Donnerstag, 25 Januar 2018 05:32

Mein Blaumann und ich, die ersten Wochen

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Vor einigen Wochen bekam ich vom freundlichen Sonny von Schall & Rauch meine erste Blaumann Jeanshose geschickt, hier habe ich was drüber geschrieben, und ja, ich hatte sie jeden Tag an.

Moment, gelogen ....

Sylvester nicht. Da musste ein Anzug ran, war sehr fein, mal wieder einen Anzug zu tragen.

Sonst aber jeden Tag. Jedes Mal, wenn ich aus dem Haus bin, habe ich meine Beine in diesen Starrkopf aus blauem Stoff gesteckt und es zwei Minuten später vergessen. Ich hatte es schlicht vergessen, wie steif diese Hose gerade noch rüber kam und fühlte mich nur noch sauwohl mit der Jeans am Leib. 

Was also ist die Magie hinter diesem Stoff, hinter dieser Vorgehensweise, denn genau das ist es. Eine Vorgehensweise, ein Projekt, angeleitet durch Freunde, die schon länger mit Raw Denim zu tun haben und den Anweisungen im Blaumann selber, gedruckt auf Kärtchen, an und in den Innenseiten der Hose, genauer auf den Taschen. 

Hier wird Geduld gepflegt, gepredigt und erwartet. Etwas, dass der moderne Konsument nicht mehr hat. Keine Zeit, keine Lust eine Hose einzutragen. Man bekommt Hosen im Used-Stone-Moon-Washed Look für 14 € bei Alibaba und Co. Die sind soft und löchrig und bleached und scheisse für den Planeten und überhaupt. 

Diese Jeans, die Blaumann macht es dir nicht leicht, sie zu mögen. Derbe, steif, ja, bretthart liegt sie vor dir und du fragst dich, wie deine runden Beine in diese eckige Hose passen sollen. Man hat Angst, sie zu falten, sie könnte einfach brechen oder nie wieder gerade zu biegen sein. Und das Ganze für 250 €, das kostet dieses Stück deutsche Jeans. 

Jetzt trage ich sie ein und sie mich, weil beides verändert sich. Der Träger wie die Hose. Beide passen sich an, werden sich ähnlich. Wie Stiefel, derbe Lederstiefel, die am Anfang schmerzen und jetzt stehen sie da und man liebt sie, weil sie einem passen, sie einem gehören. So ist das mit dem blauen Mann aus Künzelsau auch. 

Mal einige Fakten auf den Schneidertisch. Wir reden hier von einem 15 oz Stoff, fünfzehn Unzen, eine Unze mehr als die legendäre erste LEvi's (schon richtig geschrieben so).
15oz/square yard sind 425,243 Gramm auf 0,83612736 m², heavy duty in jeder Hinsicht.

Ich habe keine Waage, aber Freunde, meine Jeans wiegt mit dem Gürtel und dem Geldbeutel und dem Bändele locker jede Menge. 

Ein viel diskutiertes Thema ist das Waschen der Guten. Ich habe sie nicht einmal gewaschen in den letzten Wochen, habe sie unter dem Jeep und auf dem Moped angehabt, zum Feiern und Grillen und Kochen und am Strand. Flecken werden mit Wasser, manchmal etwas Seife gelöscht, ich lasse sie immer wieder draußen hängen, lüften und gut. Ich bleibe dran und werde sie bis auf Weiteres nicht waschen, ich denke in spanischem Klima ist das ein Leichtes, fast immer trockenes Wetter, selten Nass von oben. 

So langsam bekommt sie ihre ersten Spuren, Tragespuren an den Hosenbeinen, an den Taschen vom Messer und was ich sonst so in ihnen trage, am Hintern vom Moped. Sie wird Meine, immer mehr, und ich werde Ihrer, immer mehr.

Ich liebe dieses derbe Stück aus Germany!

 

 

Mahalo!

 

 

Blaumann Jeanshosen

Schall & Rauch

  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying.


Bändele, sofort als schwäbisch zu erkennender Begriff für ein Band, eigentlich ein kleines Band, a Bändele halt. 

Ich habe die Kati und Susana auf der Barbers Heritage kennengelernt und ihre Produkte in Augenschein nehmen können. Klasse, was die beiden da aus Leder zaubern. Neben dem Geldbeutel-Bändele gibt's die praktischen Schmuckstücke auch für Schlüssel und für Kabel, damit der Salat in der Tasche ein Ende hat.

Nun halte ich hier mein Bändele in Händen und freue mich wie ein kleines Kind, auf ein tolles Stück Handwerk mit einigen tollen Details. Ich habe den Großen Schwaben in Blau, #G-033 ist seine Nummer. 

Gefertigt ist er aus vegetabil gegerbtem Leder. Man kennt diese Art der Gerberei auch als Rot- oder Lohgerberei, eine rein pflanzliche und natürliche Art und Weise, Leder zu gerben. Dieser Prozess dauert mehrere Monate, weil auf Zusatz von Chemie vollkommen verzichtet wird.

Die Lohe, also der Gerbstoff, wird aus pflanzlichen Zutaten erstellt, Fichten-, Mimosa- und Eichenrinde, aber auch Blätter der Olive und Wurzeln des Rhabarbers sind denkbare Zusätze. Bei dieser Art der Gerbung fallen keinerlei chemische Abfallstoffe an; Schwermetalle, wie Chrom, die bei der klassischen Ledergerbung genutzt werden, schädigen die Umwelt und damit uns. Ein weiterer interessanter Punkt bei der Lohgerberei ist die sehr eigene Färbung des Leders, die so nur durch die vegetabile Gerbung entsteht. Bei meinem Bändele ein tiefes dunkles Braun.

Die Enden des Leders werden mit gewachster Forellenschnur, einem Ledernähgarn, mit einer speziellen Wicklung sehr haltbar und dauerhaft verbunden. Bei meinem Bändele in einem wunderschönen Blau, wie ihr hier auf den Bildern sehen könnt.

Die Hardware, also der Karabiner und der Schäkel, sind aus massivem Edelstahl, schwer und gut fühlen sie sich an. Der Karabiner schließt verlässlich mit ordentlicher Spannung auf der Feder, der Schäkel lässt seine Schraube fest anziehen, das sitzt.

Ein kleines Emblem aus Neusilber zeigt das Logo von Bändele, mit einem Schlageisen ins Metall gebracht, eine kleine Holzscheibe zeigt die Nummer meines neuen Freundes.

Das gute Stück ist knapp 34 cm lang und fühlt sich einfach klasse an, ich bin gespannt, wie es sich an meinem Geldbeutel macht, farblich passt es hervorragend.

Meine geliebte Kette aus massivem Messing weicht also dem Bändele. Um gefühlt ein Kilo leichter mache ich die ganze Chose an meinem Blaumann fest, passt. Das Blau, das Braun, der Edelstahl, superschick, oder?

Fazit: Ich liebe mein Bändele jetzt schon, es ist ein spitzen Ersatz für die Kette, sieht klasse aus und fühlt sich noch besser an. Der Einsteiger in die Welt der Biker-Geldbeutel wird hier genau so glücklich wie der Vollprofi, das ist einfach was Neues, was Anderes. Ich will meinen Großen Blauen Schwaben nicht mehr missen.

A Schdigg Brod em Sagg isch bessr wia a Fädr am Huad!

http://www.baendele.de

 

Mahalo!  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

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Donnerstag, 14 Dezember 2017 08:55

Blaumann Jeanshosen, die Jeans aus Deutschland.

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Der Blaumann taucht in mannigfaltiger Form auf. Er kann der Overall des Monteurs sein, der Kittel des Werkstattmeisters, die Latzhose des Bierfahrers. Der Postler wegen der blauen Uniform.

In der Regel ist ein Blaumann aber "Berufskleidung oder Berufsbekleidung, die bei der Ausübung eines Dienstleistungsberufes getragen wird, die entweder das Schützen des Körpers (daher auchSchutzkleidung) oder aber eine eindeutige Erkennbarkeit erfordert. In einigen Berufen wird das Tragen von Berufskleidung vorgeschrieben." sagt Wiki.

Und dann taucht dieser hier auf, der Blaumann aus Künzelsau. Gerader Schnitt, durchnummeriert, dunkelblau, 15 oz schwer, wunderschön und steif wie ein Brett liegt er vor mir. Kurz hat man den Eindruck, er sei schüchtern, will seine Qualitäten nur zögerlich preisgeben, der gerade blaue Mann aus der Würth-Stadt im Hohenlohischen. Und der Eindruck bleibt, glaubt mir, Freunde.

Sonny und Ralph von Schall & Rauch, Mopeten und Klamotten, haben mir hier ein wunderbares Paket geschnürt. Die Hose und die wunderbare Raw Bible, was für ein Anblick.

Die drei Blaumänner hinter Blaumann Jeanshosen starteten schon 2013 damit, die Tradition der Fertigung, der Herstellung von Denimhosen wieder nach Deutschland zu holen. Klar war, es musste japanischer Denim sein, nur hier war die gesuchte Qualität zu finden. Der Kuorki Selvage Denim entsprach den hohen Anforderungen, die die drei Herren an das Material ihrer zukünftigen Hosen stellten. Und damit war es das auch mit der Beteiligung ausländischer Firmen. Alles Weitere, was zur Fertigung von hochwertigen Jeans made in Germany nötig ist, wird in Deutschland eingekauft: Die Nieten und die Knöpfe von Berning, das Canvas Innenfutter von Hecking, das Garn von Amann und die Etiketten von Bornemann.

Die Konfektion, sprich die Herstellung der Jeans aus den japanischen Stoffen, erfolgt ausnahmslos in Deutschland. Heavy Duty made in Germany!

Aber genug des Geschwafels, was hat der VooDoo hier mit uns vor:

Ich werde euch ein Jahr lang mit nehmen. Ihr begleitet meinen Blaumann und mich auf Schritt und Tritt, von den Bergen bis an Strand, auf dem Moped, mit dem Jeep, auf Parties und Reisen. Durch alle vier Jahreszeiten, durch alle Länder, die ich in diesem Jahr bereisen werde, immer ist der Blaue Mann, immer seid ihr dabei. 

Doch damit nicht genug: Sonny von Schall & Rauch und Guido von Blaumann Jeanshosen werden euch jede Menge Wissen und Fakten zur Jeanskultur geben, am Ende des kommenden Jahrs werdet ihr Vollprofis in Sachen Denim und den Hosen daraus sein.

Freut euch auf spannende und informative Artikel.

Mahalo!

 

Blaumann Jeanshosen

Schall & Rauch

 

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

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Samstag, 09 Dezember 2017 18:15

Stetson Tuscalo Woolfelt

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Stetson Tuscalo Woolfelt, der Hut aus dem wilden Western. Und so sieht er auch aus. 

Der Name Stetson steht synonym für den Cowboy wie die Winchester, der Colt Peacemaker und Smith and Wesson. Jeder von uns hat sofort einen John Wayne in seinen oh-beinigen Jeans vor sich, den breitkrämpigen Stetson in den Nacken geschoben und das Whiskyglas in der Hand, hinten macht der Mann am Klavier, was er kann, wilde Röcke wirbeln auf einer kleinen fadenscheinigen Bühne und die Welt war eine einfache. Jeder hatte einen Colt, wenn's dumm läuft, knallt's.

John Batterson Stetson, Hutmacher aus New Jersey, begründete 1865 mit seiner Firma den Erfolg des Cowboy-Hutes.

Sein "Boss of the Plains", ein einfacher und mächtiger Hut mit rundem Kopfteil und flacher, breiter Krempe, war zu Zeiten des großen Treks nach Pike's Peak der Einstieg für die Marke Stetson. Hier oben rechts zu sehen.

 

Durch viele berühmte Helden und Stars des Wilden Westens, die einen Stetson hatten, wurde der Namen in alle Welt getragen. Buffalo Bill Cody, Calamity Jane, Will Rogers, Annie Oakley, Pawnee Bill, Tom Mix und Lone Ranger trugen Stetsons. 

In Ermangelung eines flächendeckenden Haarwuchses da oben musste ich schon früh an wärmende Kopfbedeckungen denken. Und so haben sich mittlerweile gut 40 verschiedene Hüte, Caps, Mützen, Flats und Beanies angesammelt, für jeden Anlass den richtigen Style.

Der Tuscalo ist ein einfacher Wollfilzhut ohne Schnickschnack, einzig, das kleine metallene Label an der Seite sticht heraus. Er hat einen wasserabweisende Ausrüstung erhalten, der Hut hält sogar bei derbem Regen den Kopf trocken.

Mit einer Krempenbreite von fast 8 cm und einer Kronenhöhe von 13 cm ist er alles andere als unauffällig. Er kann seine Herkunft nicht verleugnen, eindeutig ein Westernhut. Die eingedellte Krone wird durch einen Fadensteg stabilisiert, kein Band außen rum, schlicht und gut. 

Innen ist ein sehr komfortables Hutband, damit sitzt er auch auf frisch rasierter Glatze fest und sicher. Der Gute ist richtig warm, dank des Wollfilzes.

 

Auf Reisen kann er seinen Vorteile richtig ausspielen. Einfach zusammengerollt passt er in jede Tasche und nimmt es einem nicht krumm, wenn man ihn etwas derber behandelt. Dank der Behandlung mit Asahi Guard® bleibt er sauber und fast fuselfrei. Klasse, vor allem für mich als Katzenmensch ein unschlagbares Argument.

Nicht jeder kann und nicht jeder soll ihn tragen, so viel ist sicher. Der Stetson ist ein echter Hingucker und macht aus dir einen anderen Mann wenn du dich im Spiegel betrachtest, keine hohle Phrase, das ist so und soll so. Die hohe und mächtige Krone ist schon einen Nummer. Das hier ist kein frecher Porkpie oder ein lässiger Fedora, das hier ist ein Hut, den man mit Selbstbewusstsein tragen muss. 

Er passt perfekt zu Jeans, was sonst, aber auch jederzeit zu einem Anzug, Boots sind Pflicht, Sneaker eher nicht. Hemd in der Hose lässig draussen, schick oder legére, der passt zu fast jedem Style. 

Ich habe den Schwarzen, es gibt ihn aber auch in einem schönen Beige. Denke, den werde ich mir auch holen, eventuell ist er was für die Übergangszeit, mit hellen Hemden und hellen Hosen bestimmt ein feines Detail.

Fazit: Ein Hut, wie er sein soll, zu einem mehr als korrektem Preis. Komfortabel und praktisch, schick und derbe, ganz wie man will. Er kann alles, Waldspaziergänge und wilde Ritte durch die Natur, er kann Stadt und Land und Fluss. Und alles mit trockenem Haupt bei jedem Wetter. Ich will ihn nicht mehr missen.

"Always drink your whiskey with your gun hand, to show your friendly intentions."

 

hutshopping.de

 

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Donnerstag, 02 November 2017 07:34

Wunderkey, der Schlüsselbund als Glaubensfrage

geschrieben von
"Ein Schlüsselbund ist eine Erfindung, die es möglich macht, mehrere Schlüssel gleichzeitig zu verlieren."

Aber er ist weitaus mehr. Und oft eine Schlüsselsammlung aus noch in Gebrauch befindlichen und schon lange "Out Of Order" Schlüsseln.

Rasselnd, klappernd und scheppernd fressen sie Löcher in die Hosentaschen, unsinniger aber liebgewonnener KlimBim wie der rosa Gummibär aus Hartkunststoff oder die Erinnerungs-Schneeflocke vom letzten Besuch auf der Zugspitze aus Alu schmücken und drücken aus, was man so machte ....

Es gibt aber auch den Minimalisten, der VooDoo ist so einer. Deshalb besteht mein Schlüsselbund aus einer 20 cm langen Stahlkette, an den Enden Ringe, am einen Hausschlüssel, am anderen Autoschlüssel.

Immer Neuem aufgeschlossen habe ich die Macher vom Wunderkey angeschrieben und die haben mir prompt eines ihrer Wunder geschickt, mattschwarz mit Zubehör. 

Ich kam eines nachts nach dem Auflegen nach Hause, und fand, es sei der richtige Moment, das Ding mal auszuprobieren. 

Schicke Verpackung, clean wie das Produkt selber, wie sich später heraustellen sollte.

Ein Ein-Cent-Stück. Was will uns der Künstler damit sagen? Ich löse das Rätsel für euch auf.

Das Ein-Cent-Stück ist das einzige Werkzeug, welches ihr braucht, um den Wunderkey nach eurem Gusto einzurichten. 

Die Schrauben lassen sich mit dem Geldstückchen hervorragend bewegen, hier zeigt sich die Qualität des kleinen Helferleins als Erstes. Da hakt nix, da klemmt nix.

Im Auslieferungszustand ist der Wunderkey ausreichend für vier Schlüssel, zwei rechts, zwei links. Zu wenig für mich, da die Erfinder des Produktes mir auch noch einen praktischen Einkaufswagen-Chip sowie einen Flaschenöffner geschickt haben.

Also muss das Extension-Pack ran. Hier sind noch einige Spacer (dazu gleich mehr) und Verlängerungen für die Schlüsselaufnahmen zu finden.

 

Die Verlängerungen gleiten in ihre Gewinde wie Butter, Grüße an den Feinmechaniker. 

Die Spacer sind kleine Unterlegscheiben, die zum einen dafür sorgen, dass man mit den Abständen spielen kann, nicht jeder Schlüssel ist gleich dick.

Zum anderen lassen sie die Schlüssel wunderbar in ihre Halterung gleiten, das "Rausflippen" der Schlüssel macht regelrecht Spaß.

Also das gute Stück bestückt mit meinen Schlüsseln und den beiden Zubehörteilen. Bis ich das Ganze so weit montiert hatte, dass es für mich passte, dauerte es keine fünf Minuten.

Verschrauben, fertig.

Jetzt lag das Ding da, sah gut aus und fühlte sich gut an.

 

Ein kleiner Handschmeichler, das Ding macht Spaß, ich ertappte mich in den letzten Tagen mehrmals dabei, wie ich mit dem Wunderkey rumspielte, Männer kennen das.

Zum Wunderkey selber.

Das Teil wird komplett in good old Germany gefertigt. Für die Schalen kommt hier feinstes Aluminium und für die Schrauben-Hardware bester chirurgischer Edelstahl (316L) zum Einsatz. Sparsam im Gewicht und Heavy Duty da, wo es sein muss. Es gibt als Zubehör dazu einen USB-Stick, den Flaschenöffner, den Einkaufswagen-Chip, den Keyfinder und den Schlüsselring.

Aber es kommt noch besser: Die kleinen Wunderschlüsseldinger werden in der Saarpfalz-Werkstatt zusammengebaut, einer Werkstatt, die es behinderten Mitmenschen ermöglicht, sich als arbeitender und wertvoller Teil der Gesellschaft zu erleben.

Chapeau, so geht soziale Verantwortung!

Noch einige Tipps:

Knallt die Schrauben nicht mit aller Gewalt zu. Ich habe die Gewinde mit jeweils einem winzigen Tropfen Loctite gesichert, die Schrauben bleiben zu und man kann sie jederzeit wieder öffnen.

Und noch eines, achtet auf das Gewicht, manche Zündschlösser sind sehr empfindlich, wenn da ein Pfund Metall dran hängt. 

Fazit: Keine neue, aber eine klasse umgesetzte Idee, das Ding, mit den Schlüsseln neu zu erfinden. Hier wird nicht auf schnelles Geld mit einem Produkt aus Fernost gesetzt, sondern ein Qualitätsprodukt angeboten, das praktischen Style, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung vereint. 

Dass die Welt dadurch ein wenig ruhiger wird, kein Klappern, kein Rasseln mehr, ist mehr als nur ein schöner Nebeneffekt.

Mahalo!

 

http://www.wunderkey.de

Wunderkey bei facebook

 

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenlos bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

 

 

 

 

Freitag, 08 September 2017 13:54

Wundrwatch, die Zeit ist dein Freund

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Uhren haben Zeiger, mindestens 2, ab und an 3, manchmal, im Falle vom GMT-Maschinen, auch 4 Zeiger. 

Stunde, Minute, Sekunde und im Falle der GMT die zweite Zeitzone, einen zweiten Stundenzeiger.

Die Sekunde zuckt sekündlich oder läuft sanft und fliessend, die Minute rückt minütlich vor, die Stunde stündlich. So kennt man das Zifferblatt. 0-3-6-9 ...

Hier haben wir eine andere Idee, eine andere Philosophie.

Die 24-Stunden-Uhr.

Klar, alle Uhren zeigen 24 Stunden an, aber hier läuft der Hase anders. Hier wird der Versuch unternommen, euch die Zeit auf eine neue, eine andere Art zu zeigen. Ein Gegenwert zur SmartWatch, dem SmartPhone als Zeiteisen. Ein Schmuckstück am Arm, das mehr wert ist, als die sekundengenaue Taktung eures Tages anzuzeigen. 

Die drei Macher hinter diesen Uhren, Yannick Pfister, Ayhan Celebi und Andreas Hemmerling haben sich mit viel Hingabe und Zeit(!) an dieses Projekt gewagt und eine Uhr geschaffen, die mich als bekennenden Uhr-Aficionado begeistert.

Eine Einzeiger-Uhr, die euch die Zeit ablesen und dabei die Zeit anders wahr nehmen lässt. Sie läuft doppelt so langsam wie eine normale Uhr, gewöhnungsbedürftig, ja, aber einmal dahinter gekommen, ist es immer wieder ein Erlebnis, die Zeit zu "erleben". Kein Sekundenzeiger erinnert euch daran, dass die Zeit rennt. Beim Auf-die-Uhr-Schauen wirst du entschleunigt, du nimmst die Zeit bewusster wahr, wirst achtsamer. 

Ein Hingucker sind die Uhren allemal, schon durch den Look mit dem einen Zeiger. Richtig klasse finde ich aber die Kombinationsmöglichkeiten, die verschiedenen Zifferblätter, die Auswahl an Armbändern, die Farben des Zeigers. Von der fast schon tooligen Freizeituhr in schwarz mit rotem Zeiger bis zum Dresser lassen sich hier Unmengen von Möglichkeiten durchspielen. Es stehen feine, superweiche Lederbänder sowie NATO-Bänder zur Auswahl.

Ich denke allerdings die Uhren würden richtig gut an einem Milanaise-Armband kommen, einfach ausprobieren.

 

Zur Technik. In den ruhigen Zeitmaschinen werkelt ein Schweizer Ronda-Werk, sie sind bis zu 100 m wasserdicht und mit einem extra gehärtetem und entspiegeltem Mineralglas ausgestattet. Das Gehäuse ist aus 316 L Stahl und hat 42 mm im Durchmesser, die Bänder lassen sich in Sekundenschnelle durch einen Schnellverschluss tauschen.

 

Schaut euch weiter unten die Galerie an, checkt die Website von Wundrwatch und überzeugt euch selber. Ich mag sie, die Wundrwatch! 

Für Leser von The Salty VooDoo gibts einen Rabatt von 10 %. Einfach beim Kauf den Rabatt-Code "Salty VooDoo" eingeben. 

Mahalo!

https://www.wundrstore.com

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Just saying!

Donnerstag, 20 Juli 2017 07:39

Spyderco Lil Nilakka, das nummerierte Messer

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Messer, und im speziellen Taschenmesser, gehören zur den beliebtesten Themen auf The Salty VooDoo. Diese kleinen scharfen Begleiter üben scheinbar nicht nur auf mich eine Anziehungskraft aus, der man(N) sich nur schwer entziehen kann. 

So ging es mir auch mit dem Spyderco Lil Nilakka. Es kam, ich sah und wurde besiegt. Dieses sehr eigene Messer hat es in meine Tasche geschafft, hier ein Versuch zu erklären, warum.

Ein Freund und ich saßen bei Bier und harter Fuet am Strand und wir stellten fest, dass das Messer, welches uns der Wirt für die Wurst zur Verfügung stellte, ein Witz war. Mein lieber Kollege stand darauf hin auf, griff in die Hosentasche und forderte das Spyderco ans Tageslicht. Er öffnete es und die Klinge rastete leise, aber doch sauber hörbar ein, die Wurst endete in Scheiben und das Messer in meiner Hand.

Der preisgekrönte finnische Messermacher Pekka Tuominen zeigte in diesem, dem finnischen Puukko Knife nachempfundenem Messer, warum er ein mehrfach ausgezeichneter Meister seines Fachs ist.

Noch geschlossen liegt es trotz seiner geringen Größe beachtlich in der Hand. So schwer können 74 Gramm sein. Die Schalen sind aus G10, einem Fiberglass-Laminat, elfenbeinfarben und griffig geriffelt.

Die Klinge verdient unser besonderes Augenmerk. S30V, ein pulvermetallurgischer Messerstahl.

Der Stahl wurde vom amerikanischen Unternehmen Crucible Industries entwickelt. Es handelt sich um einen rostfreien Stahl, der neben 1,45 % Kohlenstoff und 14 % Chrom auch Zugaben von 4 % Vanadium und 2 % Molybdän enthält. Damit soll eine gute Kombination von Zähigkeit, Schnitthaltigkeit und Korrosionsbeständigkeit erreicht werden.

Und Freunde, diese Klinge ist mit das Schärfste, was ich je in Händen hielt. Die spanische Hartwurst hatte nicht den Hauch einer Chance, das Messer gleitet durch das harte Stück und macht damit klar, dass eine extrem scharfe Klinge extrem sicher ist. Kein wackelnder Tisch, kein unkontrolliertes Hin und Her wie mit einer stumpfen Klinge, einfach schneiden, fertig.

Wie alle Messer von Spyderco ist auch dieses herausragend in seiner Verarbeitung und im Handling. Keine Sekunde erscheint bei diesem scharfen Stück irgendetwas unsicher oder unsauber. Die Klinge lässt sich schnellstens öffnen und schließen, der Clip hält es fest an seinem Ort. 

Die Maße  sind: 

  • Klingenlänge: 5,8 cm
  • Gesamtlänge: 14,1 cm

Die Klinge wird mit dem bewährten Liner Lock arretiert.

Die Messer dieser Reihe werden in einer limitierten Stückzahl hergestellt, alles sind nummeriert, für Sammler ein zusätzlicher Anreiz.

Viel Spass mit dem kleinen Spyderco.

 

Und immer wenn du denkst, du hast alles, steht plötzlich dein bester Kumpel neben dir und fragt: "Sag mal, mit dem Kulturbeutel willst du aus dem Haus??"

Wo er Recht hat, hat er Recht, das Ding ist weder stylisch noch ist es praktisch. Also los. Amazon ist dein Freund. 

Nach kurzer Recherche war ich überrascht, dass es passend zu meinen hier, hier und hier vorgestellten Taschen eine Reihe Kulturbeutel gibt, die klasse aussehen und noch dazu praktisch sind.

Ich habe mir drei Stück bestellt und mich letztlich für einen entschieden, für welchen lest ihr hier.

Der moderne Mann von heute pflegt sich gerne und gut. Der moderne Bartträger steigert das alles noch etwas.

Ich erkläre mal kurz, was so bei mir mit muss:

Alles für die Beißer, also Bürste und Creme.

Dudu-Osun, die Seife, schwarz und gut die ich hier beschrieben habe.

Arganöl für die Haut.

Ein Bartöl und ein Tiegel Balm.

Kamm und Bürste.

Deo.

Nagelbürste.

Aspirin!

Rasierzeug lass ich fast immer zu Hause, ich geh, wenn ich außerhalb bin, zu einem Barbier, lasse aber seltenst jemanden an meinem Bart, nur Konturen, fertig.

Wenn aber längere Trips auf dem Plan stehen, kommen noch ein Hobel und eine Flasche Floid dazu, hier beschrieben.

Na, dann mal her die Beutel.

Der erste war dieser hier:

Schick anzusehen, klasse verarbeitet, edel und gut. 

Super praktisch zum Aufhängen.

 

Wenn man nicht all zu viel dabei hat, der perfekte Begleiter, bei mir versagte das gute Stück etwa bei der Hälfte. Wenn ich fast alles reinbekam, ging die Tasche nicht mehr zu, schick, aber für mich leider unbrauchbar.

Auch war sie voll beladen alles andere als ausbalanciert an der Badtüre. Das große Fach vorne beult sich aus und hat quasi keinen Halt, dass mir fast alles rausgefallen wäre, tragisch bei Glasfläschchen und baren Füßen!

Also der nächste Beutel.

Der Klassiker in der Form und im Style exakt mein Ding. Stabil und einfach!

Und dann rein mit dem Zeug. Und ich war überrascht, was dieses klein anmutende Ding alles schluckt, bei seiner Größe von 25 cm Länge, 18 cm Höhe und 9 cm Breite. Die kleinen Taschen und das Fach mit dem Reissverschluss sorgen für Ordnung, passt!

Alles drin, Tasche geht zu und fühlt sich safe an.

Diese Kulturtasche gibt es in einigen interessanten Farbkombis. Die Graue ist aber klar mein Favorit.

 

Sollte ich die Dritte im Bunde auch noch ausprobieren? Klar.

Hier ist das schicke Stück.

Ein kleines bisschen schicker, aber auch ein kleines bisschen kleiner. Auch hier klasse Verarbeitung, fühlt sich gut an die Kleine.

Hier ihre Maße: 23 cm Länge, 13 cm Höhe, 9,5 cm Breite. Nur wenig kleiner, aber das kann schon reichen und man muss sich entscheiden was zu Hause bleiben muss.

Aber erst die Praxis, dann die Entscheidung. Nach einigen Versuchen war tatsächlich alles drin, genau die gleich Sachen wie bei der etwas Größeren, unglaublich. 

Damit war die Entscheidung gefallen, die Nummer 3 machte klar das Rennen, alles drin, kleiner in ihren Maßen und außen ein Fach mit Reissverschluss. 

Die beiden Letzteren sind übrigens durch eine Wachsbeschichtung wasserabweisend ausgestattet, prima Sache das.

Völlig egal, wie ihr euch entscheidet, mit den drei von mir hier getesteten Kulturbeuteln liegt ihr auf jeden Fall richtig. Alle drei sind top verarbeitet, sehen klasse aus und sind Meister in ihrem Fach. 

Hoffe euch etwas bei der Kaufentscheidung geholfen zu haben.

Mahalo!

 

Mittwoch, 07 Juni 2017 21:03

Rucksack? Klar. Aber mit Style!

geschrieben von

Ein Rucksack, nie im Leben, dachte ich. Aber wie transportiert man seine geliebte Hardware durch die Stadt auf dem Longboard oder wenn man beide Hände voll hat auf dem Flughafen?

Ok. Also her damit. Wie schon die Taschen, die ich hier und hier schon vorgestellt habe, musste mein Zukünftiger ein Materialmix aus Leder und Canvas sein. Und ich fand diesen großartigen, an einen Ranzen erinnernden Rucksack.

Das gute Stück gibt es in einer Menge Farben, für jeden was dabei. Ich liebe diesen Vintage-Look, und ich liebe es, wenn´s passt. 

 

Eine sensationelle Kombination, man(N) reist mit Style! 

Auch das Innenleben kann überzeugen, jede Menge kleiner Fächer und Taschen, teilweise mit Klettverschluss, teilweise Reissverschluss. Praktisch ist der Henkel am oberen, hinteren Teil vom Rucksack.

Einzig die beiden Taschen außen rechts und links sind für nicht mehr als ne Packung Kippen oder Taschentücher geeignet, sie sind schlicht eine Einladung für Taschendiebe.

Hier seht ihr noch zwei Farbkombinationen, die ich wirklich gelungen finde.

Und eigentlich ist das kein Rucksack, sondern ein Tornister.

Das Wort Tornister ist mittelgriechischen Ursprungs. Dort bezeichnete das Wort tágistron den Futtersack der Reiter. In der verschliffenen Form taistra drang das Wort über Rumänien in die polnische Sprache vor. Verbunden mit einem weiteren griechischen Wort, kánistron, das einen geflochtenen Korb bezeichnete, entstand im böhmisch-slowakischen Raum die Zusammensetzung tanistra (Futtersack). Über Böhmen kam das Wort in die deutsche Militärsprache und bezeichnete ab dem 18. Jahrhundert als „Tornister“ den Soldatenränzel.

Selbst wenn er voll ist, lässt er sich prima tragen, durch den Canvas am Rücke schwitzt man kaum, selbst bei kernigen Temperaturen, die breiten Riemen verteilen das Gewicht, glatte 10 Punkte für den Tragekomfort.

Die Maße sind perfekt, ob auf dem Bike, dem Board oder als Handgepäck im Flieger, das Ding passt überall.

Achtet beim Kauf aber unbedingt darauf, dass unterschiedliche Farbkombinationen auch unterschiedliche Funktionen und Ausstattungen mit sich bringen.

Hier ganz gut zu sehen beim Blauen! Schmalere Riemen, anderer Style!

Ob nun Tornister oder Rucksack, mit dem von mir hier vorgestellten Stück habt ihr ein stylisches Stück, um eure geliebten Gadgets zu transportieren oder beim Picknick einen schicken Auftritt hinzulegen.

In diesem Sinne eine gute Reise, Freunde.

Wer Messer kennt, kennt Opinel

Messer aus dem französischen Savoyen, Klappmesser mit Holzgriff, beliebt und viel genutzt bei Arbeiten auf dem Land und im Garten.

Joseph Opinel entwickelte diese Messer in der Werkstatt seines Vaters, einem Werkzeugmacher. 1896 stellten drei angestellte Handwerker täglich 60 Exemplare her. Im Jahre 1901 war die elterliche Werkstatt zu klein für die Messerproduktion geworden, so dass Opinel im gleichen Ort eine größere Werkstatt baute, in der er fünfzehn Mitarbeiter beschäftigte. Dort gab es erstmals einen Dynamo für die Stromversorgung. 1909 registrierte Joseph Opinel sein Markenzeichen, die gekrönte Hand, zur Kennzeichnung seiner Produkte.

Hier nun das Nr.8, das Outdoor-Messer von Opinel. Für die Klinge verwendet Opinel einen modifizierten Sandvik 12C27 Stahl mit einer Klingenstärke von 2,5 mm. Der integrierte Schäkelöffner und die 3,5 cm breite Teilsägezahnung erweitern die Einsatzmöglichkeiten. Das bewährte Virobloc-System arretiert die Klinge in geöffnetem und geschlossenem Zustand. Der robuste Kunststoff-Griff wird aus einer Polyamid-/Fiberglas-Kombination gefertigt. Obwohl in den Griff eine lautstarke Signalpfeife integriert wurde, blieb das typische Opinel-Design erhalten. Eine Kunststoff-Kordel ermöglicht das Befestigen des Messer an einem Haken, Rucksack oder Gürtel.

Und das alles zu einem extrem freundlichen Preis.

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"The cure for anything is salt water: sweat, tears or the sea." - Isak Dinesen.