Freitag, 23 Juni 2017 17:07

Interview mit Tomy von Beard and Shave

Ahoi Tomy! Beard and Shave gibt es seit 2014. Wie fing das Ganze an, wie kamst du dazu dem Mann und seiner Pflege einen Shop zu widmen?

Moin René! Bärte begleiten mich schon mein ganzen Leben. Bereits als kleiner Junge gehörte für mich ein Bart einfach zum Mann. Da ich viel unterwegs bin, gerne neue Leute kennenlerne und mit offenen Augen über diesen Planeten wandere, war die Idee schon vor dem Jahr 2014 sehr präsent in meinem Kopf. Als selbstständiger Grafik-& Mediendesigner besaß ich die nötige Handwerkskunst, um einen Shop zu designen. Als ich dann noch meine Partnerin Stella kennenlernte und sie dieser ganzen Idee sehr offen gegenüberstand, war der Grundstein für Beard and Shave gelegt.

Jeder der Beard and Shave kennt, kennt eure „beiden Gesichter“. Wer sind die Beiden und woher diese Idee?

Leider muss ich Dich und viele unsere Kunden nun offiziell enttäuschen. Die beiden schnieken Personen auf unseren Dankeskarten sind nicht wir (wir fühlen uns natürlich sehr geschmeichelt). Bei den beiden Personen handelt es sich um unser Beard and Shave Gesicht Günter und der fabelhaften, wunderschönen Sandra. Stella und ich ziehen lieber die Fäden im Hintergrund – dafür haben wir uns bewusst entschieden.

Euer Shop ist überaus reichhaltig im Angebot, ihr bietet Produkte für die Rasur genauso an wie Sonnenschutz und auch die  Pflege des geliebten neuen Tattoos und das dazu passende  Parfum finden ihren Platz bei euch. Was sind die Kriterien für euch was in eurem Shop angeboten wird und was nicht? Wie entscheidet ihr euch für oder gegen ein Produkt?

Man(n) kann heutzutage wirklich viel schädlichen und ungesunden Bullshit kaufen. Wir Männer sind in unserem Kaufverhalten teilweise einfach noch zu unreflektiert und machen uns zu wenig Gedanken was wir uns ins Gesicht/ Bart schmieren. Auch war das Angebot von wirklich guter, natürlicher Männerpflege so gut wie gar nicht vorhanden. Dabei sind auch wir bereit für Gutes ein paar Euros mehr auf den Tisch zu legen. Mir war wichtig, dass ein Kunde bei uns Pflege von Kopf bis Fuß bekommt. Dabei auch gerne Marken entdeckt von denen er bis dato noch nie etwas gehört hat oder auch alte Traditionsmarken für sich wieder neu entdeckt.

Kurz: die Inhaltsstoffe müssen überzeugen, optisch muss die Marke zum Shop passen, eine gewisse Handwerklichkeit hinter der Marke finden wir toll und das Image, welches die Marke vermittelt muss einfach einschlagen.
Welche Marke bei uns aufgenommen wird oder eben nicht ist immer eine Teamentscheidung!

Auch und gerade in der Haar- und Bart- und Körperpflege halten immer mehr vegane, ohne Tierversuche und fair hergestellte Produkte Einzug. Gibt es für den Kunden ein Label oder eine andere Möglichkeit die Aussagen der Hersteller bzgl. der Inhaltsstoffe, der Tests und der Herstellung glaubhaft zu überprüfen?

Das Problem an der ganzen veganen, organic und natürlichen Körperpflege ist, dass einige Begrifflichkeiten und Labels in Europa nicht wirklich geschützt sind. Da passiert es schnell, dass etwas als “organic” beworben wird – verkauft sich einfach besser. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wer wirklich genau wissen will, was er sich in den Bart oder ins Gesicht schmiert, schaut sich die Marke samt Inhaltsstoffe genauer an. Recherche ist mühsam, bringt aber enorm viel. Da ich einige Jahre im chemischen Bereich gearbeitet habe, ist es für mich einfacher Inhaltsstoffe zu durchleuchten. Aber nicht immer was sich nach Chemielabor anhört, kommt auch daher. Eine ehrliche Transparenz findet man vor allem bei kleineren Marken, die nicht an einen Großkonzernen gegliedert sind. Mit diesen kann man auch ganz unorthodox in eine Diskussion gehen!

Eure eigene Produktlinie, vegan und 100% natürlich, kam Ende 2016 auf dem Markt, vollkommen neu im Auftritt, das Öl und das Shampoo in vor Licht und Sonne  schützenden  Metall-Fläschchen mit Dosierkopf, das Balm, light und strong, das Wachs in dazu passenden Dosen mit Schraubverschluss, silber und einfach gehaltenes Design. Ein echter Hingucker im Bad zwischen dem sich doch an einen gemeinsamen Vintage-Look haltenden Style der Anderen. Wann war euch klar das ihr was Eigenes machen müsst und wie kam diese Leichtigkeit in eure Produkte? Der Duft hält den ganzen Tag ohne aufdringlich zu sein.

Vielen Dank für das Lob - geht runter wie Bartöl :-))) Uns war eigentlich von Anfang an klar, dass wir eine eigene Marke ins Leben rufen wollen. Nachdem wir uns allmählich am Markt etabliert hatten, ist aus Idee immer mehr Realität geworden. Wir haben lange nach einem Hersteller gesucht, der unsere Vorstellungen von natürlicher und veganer Bartpflege umsetzen konnte. Aus meiner Selbstständigkeit im Mediendesign wusste ich sofort, was mir gefällt und was zur Brand Beard and Shave passt. Ich persönlich stehe auf den cleanen, reduzierten Stil und habe versucht diesen im Design und bei der Auswahl der Flaschen umzusetzen.

Seit dem Frühjahr krönt nun auch ein neues Logo unseren Shop – auch hier war es an der Zeit sich weiterzuentwickeln.
Die Suche nach der richtigen Duftnote war dabei fast das Schwierigste. Der Markt bietet ja reichlich und uns war es wichtig nicht zu experimentell, aber auch nicht nachgemacht zu wirken. Wir haben uns riesig gefreut, dass der spritzige – fruchtige Duft von Sassy eingeschlagen hat. Selbst die Mädels im Büro pflegen ihre Haarspitzen mit unserem Bartöl :-))))

Der Bart erlebt eine Wiederauferstehung wie man es vor wenigen Monaten noch nicht für möglich gehalten hätte. Bärtige treffen sich gemeinsam um bei Whisky, Zigarren und dem Summen und Brummen der Tattoo-Maschinen und Trimmer ihrer zum Teil mächtigen Bärte zu frönen. Wohin geht die Reise? Deine Meinung: Was kommt, was geht, was bleibt vom Barte und seiner Mode?

Wie ich zu anfangs bereits erwähnt habe, Bärte waren schon immer da. Nur das soziale und kulturelle Zusammenleben hat sich verändert. Die Medien (Facebook, Instagram & Co.) spielen dabei ein entscheidene Rolle und warum auch nicht? Andere treffen sich auch um ihre Leidenschaften für z. B Sportarten oder Haustiere zu teilen, warum sollen das Bartträger nicht auch tun.
Sicherlich wird es wieder eine Zeit geben, da ist Mann vielleicht weniger dicht behaart oder huldigt seinem Bewuchs weniger Aufmerksamkeit. Aber der Bart wird nie aus dem Gesicht des Mannes verschwinden. 

Für Beard and Shave geht die Reise weiter Richtung Bart. Wir bringen in den nächsten Wochen noch zwei neue Duftlinien und eine komplett duftfreie Pflegeserie für den Bart raus. Und wer weiß, was noch so alles passiert. Wir sind für alles offen und freuen uns immer wieder neue Wege für den Mann zu entdecken!

Vielen Dank für deine Zeit Tomy und weiterhin viel Erfolg.

 

Beard and Shave

Im Dorfe 5

21629 Neu Wulmstorf

Deutschland 

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www.beardandshave.de

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Einen guten Tag, Carl. KNG Beard Care mit den charakteristischen Flaschen in Form eines Totenschädels. Seit wann gibt es das Label und wie kamst du dazu dich um Bärte zu kümmern?

Hi René. Die Idee für KNG BeardCare ist irgendwann Anfang 2015 entstanden. Seit dem 31. Oktober 2016 sind wir mit unseren Produkten am Markt. Die ersten Bartpflegeprodukte, die mir in die Finger kamen entsprachen nicht den Vorstellungen, die ich an ein Pflegeprodukt hatte. Ich wollte etwas komplett Natürliches, ohne Mineralöl und chemischen Zusätzen. So kam das ganze ins Rollen. Ich habe begonnen, mich mit den Zusammensetzungen von Pflegeprodukten auseinander zusetzen, zu experimentieren und zu lernen, um zu verstehen, was die Öle und Düfte bewirken und wie man sie optimal einsetzt und kombiniert. Gute Freunde und heutige Geschäftspartner haben mich dabei unterstützt, mitgeholfen und fleissig die neuesten Kreationen getestet.

Oberurnen, der Ort in der Schweiz, in dem du mit deiner Firma ansässig bist, sagt vermutlich kaum jemandem etwas. Es liegt fast genau in der Mitte zwischen Zürich und dem Fürstentum Liechtenstein, gleich neben dem wunderschönen Walensee. Der Fluss Linth, der See, die Berge direkt im Rücken. Sind deine Produkte, seid ihr in der Gegend verwurzelt?

Ja, unser Firmenstandort ist sehr ländlich gelegen, am Rande der Alpen und irgendwie doch zentral. So sind wir in 40 Minuten in Zürich und in die andere Richtung in der gleichen Zeit in Chur. Meine Geschäftspartner, wie auch ich, sind in dieser Gegend zwischen Seen und Bergen aufgewachsen. Es ist für uns ein sehr kreativer Ort. Mit viel Ruhe und Entschleunigung. Im Gebirgstal sind die Tage etwas kürzer, dafür die Nächte länger.

Zwei Produktlinien, eine vanillig-würzige und eine zitrus-frische Reihe, mein erster Gedanke war, das sind die Gegensätze wie Winter und Sommer, wie kalt und warm. Liege ich da richtig? Wie kam es zu den Düften?

Ja, das kommt so hin. Wobei eigentlich erst ein wirklich schwerer Duft mit starken Holznoten entstanden ist, welcher aber bei unseren Duft-Testerinnen gegen den heutigen süsslich-würzigen Duft durchgefallen ist. Und so entstand in einer dieser langen tiefschwarzen Nächte "deepest black", „green king“ ist der Gegensatz dazu. Ein sehr frischer, leichter Duft der perfekt in den Frühling und Sommer passt. Auch die Aufmachung unserer Öle symbolisiert diese Gegensätze. Der schwarzen Schädel bei „deepest black“ und der transparente beim „green king“

Ihr bietet für eine kleine Manufaktur ein erstaunlich komplettes Programm innerhalb der 2 Linien an, 3 Produkte je Linie, Öl, Balm und Wachs. Wie sind eure Erfahrungen, kaufen die Leute gerne ganze Sets, also alles aus einer Produktreihe?

Das stimmt und da kommt noch mehr ... Das Kaufverhalten ist sehr unterschiedlich. Von einem einzelnen Produkt über ein ganzes Set einer Produktreihe bis hin zur kompletten Produktpalette. Wichtig ist für uns, dass wir den Kunden von der Qualität unser Produkte überzeugen können, so dass seine nächsten Bartpflegeprodukte wieder von KNG BeardCare sind.

Der Green King ist Veganer! Mehr als nur ein Trend, eine Message, ein Standing. Wie kam es dazu?

Ein gutes Bartöl ist grundsätzlich immer auf pflanzlichen Ölen aufgebaut. Jedoch findet man am Markt sehr wenige Bartwachse und Balms, die ohne tierische Erzeugnisse auskommen. Auf die Idee hat mich mein Bruder gebracht, der seit Jahren einen veganen Lebensstil lebt. So ist die "green king" Familie entstanden, eine Bartpflegelinie, die komplett vegan ist. 

Wie siehst du die Bärtigen in der Zukunft, eine Mode, die wieder verschwinden wird?

Nein ich denke nicht, dass Bart tragen nur eine Mode ist. Mag sein, dass durch einen aktuellen Trend mehr Männer sich einen Bart wachsen lassen. Ein paar werden wieder verschwinden. Andere werden bleiben. Mein Vater trägt, seit ich lebe, einen Bart. Kannst du dir ein Leben ohne Bart vorstellen? Ich mir auch nicht!

Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Ich danke dir René und wünsche dir auch viel Erfolg mit deinen Vorhaben.


KNG BeardCare

Panoramastrasse 29

8868 Oberurnen

Switzerland

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https://www.kngbeardcare.com

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Bon Día Florian. jeder kennt den STENZ, doch wer steht dahinter?

Hiermit möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich bin Flo Ehrnböck, der Gründer der kleinen aber feinen Bartproduktschmiede STENZ – Beard Care mit Hauptquartier im bayerischen Wald. Es hat alles damit angefangen, dass ich es liebe, meine eigenen Sachen herzustellen. Da ich schon lange Bart trage und das auch mit Würde und Stolz, lag der Gedanke nahe, meine eigenen Bartpflegeprodukte vor dem Spiegel stehen sehen zu wollen. Gesagt, getan! Es hat ewige Monate gedauert bis meine ersten Produkte für mich perfekt waren. Es steckt viel Liebe, Zeit und Herzblut in der Umsetzung der ersten Reihe Hiagst. Natürlich werden bald weitere folgen.  Es erfüllt mich jedes mal mit Stolz, wenn ich jemanden sehe, der meine Produkte benutzt. Das ist der beste Lohn für die Mühe, die man sich mit eigenen Ideen macht. Produziert wird alles im wunderschönen Bayern, wo ich auch aufgewachsen bin und immer noch lebe. Es ist für mich eine wundervolle und spannende Aufgabe alles umzusetzen, was ich geplant habe. Ich hoffe, ihr freut euch genauso wie ich, dass wir es möglich machen können, regionale Produkte herzustellen, die unseren Bärten guttun.

Der STENZ! Assoziationen zu fensterlnden Lederhosen-Trägern, einem frischen Weissbier und einer zünftigen Blaskapelle im Hintergrund werden wach. Wer ist der große Unbekannte? Wer ist er, der STENZ?

Naja, das stimmt schon so. Für mich persönlich ist der STENZ ein Lausbub, der erwachsen geworden ist und natürlich auf ein gepflegtes Äußeres achtet. Im Grunde ist der STENZ ein Wanderstock eines Wandersmanns, der für mich auch die Reise meines Unternehmens symbolisieren soll und es auch tut.

Kirchberg im Walde, ein Namen wie aus einem Märchenbuch der Gebrüder Grimm, nordöstlich von München gelegen, bei vielen Motorradfahrern bekannte und beliebte Ecke mit viel Grün und viel Platz. Von dort kommt die Idee zu „Hiagst“, deiner ersten Produktreihe. Erzähl uns ein wenig von deiner Heimat, dem Duft deiner Heimat und wie dieser in deine Produkte findet.

Ich bin in Niederbayern geboren und auch dort aufgewachsen. War viel auf der ganzen Welt unterwegs und habe auch in einigen Städten gewohnt. Irgendwann kam der Punkt, wo ich wieder in meine Heimat wollte. Meine Ruhe haben bzw. finden. Es gibt für mich nichts Schöneres als bei mir direkt vor der Haustür arbeiten zu können und meine Ideen umzusetzen. Wenn man rausgeht, die frische Bergluft riecht, über die Wiesen schaut, die Kühe hört, das plätschernde Wasser usw. usw. ... Man muss das nicht näher ausführen, es ist einfach wunderbar. Somit habe ich versucht all meine Eindrücke in meine Produkte zu packen und ich hoffe das ist mir auch gelungen!?

Bärte waren im Bayrischen nie aus der Mode, wie pflegte der gepflegte bayrische Bartträger seinen Bart ohne den STENZ?

Das stimmt. Die meisten Männer benutzten einfach eine reine Naturseife für Körper und Bart und zum Zwirbeln eine Bartwichse. Mittlerweile fragen mich immer mehr nach Balm und Co. Ich finde es immer wieder schön, dass diese Kultur großen Anklang findet. Das freut mich sehr.

Der Bart und die Männer, wie werden wir, wie werden sie in Zukunft aussehen? Wie wird die Pflege aussehen? Dein Blick auf die Zukunft.

Mein Blick auf die Zukunft ist folgender. Der Bart bleibt. Soviel ist sicher. Es trennt sich dann nur der richtige Bartträger aus Überzeugung vom Mitläufer des Trends. Da wird sich noch einiges tun!!!

Wie sehen deine Pläne für das noch junge Jahr aus, arbeitest du an einer Erweiterung der Duft-und Produktpalette?

Natürlich arbeite ich ständig an neuen Produkten. Vor kurzem kam ja die Seife mit aufs Portfolio. Es stehen weitere Produkte in der Pipeline, die schon fertig sind. Man darf gespannt sein, so viel steht fest! ;) Was den Duft betrifft, da gibt es auch schon was Feines. Es steht nur noch kein Termin fest, wann und ob er dieses Jahr noch kommt. ;)

Vielen Dank, Flo, für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Ich habe zu danken. Immer wieder gerne. Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit deinem Blog.

Merci, der Stenz 


STENZ – Beard Care

Florian Ehrnböck

Hintberg 11

94259 Kirchberg im Wald

Germany

Der STENZ auf facebook

http://stenz-beard.com

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Hola Bastian, ein paar Worte zu deiner Person. Wie kam es, dass du nicht nur bärtig, sondern auch selber aktiv in der Bartszene wurdest?

Servus René! Ich hab eigentlich, seit mir der Bart wächst schon immer einen. Hab so ziemlich alle Formen ausprobiert, die es da so gibt. Seit etwa 15 Jahren hab ich einen Vollbart. Da ich relativ empfindliche Haut habe, hatte ich immer Probleme mit Schuppen im Bart, weil die Haut im Bartbereich sehr trocken ist. Da ich meistens schwarz trage, habe ich dann am Nachmittag immer weiße Punkte auf dem T-Shirt gehabt. Vor ca. 2 ½ Jahren war ich dann zum ersten mal in einem Barbershop, im Barber House in München. Cooler Laden! Und da kam ich zum ersten Mal mit Bartöl in Berührung. Und mit Bartöl hat es endlich geklappt, die trockene Haut unter dem Bart in Griff zu bekommen. Wenn ich mir heute morgens 2-3 Tropfen von meinem Bartöl in den Bart gebe, dann habe ich da den ganzen Tag keine einzige Schuppe mehr auf dem T-Shirt. Also war ich total begeistert von dem Produkt und da ich gerade in 12 Monaten Elternzeit war und Zeit hatte, habe ich abends ein bisschen rumgemischt. Bis daraus ein echtes Produkt wurde, hatte es nochmal über ein halbes Jahr gedauert, aber so fing alles an.

Dein Konterfei ziert all deine Produkte, auch sonst sieht man eigentlich niemand anderen als dich bei der Vermarktung. Eine One-Man-Show oder steht hinter dir ein Team?

Fast alle meine Freunde haben Vollbart. Sie haben mir viel bei der Entwicklung des Produktes geholfen. Und sie helfen mir bei der Produktion, so treffen wir uns zum Beispiel zum gemeinsamen Bekleben der Etiketten beim Kippen von ein paar Bierchen. Außerdem habe ich mittlerweile sehr viele Leute aus der “Barbershop/Bart/Kosmetik”-Szene kennengelernt, die mich sehr stark unterstützen. Und natürlich meine Freundin, die mein Lager daheim verwaltet :) Aber ansonsten macht es mir total viel Spaß, alles selber zu machen, vom Design der Verpackung, Website, Aufkleber bis hin zum persönlichen Ausliefern der Ware.

Du bist aus München Neuhausen. Ein Viertel mit vielen Kneipen, Lokalen, Restaurants, Münchner Stadtleben, wie man es sich vorstellt, um dich herum. Woher holst du deine Inspiration für deine erlesenen Produkte? Ist es die Stadt, ist es München oder zieht es dich da eher aufs Land?

Ich komme aus einem kleinen Ort aus der Nähe vom Chiemsee. Bin dem Chiemgau sehr verbunden und bin sehr oft dort. Ich versuche so viel wie möglich von der Region und dem Lebensgefühl in die Produkte zu stecken. Mein Claim “Rub in your beard and be happy” passt zu meiner Lebenseinstellung, die ich aus dem Chiemgau habe, dort ist man einfach etwas entspannter, freundlicher und meistens gut drauf :) Und im Bartbalm zum Beispiel ist Bienenwachs aus einem ganz kleinen Bienenstock in der Nähe des Dorfes, wo ich aufgewachsen bin.

Eisenkraut, ein klingendes Wort, ein kräftiges Wort und ein bestimmender Duft in deiner Reihe. Wie war der Weg zum Zusammenspiel deiner Zutaten in deinen Rezepten? Gibt es Pläne für eine erweiterte Produktpalette?

Ich war schon immer ein Fan vom Duft des Eisenkrauts bzw. Verbene. Meine Seife, Gesichtscreme etc. waren schon immer was in der Richtung. Deswegen war das von Anfang an bei meinen Experimenten das Eisenkraut dabei. Und dann hab ich halt ganz viel rumprobiert bis es mir, meiner Freundin und meinen Freunden getaugt hat. Ein paar weitere Produkte sind schon fertig, müssen aber noch getestet und angemeldet werden. Auch immer einer sehr schwieriger und langwieriger Prozess. Weiß noch nicht genau, was dann wirklich das nächste Produkt ist, das ich herausbringe, vielleicht mal ein etwas festeres Balsam/Wachs. Beim Duft werde ich erstmal bleiben, da gibts noch einige Produkte, die ich damit machen will.

München, Stadt der Mode, der Trachten und der Traditionen und der internationalen Besucher. Wo siehst du die Trends in Sachen Gesichtshaar bei Männern. Was kommt, was geht, was bleibt?

Mei, da bin ich selber gespannt. Bis jetzt, finde ich, ist noch nix vom Nachlassen des Trends zum Bart zu spüren. War vor ein paar Wochen mit einem kleinen Stand auf der Fashion Week in Berlin, da sind alle mit einem Riesen-Vollbart rumgelaufen.

Man sieht dich auf Photos vom New Heritage Festival, auf der Praterinsel beim Stijlmarkt bist du auch vertreten gewesen, wo findet man dich dieses Jahr noch?

Waren beides super Veranstaltungen. Fürs erste wars des jetzt erst mal. Ich sollte mich aber mal aus München rauswagen :) Wenn jemand was von einer coolen Veranstaltung/Markt wo viele Bärtige rumlaufen weiß, freue ich mich sehr über eine kurze Nachricht über meine Facebook Seite www.facebook.com/beyersoil. 

Viele Dank für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Danke Dir!


Beyer’s Oil
Bastian Beyer
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