Samstag, 03 Dezember 2016 08:44

Kleine Anleitung zur Meditation

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Hier findet ihr eine einfache Anleitung um mit der grundlegenden Atemmeditation beginnen können.

Sie ist das Fundament aller Meditation. 

Egal ob du Anfänger bist oder deine Sitzungen wieder aufnehmen willst, hier sind ein paar Tipps für jeden, der meditieren will.

Suche dir einen Platz, an dem du gerne bist, dich wohl fühlst und du einige Minuten deine Ruhe hast. Er sollte angenehm temperiert und gut belüftet sein.

Die Sache mit der Sitzposition wird of diskutiert und wie auch im Yoga oft als eine Art Wettbewerb gesehen. Wer im Lotussitz meditiert, meditiert nicht besser.

Wichtig sind zwei Dinge: Es muss bequem sein und es muss sich für euch "würdevoll" anfühlen. Ich persönlich sitze auf einem Zafu, ein traditionelles Sitzkissen, welches ich auf meine Größe abgestimmt gekauft habe.

Ich bin über 190 cm groß, somit habe ich mir ein relativ hohes Zafu besorgt. Ich kreuze meine Beine, aber eben nicht zum Lotussitz, meine Knie ließen und lassen das einfach nicht zu.

Setzt euch entweder auf das besagte Zafu oder auf ein Meditationsbänkchen, sollte euch das nicht zusagen, sucht euch einen Stuhl mit bequemer Sitzfläche.

Solltet ihr den Stuhl bevorzugen, hier einige Worte zur Haltung. Setzt euch bequem, aber ohne anzulehnen. Die Knie im rechten Winkel, die Füße flach auf dem Boden.

Egal, ob auf den Kissen oder Stuhl, würdevoll soll es sich anfühlen. Wir fangen unten an.

Ich rolle im Sitzen mit meinem Becken, bis ich das Gefühl habe meine Wirbelsäule reckt sich geradewegs senkrecht aus ihm heraus.

Dann gehe ich Wirbel für Wirbel nach oben und freue mich an der Leichtigkeit, ja Schwerelosigkeit, die sich in meinem Rücken breit macht. Alles strebt gen Himmel.

Habt das Gefühl, als würdet ihr um wenige Millimeter größer dadurch, eine unsichtbare Kraft zieht euch in eine aufrechte Haltung, die sich, und das ist das Wichtigste, selbst balanciert, sich selbst aufrecht erhält.

Die Augen habe ich dabei geschlossen. Aber auch hier gilt, mach was dich glücklich macht.  

Die Hände liegen entspannt auf den Oberschenkeln, die Handflächen nach unten. 

Währenddessen hast du vermutlich die ganze Zeit geatmet, ohne es zu merken. Was eigentlich schade ist, versorgt dich dein Atem doch mit mehr als nur der Luft zu leben.

Atme ein und aus, tief und bewusst, ganz wie es sich für dich richtig anfühlt, durch die Nase ein und durch den Mund aus. Die Zungenspitze berührt leicht den Gaumen, der Kiefer ist entspannt.

Atme tief in den Bauch und realisiere, wieviel Platz da ist. Euer Atem ist das Wichtigste auf der ganzen Welt. 

Denke an deine Haltung, liebe deine Haltung.

Ich bewege mich oft bei der Meditation, rolle mit den Schultern, dehne meine Halsmuskulatur durch Drehen des Kopfes, lockere mein Genick. Um danach wieder in die würdevolle, aufrechte Sitzhaltung zurückzukehren.

Gedanken kommen, Gedanken gehen, lasst sie, dazu sind sie da. Schaut euch eure Gedanken an, lasst sie vorbeiziehen und konzentriert euch wieder auf euch und eure Atmung und eure großartige wundervolle Haltung.

Fangt mit 5 Minuten täglich an, steigert euch langsam, denk daran, keine Competition. 

Und das Wichtigste: Nehmt das Gefühl der Würde und des Atems mit in den Alltag. Wann immer ihr an eure Meditation denkt, richtet eure Wirbelsäule aus, atmet tief durch und freut euch an diesem Gefühl und auf die nächste Sitzung. 

Namaste.

 

Letzte Änderung am Sonntag, 09 April 2017 11:31