.

Bestanden! Ich konnte guten Gewissens mit meinen Jungs das späte Frühstück geniessen und die Welt war in Ordnung!

Fazit: Ein neuer Duft in der ersten Reihe meiner Sammlung. Bestimmt nicht jedermanns Sache, aber garantiert Männersache. Die Pflegewirkung ist hervorragend, leichter Glanz, sehr gute Kämmbarkeit und ein leichter Halt zeichnen das Öl aus, das Shampoo passt dazu perfekt! Beides sehr ergiebig. Lasst es beim Öl langsam angehen, es reichen 2-5 Tropfen sauber einmassiert und euer Bart ist bestens versorgt und der Hemdkragen bleibt trocken.

Ich bin gespannt, was der Bastian und seine kleine Öl-Schmiede Beyer's Oli noch auf den Markt bringen.

 

http://www.beyersoil.com

Mahalo!

 

PS: Ich habe die Produkte die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

 

Publiziert in Salty Care

Hi Nahrun, wer ist Sargon und wann und wie kam es dazu, dass die Pflege von Bärten dir am Herzen liegt?

Servus René, 

Sargon ist einer der berühmtesten und mächtigsten Könige des antiken Assyriens gewesen. Er hat unglaublich viel geleistet, wie sämtliche Stadtstaaten zu vereinen oder ferne Länder zu erobern. Davon mal abgesehen, hatte er einen unglaublich prächtigen Bart. Er war der Held der Antike und um ihm diese Ehre zu erweisen, entschieden wir uns unsere Firma nach ihm zu benennen.

Das ist eine sehr gute Frage. Alles begann als Hobby und machte unheimlich viel Spaß immer wieder neue Öle zu kreieren und zu testen. Anfangs hatte ich kaum Fachkenntnisse und habe im Internet recherchiert, verschiedene Düfte und Rezepturen und auch mal fertige Öle ausprobiert. Diese gefielen mir persönlich überhaupt nicht, da sie fast alle gleich rochen. Also ging ich wieder zu meinen eigenen Mixturen über. Nach langem Ausprobieren hatte ich meine Öle fertig, die ich jeden Tag anwendete. Dafür bekam ich aus meinem Freundes- und Verwandtenkreis ein so positives Feedback, dass die Idee aufkam das eigene Öl zu vermarkten.

Woher kommst du, wo liegen deine Wurzeln und wie muss man sich die Tradition rund um den Bart dort vorstellen?

Geboren und Aufgewachsen bin ich in dem schönen Städtchen am Main, namens Aschaffenburg, das Nizza von Bayern. Bei meinen Wurzeln wird die Sache etwas komplizierter. Von den alten Assyrern abstammend vertrieb es unser Volk, nach dem Zerfall des assyrischen Reiches, durch den gesamten Orient. Unsere Muttersprache ist Aramäisch, die Sprache die Jesu gesprochen hat.

Die Tradition rund um den Bart in meiner Heimat hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. Im antiken Assyrien galt der Bart als Ausdruck der Männlichkeit und war fester Bestandteil der Gesellschaft. Dieser war in höheren Gesellschaftsschichten ein Statussymbol und musste gehegt und gepflegt werden. Mit der Zeit verlor der Bart seine Bedeutung, weshalb lange Zeit Bartträger als ungepflegt empfunden wurden. Diese Zeiten sind zum Glück wieder vorbei!

Das Logo, das Design eurer Produkte, alles passt perfekt zusammen. Der Kamm, die Bürste und die unfassbar schicke Kiste zu Sargon´s - Legacy.  Bei genauerem Hinsehen fallen einem aber Schriftzeichen auf, die man aus dem Geschichtsunterricht zu kennen glaubt. Was sind das für Zeichen und was bedeuten sie und was bedeutet „Code Hamurabi“?

Vielen Dank, René. Richtig, die Schriftzeichen sollte jeder schon einmal gesehen haben. Das ist die Keilschrift, die erste Schrift, die es weltweit gab, noch älter als die Hieroglyphen der Ägypter. Die Keilschrift ist eine sehr komplexe Schrift, die zu ihren Anfängen über 5000 Zeichen hatte. In ihrer einfachsten Form besaß die Keilschrift immer noch ca. 350 verschiedene Schriftzeichen. Heute ist die Keilschrift ausgestorben, aber nach einer vertraulichen, aber verlässlichen Quelle, bedeuten diese Zeichen folgendes: „Mit großem Bart, folgt große Verantwortung.“ Nein, Spaß beiseite uns war es einfach sehr wichtig viele bekannte Elemente unserer Vorfahren in das Design zu nehmen, wie auch den Code Hamurabi. Hammurabi war ein Babylonischer König, welcher zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit Gesetze schriftlich festhalten lies, um das einfache und zivilisierte Zusammenleben der Menschen zu ermöglichen. Diese 282 Rechtssätze (Gesetze), von denen auch die 10 Gebote aus dem Alten Testament abgeleitet sind, ließ er zusammen mit Gebeten, solche für die Götter und solche, die ihn als König anpreisen, auf einer steinernen Stele niederschreiben. Natürlich haben wir nicht den eigentlichen Codex übernommen, sondern für euch und eure Bärte unsere eigenen Regeln und Gesetze gestaltet, damit ihr die perfekte Pflege bekommt:

#1 Grow a beard

#2 Take care of your beard

#3 Keep your beard in shape

Euer Öl und das Balm ragen aus der Masse der Düfte durch ihren orientalischen Touch heraus. Mutig und erfreulich für den, der es liebt. Wie kam es zu der Mischung, wie lange und wo habt ihr experimentiert und vor allem woran habt ihr letztlich fest gemacht, genau mit diesem Duft auf den Markt zu gehen?

Wir haben unzählige Stunden damit verbracht, die Mischung unseres Öls und Balsams zu kreieren. Wie bereits erwähnt, wollten wir einen völlig neuen Duft kreieren, da uns die meisten Bartöle vom Duft her nicht passten. Sehr viele davon haben entweder eine holzige oder unglaublich süße Note und davon wollten wir uns abheben. Geprägt durch den Rosenduft in Omas Garten war klar, dass dieser die Basisnote bilden wird. Nach einigen Kombinationen verschiedener Düfte kamen wir zum perfekten Duft ‚Flower of Babylon‘. Das dauerte ca. 1,5 Jahre, bis wir mit dem Ergebnis zufrieden waren und das Öl anderen Herren zum Testen gaben. Das wahnsinnig positive Feedback, dass wir erhalten haben, war letztendlich der ausschlaggebende Punkt für diese Entscheidung. Vor allem das Feedback der Partnerinnen unserer Tester. Das Experimentieren fand in der heimischen Küche statt.

Wir bärtigen Männer haben eine regelrechte Sucht nach Neuem entwickelt. Raus mit der Sprache. Plant ihr eure Produktpalette zu erweitern?

Tatsächlich haben wir noch einiges für euch geplant. Momentan arbeiten wir an einem natürlichen Bartshampoo, passend zur Flower of Babylon. Mehr wollen wir noch nicht verraten, seid gespannt und freut euch drauf.

Ich war vor einigen Tagen in Berlin und hatte viel Freude daran, unter anderem einen mit euch befreundeten Barber-Shop zu besuchen. Unglaublich viele wunderschöne Bärte habe ich gesehen, aber auch eine gewisse Inflation gespürt. Was glaubst du. Wird der Bart uns erhalten bleiben, gibt es neue Trends in den Stilen? Wohin geht der Bart des Mannes?

Ich bin fest davon überzeugt, dass uns der Bart noch lange Zeit erhalten bleibt. Er feierte in den letzten Jahren sein langersehntes Comeback und hat sich seinen Platz in der Gesellschaft zurück erobert. Diesen wird er so schnell nicht wieder hergeben. Ich mein', wenn man sich mal die Geschichte anschaut, bzw. sich Bilder von Herren aus der Geschichte anschaut, sieht man fast immer nur Männer mit Bart. Sei es der Schnauzer, der kaiserliche Backenbart oder der vollbärtige Outlaw im Westen. Abgesehen vom 20. Jahrhundert, hatte der Bart in jedem Jahrhundert seinen Platz. Wir sind endlich wieder an einem Punkt angelangt, an dem der Mann wieder MANN sein darf und das ist auch gut so!

Natürlich wird es neue Stile geben, so wie sich in der Vergangenheit die Stile änderten, so werden sich auch die Bärte der Männer heute verändern. So freue ich mich unheimlich, immer mehr Männer zu sehen, die „nur“ einen wunderschön gezwirbelten Schnauzer tragen. 

Besten Dank, Nahrun und weiterhin viel Erfolg!

Sehr gerne! Vielen Dank für das nette Interview und bis ganz bald.

  

Sargon´s Original

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