Oktober 15, 2017

Interview mit Valentin von Wildwuchs Bartpflege

Hola Valentin, sag an, wann ging das los mit deiner Liebe zum Bart? Gude René,…
September 01, 2017

Interview mit Ioannis vom Jack the Ripper Tattoo & Barbershop in Stuttgart

Aloha Ioannis, wir kennen uns schon ewig aus dem Stuttgarter Nachtleben, haben uns dann viele…
August 26, 2017

Interview mit Marko von Beardpride

Grüß Gott Marko, erzähl uns doch, wie du zum Bart und der Pflege des Bartes…

Hola Valentin, sag an, wann ging das los mit deiner Liebe zum Bart?

Gude René, wie wir in Hessen sagen!

Relativ früh eigentlich, schon in meiner Jugend. Allerdings ist der Bartwuchs da ja naturgemäß noch relativ spärlich, daher waren die paar Gesichtshärchen noch nicht sonderlich ansehnlich, aber ich war trotzdem stolz drauf. Einige Jahre später war die Haardichte dann ausreichend für einen kurzen Vollbart und seitdem kann ich mich auch nicht erinnern jemals wieder kahlrasiert gewesen zu sein.

Wildwuchs, eigentlich ungewollt in Gesicht und Garten. Wie kamst du auf den Namen?

Da muss ich etwas ausholen. Unsere Geschichte begann etwas ungewöhnlich im Herbst 2015, als wir unsere Hochzeitsreise Fahrrad fahrend in Ostafrika verbrachten. Total glücklich und mit fünf Wochen Schotterpiste, wilden Tieren und Abenteuer vor uns, hatten wir so viel gedankliche Freiheit, dass hier beim stundenlangen Sitzen und Quatschen auf dem Tandem unsere erste Produktidee entstand. Aus der Not geboren, wegen nicht vorhandener Bartpflege-Produkte, ständigem Nomadenleben im Zelt und dementsprechend ziemlich wüst aussehendem Bart, fanden wir, dass es doch etwas kleines, leichtes für die Bartpflege unterwegs geben sollte. Und als wir dann auch noch das nächste Kilimanjaro-Feierabendbier ohne Flaschenöffner nur mit Tricks öffnen konnten, kam eins zum anderen.

Gleich nach unserer Rückkehr nach Deutschland kreierten wir unseren Schlüsselanhänger-Bartkamm „Beer & Beard“ durch viele Stunden CAD-Design, Prototyping, 3D-Druck-Mustern und Herstellersuche. Wir haben mit Materialien und Beschichtungen experimentiert und nach mehreren Überarbeitungen durch Kundenrückmeldungen ist es mittlerweile ein Produkt, mit dem wir sehr zufrieden sind. Der „Beer & Beard“ wurde super angenommen und war unser etwas ungewöhnlicher Einstieg in die Bartpflege-Welt.

Die Marke „Wildwuchs Bartpflege“ wurde angemeldet und nun mit immer mehr Leben gefüllt. Der Name soll an unsere Anfänge erinnern: Natur, Wildnis und Abenteuer.

Karibischer Duft aus Hanau, exotisch und ungewöhnlich. Was war der Anfang eurer Suche nach dem Duft für deiner Produkte? Wie lange hat die Entwicklung gedauert bis Wildwuchs so war wie du es wolltest?

Bei unserem Bartöl BART SPENCER haben wir die Duftnote aus ätherischen Ölen selbst kreiert, aber für die HAVANNA-Linie wollten wir einen richtig exotischen, ausgewogenen und unglaublich attraktiven Geruch haben, daher haben wir ein natürliches Parfüm gesucht, mit dem wir unsere Produkte verfeinern können. Bei einem französischen Parfümeur sind wir nach langer Suche fündig und glücklich geworden.

Hanau liegt in der Untermain-Ebene in einer Senke zwischen Wetterau und Vorspessart am nördlichen Rand des Oberrheinischen Tieflands. Eine Ecke in Deutschland die seit dem Mittelalter bis in die Neuzeit eine bewegte Geschichte hat. Wie spielt das in deine Produkte rein, welchen Einfluss hat deine Heimat auf Wildwuchs?

Hanau liegt flach am Main und in unmittelbarer Umgebung gibt es viele Wälder, Seen und einige Berge. Ich liebe die Kombination aus abwechslungsreicher Natur und städtischem Leben. Und zur Not ist auch Frankfurt auch nur ein paar Minuten entfernt.

Prägend für Wildwuchs Bartpflege ist auf jeden Fall der Faktor "Natur": draußen sein, Wildnis, Wildwuchs.

Was glaubst du, wohin bewegt sich der bärtige Mann, der Bart. Was bleibt, was wird gehen und was ging noch nie?

Die Bartszene boomt ja momentan. Nahezu jede Woche bringt ein neues Label ein Produkt auf den Markt und sogar die Drogerien haben erkannt, dass Bartpflege nicht mehr nur ein Nischenmarkt ist. Gut ist das vor allem, da der wichtigste Player im Game, der Mann mit Bart, einfach eine große Auswahl an großartigen Produkten vorfindet. Und so tolle Leute wie du helfen der Szene dabei die Spreu vom Weizen zu trennen, damit wir uns eben keine Schwermetalle ins Gesicht schmieren. "Natürlich" ist absolut wichtig bei Bartpflege und das wird zum Glück auch so bleiben.

Was Bartstile angeht, glaube ich, dass der Vollbart, der ja mächtig im Trend liegt, auch weiterhin populär bleibt. Aber so unterschiedlich, wie Menschen und Charaktere sind, gibt es auch für jeden Mann einen passenden Bartstil, der genau mit der Kopfform harmoniert, also nicht ein rundes Gesicht noch runder macht oder ein Schmales noch schmaler.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus für Wildwuchs aus? Kommt noch mehr aus deiner Schmiede?

Ja! Wir sind jeden Tag am Brainstormen, Stillstand ist Rückschritt ;-)

Wir experimentieren sehr viel und von uns werden noch einige innovative Produkte kommen: Bartspülung, Seife, Produkte zum Stylen oder Glätten und eine neue Version unserer beliebten Barttasse.

Viele Dank Valentin für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Danke dir für das Interview und mach' weiter so mit "Salty Voodoo". Du hast da ein tolles Projekt gestartet!

 

Wildwuchs Bartpflege

Geleitstraße 23

63456 Hanau

Deutschland

http://www.wildwuchs-bartpflege.de

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Aloha Ioannis, wir kennen uns schon ewig aus dem Stuttgarter Nachtleben, haben uns dann viele Jahre aus den Augen verloren. Dann kam der Bart mit Riesenschritten in die Gesichter der Männer zurück und auf einmal hatten wir wieder Kontakt. Wie erging es dir in den letzten Jahren, wie kam es, dass der Bart zu deiner Passion wurde? Erzähl uns was über deinen Barber Shop in Stuttgart, wie hat das alles angefangen?

Ich habe schon immer von einem Laden für Männer geträumt, ein Laden, wo keine Frauen Zutritt haben, ein Ort, an dem der Mann noch Mann sein kann, Männergespräche führen, ein Whisky, Bier etc. und dazu eine Zigarre zu Blues Musik, dazu sein Treatment, Wellness für den Mann, einfach mal abschalten und genießen. So entstand Jack the Ripper.

Einen Barbershop mit Life-Mucke und Tattoo-Artists hätte man früher Mischgewerbe genannt, wie läuft sowas heute? Was muss man beachten, wenn man sich auf diese Weise selbstständig machen will? Hygiene, Gesetze, Fallstricke. 

Man sollte getrennte Räumlichkeiten haben, dann ist das überhaupt kein Thema, was die Hygienevorschriften angeht. Was den Ausschank angeht, solange man kein Geld für die Drinks verlangt, braucht man auch keine Ausschanklizenz, deswegen sind die Drinks und Zigarren part of the Treatment bei uns.

Du hast strikte Regeln aufgestellt in deinem Shop. Klare Linien für deine Kundschaft. Erzähl uns doch mal die ein oder andere spassige Geschichte, die dir in deinem Laden passiert ist. Was für Kunden liebst du, welche schickst du sofort wieder raus?

Ja, Respekt wird bei uns groß geschrieben. Es interessiert mich nicht, wer du bist und was du hast, in meinem Laden sind alle gleich, wir sind alle per Du und alle werden gleich behandelt, egal aus welchen sozialen Verhältnissen, wir sind wie eine Familie. Wer unseren Shop betritt und nicht grüßt, der darf eigentlich gleich wieder gehen, denn er bekommt kein Service von uns. Ich liebe Kunden, die sich mit der Kultur des Barbiers befasst haben und wissen, was sie erwartet, wenn sie unseren Shop betreten. Diejenigen, die uns und unser Handwerk ihren Respekt zollen, die werden in den engeren Kreis der Familie aufgenommen und sind gerngesehene Gäste auch ohne sich ein Treatment bei uns abholen zu müssen.

Ioannis, du bist neben deiner Arbeit in deinem Barbershop unheimlich aktiv auf Festivals, Motorrad- und US-Car-Treffen und hast sogar noch Zeit gefunden den Gentleman's Club ins Leben zu rufen, Whisky- und Zigarren-Tastings in deinem Laden. Wie schaffst du das alles. was treibt dich an?

Ja, es ist nicht immer einfach und teilweise sehr Kräfte zehrend, aber die Leidenschaft und die Liebe zu dem, was wir tun und die Zufriedenheit unserer Kunden, das beflügelt mich und gibt mir die Energie, das alles unter einen Hut zu bekommen. Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht, was Besseres könnte mir nicht passieren und natürlich auch mein Team, ohne die Jungs wäre Jack the Ripper nicht da, wo wir heute sind !!!

Als Barber bist du immer mittendrin, bei all den Events und im Job. Deine Meinung ... Wohin gehts mit dem Style und dem Bart des Mannes? Was kommt, was geht und was ging noch nie?

Der Bart ist eine Lebenseinstellung, das ist kein einfacher Trend, jeder der seinen Bart liebt, hegt und pflegt, für den führt kein Weg an einem Barbier vorbei, das gleiche zählt für diejenigen, die sich einen klassischen Herrenhaarschnitt oder eine traditionelle Nassrasur mit allem, was dazugehört verpassen wollen und dabei einfach mal für 'ne gewisse Zeit die Gegenwart vergessen und sich einfach fallen und verwöhnen lassen wollen, nach traditioneller Barbierkunst! Ein absolutes No Go, Augenbrauen zupfen, irgendwelche Masken, Spitzen schneiden oder Undercuts. Wir sind ein traditioneller Barbershop und kein Kosmetikstudio!

Besten Dank, Ioannis, und weiterhin viel Erfolg!

Danke.

 

Jack the Ripper#Tattoo & Barbershop

Hackstr. 3

70190 Stuttgart

+49 176 45944439 

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Samstag, 26 August 2017 10:22

Interview mit Marko von Beardpride

Grüß Gott Marko, erzähl uns doch, wie du zum Bart und der Pflege des Bartes kamst und wie die Anfänge von Beardpride waren. Wann ging das los?

Hallo Rene! Ich hatte eigentlich schon immer ein "Bärtchen", also so eines, was man damals auch auf Geschäftreise bedenkenlos tragen konnte. Dann, 2015, hab ich mal "wachsen lassen" und meine Frau war schnell der Meinung, dass es wohl okay wäre - allerdings müsse da mal ein Fachmann ran, der den Bart entsprechend in Form bringt. So ging ich das erste Mal in einen Barbershop (Joseph´s in Kleinenbroich). Dort empfahl man mir das doch störrische Haar und meine trockene Haut mit einem Bartöl etwas zu pflegen. Das fühlte sich dann auch erst mal toll an, mit dem Produkt, was ich dann kaufen konnte. Allerdings - einmal auf den Geschmack gekommen - habe ich mir dann im Internet noch mehr Produkte kommen lassen, da bei mir das erste Produkt etwas allergische Reaktionen ausgelöst hatte (ich kann künstliche Duftstoffe nicht vertragen). Bei allen gekauften Produkten hatte ich das gleiche Problem. Aufgemacht - nicht gemocht oder vertragen - weggeschmissen. Ja, Mensch, wo kann ich denn mal probieren, bevor ich kaufe? Das fand ich sehr ärgerlich. Und die angebotenen Qualitäten fand ich ebenso ärgerlich. Da ich eigentlich selber Ahnung von Ölen und Fetten habe, fing ich selber an, meine Mischung zu finden. Ich war mir gegenüber sehr spendabel und habe nur die teuersten Basisöle organisiert - alle kalt gepresst mit der vollen Ladung Vitamine und den längsten Kohlenwasserstoffmolekülen, die ich finden konnte.
Ich brauch ja nur 3 Tropfen am Tag - warum sollte ich da an den Rohstoffen sparen?
Der Rest ist Geschichte. Der Barber wunderte sich über den hervorragenden Zustand meiner Haut und des Bartes und wollte mal "testen" - zack, musste ich eine Firma gründen, EU-konforme Sicherheitsbewertungen erstellen lassen, Teile des Hauses zu Produktionsräumen ausbauen etc..

Beardpride verfolgt ein anderes Konzept als die meisten deiner Mitbewerber. Woher diese Idee und inwieweit unterscheidet sich dein Marketing von Direkverkäufern?

Aus der selber gemachten Erfahrung wollte ich, dass meine "Bartbros" meine Produkte erst ausgiebig testen können, bevor sie sich entschließen, das Produkt zu kaufen. Da ich selber im Barbershop hervorragend beraten wurde, war klar, dass es dort passieren musste. Die Fachleute haben die Qualität sofort bemerkt und konnten mit dieser, ohne großes Marketing meinerseits, sehr gut beraten. Diese Beratungsarbeit muss bezahlt werden - da kann es nicht sein, dass es parallel die Produkte noch bei Amazon und Co gibt. Keiner meiner Bartfreunde soll mein Produkt ungetestet kaufen müssen - so gibt es keine Enttäuschungen - alles ist fair und ehrlich.

Erklär doch dem geneigten Frischling in Sachen Ölgemisch, wie man es schafft, erfolgreich zu werden und zu bleiben. Wie fängt man an und wie auf keinen Fall?

Die Rezepte habe ich aus meinem Fachwissen heraus konzipiert und dann natürlich getestet. Dann kommt es darauf an, dass man seine Lieferanten kennt. Ich kenne den Besitzer der marrokanischen Arganöl-Produktion genau so, wie den Hersteller des Mandelöls etc. Die Qualität steht für mich an oberster Stelle. Ich teste jede Charge und stelle ja auch alle Produkte händisch ohne Maschinen her. Sobald hier haptisch oder sensorisch eine Rohölcharge abweicht - bekomme ich das sofort mit. Die meisten, der am Markt erhältlichen Produkte, werden allerdings industriell bei Kosmetikfirmen produziert. Der Rest ist dann nur Marketing - ein schönes Label und etwas blabla. Die großen Kosmetik-"Mischer" sind dann natürlich an möglichst günstigen Rohstoffen interessiert, um die Margen zu erhöhen. Mir ist die Marge völlig egal - ich will das beste Produkt machen - basta.

Köln, die Base von Beardpride - die Stadt pulsiert, Partyleben, Kultur und Geschichte, wo man hinschaut. Beeinflusst die Domstadt deine Produkte? Woher kommen deine Ideen zu den herausragenden Duftkombis in deinem Sortiment?

Köln pulsiert in mir - dat is doch klar! Die Düfte sind bei meinen ersten vier Mischungen allerdings nicht wegen des Duftes entstanden. Ja, hört sich komisch an, aber ich verwende dort eigentlich nur 100 % naturreine ätherische Öle, die auch eine haut- und haarregulierende Wirkung haben. Mir ging es dabei eher um die Beruhigung oder Desinfektion der Haut als um den Geruch. Die Basisöle machen natürlich die Pflege aus, aber auch die kleinen Anteile der ätherischen Öle haben eine Wirkung. Ab Öl Nummer 5 (Karamel und Sandelholz) habe ich dann auch mit dem Geruch gespielt, weil ich merkte, dass doch viele Kunden sehr geruchsaffin sind. Für mich persönlich soll Bartöl oder Balsam kein Parfumersatz sein, sondern höchstens mal angenehm dezent duften. Das ist gut für aller Allergiker, nebenbei bemerkt. Für die ganzen Duftliebhaber hab ich dann mit der Nummer 6 (Lignum - lat. Holz) natürlich mal stark auf den Duft geachtet. Wie gesagt, die Pflege ist durch die Basismischung immer identisch.
Das mit den ganzen Duftfreaks, das wurde mir bewusst, als ich die Tropicbutter entwickelt habe. Das ist wie eine Haarkur aus Sheabutter, Kokosöl etc. und das duftet nach Orange und Kokos. Die Leute sind ausgeflippt und lieben den Geruch. Da dachte ich mir - okay, darauf muss ich wohl auch achten...

Displays aus Holz, Altholz, grob und schlicht und dadurch schon wieder ein Blickfang. Spitzen Idee, wie ich finde, die Bartgemeinde liebt solche Details, solche kleinen Dinge. Woher dieser Einfall?

Holz ist meine eigentliche Leidenschaft und auch mein Beruf. Ich bin seit 25 Jahren in der Holzbranche weltweit unterwegs. Da ich leider kein Handwerker im Hauptberuf bin, mache ich das natürlich leidenschaftlich in meiner Freizeit und da war doch irgendwann klar, als da 20 Flaschen Bartöl aus eigener Produktion im Badezimmer rumstanden, dass dort ein 1A Sockel der Ordnung halber hin musste. Heute mache ich jede Menge der Sockel, die überall als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk gefragt sind. Alles Sockel mache ich selber und sind seit Neuesten (auf Wunsch eines Kunden) auch von mir signiert.

Köln und Mode gehören zusammen wie Kölle und der Karneval. Am Puls der Zeit sitzend, deine Vision für den Mann und seinen Bart der nächsten Jahre. Was bleibt, was geht und was ging nie?

Da bin ich, ehrlich gesagt, der falsche Ansprechpartner. Aber was auch immer da an Bärten gefragt ist - meine Aufgabe ist es, dass sich der Bart gut anfühlt und er und die darunter liegende Haut gesund sind.
Da meine Tochter ihren Spliss mit Bartöl erfolgreich bekämpft hat, haben wir auch eine kleine Serie mit zwei Ölen für die Haarspitzen der Damen im Programm. Nach meiner Tochter benannt, Lina-Care, findet man diese nun auch im Frisör exklusiven Vertrieb.

Besten Dank Marko und weiterhin viel Erfolg!

Danke!

 

Beardpride

Miriam Schulze

Klinkenweg 20

50189 Elsdorf
 
Deutschland
 
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Hi Nahrun, wer ist Sargon und wann und wie kam es dazu, dass die Pflege von Bärten dir am Herzen liegt?

Servus René, 

Sargon ist einer der berühmtesten und mächtigsten Könige des antiken Assyriens gewesen. Er hat unglaublich viel geleistet, wie sämtliche Stadtstaaten zu vereinen oder ferne Länder zu erobern. Davon mal abgesehen, hatte er einen unglaublich prächtigen Bart. Er war der Held der Antike und um ihm diese Ehre zu erweisen, entschieden wir uns unsere Firma nach ihm zu benennen.

Das ist eine sehr gute Frage. Alles begann als Hobby und machte unheimlich viel Spaß immer wieder neue Öle zu kreieren und zu testen. Anfangs hatte ich kaum Fachkenntnisse und habe im Internet recherchiert, verschiedene Düfte und Rezepturen und auch mal fertige Öle ausprobiert. Diese gefielen mir persönlich überhaupt nicht, da sie fast alle gleich rochen. Also ging ich wieder zu meinen eigenen Mixturen über. Nach langem Ausprobieren hatte ich meine Öle fertig, die ich jeden Tag anwendete. Dafür bekam ich aus meinem Freundes- und Verwandtenkreis ein so positives Feedback, dass die Idee aufkam das eigene Öl zu vermarkten.

Woher kommst du, wo liegen deine Wurzeln und wie muss man sich die Tradition rund um den Bart dort vorstellen?

Geboren und Aufgewachsen bin ich in dem schönen Städtchen am Main, namens Aschaffenburg, das Nizza von Bayern. Bei meinen Wurzeln wird die Sache etwas komplizierter. Von den alten Assyrern abstammend vertrieb es unser Volk, nach dem Zerfall des assyrischen Reiches, durch den gesamten Orient. Unsere Muttersprache ist Aramäisch, die Sprache die Jesu gesprochen hat.

Die Tradition rund um den Bart in meiner Heimat hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. Im antiken Assyrien galt der Bart als Ausdruck der Männlichkeit und war fester Bestandteil der Gesellschaft. Dieser war in höheren Gesellschaftsschichten ein Statussymbol und musste gehegt und gepflegt werden. Mit der Zeit verlor der Bart seine Bedeutung, weshalb lange Zeit Bartträger als ungepflegt empfunden wurden. Diese Zeiten sind zum Glück wieder vorbei!

Das Logo, das Design eurer Produkte, alles passt perfekt zusammen. Der Kamm, die Bürste und die unfassbar schicke Kiste zu Sargon´s - Legacy.  Bei genauerem Hinsehen fallen einem aber Schriftzeichen auf, die man aus dem Geschichtsunterricht zu kennen glaubt. Was sind das für Zeichen und was bedeuten sie und was bedeutet „Code Hamurabi“?

Vielen Dank, René. Richtig, die Schriftzeichen sollte jeder schon einmal gesehen haben. Das ist die Keilschrift, die erste Schrift, die es weltweit gab, noch älter als die Hieroglyphen der Ägypter. Die Keilschrift ist eine sehr komplexe Schrift, die zu ihren Anfängen über 5000 Zeichen hatte. In ihrer einfachsten Form besaß die Keilschrift immer noch ca. 350 verschiedene Schriftzeichen. Heute ist die Keilschrift ausgestorben, aber nach einer vertraulichen, aber verlässlichen Quelle, bedeuten diese Zeichen folgendes: „Mit großem Bart, folgt große Verantwortung.“ Nein, Spaß beiseite uns war es einfach sehr wichtig viele bekannte Elemente unserer Vorfahren in das Design zu nehmen, wie auch den Code Hamurabi. Hammurabi war ein Babylonischer König, welcher zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit Gesetze schriftlich festhalten lies, um das einfache und zivilisierte Zusammenleben der Menschen zu ermöglichen. Diese 282 Rechtssätze (Gesetze), von denen auch die 10 Gebote aus dem Alten Testament abgeleitet sind, ließ er zusammen mit Gebeten, solche für die Götter und solche, die ihn als König anpreisen, auf einer steinernen Stele niederschreiben. Natürlich haben wir nicht den eigentlichen Codex übernommen, sondern für euch und eure Bärte unsere eigenen Regeln und Gesetze gestaltet, damit ihr die perfekte Pflege bekommt:

#1 Grow a beard

#2 Take care of your beard

#3 Keep your beard in shape

Euer Öl und das Balm ragen aus der Masse der Düfte durch ihren orientalischen Touch heraus. Mutig und erfreulich für den, der es liebt. Wie kam es zu der Mischung, wie lange und wo habt ihr experimentiert und vor allem woran habt ihr letztlich fest gemacht, genau mit diesem Duft auf den Markt zu gehen?

Wir haben unzählige Stunden damit verbracht, die Mischung unseres Öls und Balsams zu kreieren. Wie bereits erwähnt, wollten wir einen völlig neuen Duft kreieren, da uns die meisten Bartöle vom Duft her nicht passten. Sehr viele davon haben entweder eine holzige oder unglaublich süße Note und davon wollten wir uns abheben. Geprägt durch den Rosenduft in Omas Garten war klar, dass dieser die Basisnote bilden wird. Nach einigen Kombinationen verschiedener Düfte kamen wir zum perfekten Duft ‚Flower of Babylon‘. Das dauerte ca. 1,5 Jahre, bis wir mit dem Ergebnis zufrieden waren und das Öl anderen Herren zum Testen gaben. Das wahnsinnig positive Feedback, dass wir erhalten haben, war letztendlich der ausschlaggebende Punkt für diese Entscheidung. Vor allem das Feedback der Partnerinnen unserer Tester. Das Experimentieren fand in der heimischen Küche statt.

Wir bärtigen Männer haben eine regelrechte Sucht nach Neuem entwickelt. Raus mit der Sprache. Plant ihr eure Produktpalette zu erweitern?

Tatsächlich haben wir noch einiges für euch geplant. Momentan arbeiten wir an einem natürlichen Bartshampoo, passend zur Flower of Babylon. Mehr wollen wir noch nicht verraten, seid gespannt und freut euch drauf.

Ich war vor einigen Tagen in Berlin und hatte viel Freude daran, unter anderem einen mit euch befreundeten Barber-Shop zu besuchen. Unglaublich viele wunderschöne Bärte habe ich gesehen, aber auch eine gewisse Inflation gespürt. Was glaubst du. Wird der Bart uns erhalten bleiben, gibt es neue Trends in den Stilen? Wohin geht der Bart des Mannes?

Ich bin fest davon überzeugt, dass uns der Bart noch lange Zeit erhalten bleibt. Er feierte in den letzten Jahren sein langersehntes Comeback und hat sich seinen Platz in der Gesellschaft zurück erobert. Diesen wird er so schnell nicht wieder hergeben. Ich mein', wenn man sich mal die Geschichte anschaut, bzw. sich Bilder von Herren aus der Geschichte anschaut, sieht man fast immer nur Männer mit Bart. Sei es der Schnauzer, der kaiserliche Backenbart oder der vollbärtige Outlaw im Westen. Abgesehen vom 20. Jahrhundert, hatte der Bart in jedem Jahrhundert seinen Platz. Wir sind endlich wieder an einem Punkt angelangt, an dem der Mann wieder MANN sein darf und das ist auch gut so!

Natürlich wird es neue Stile geben, so wie sich in der Vergangenheit die Stile änderten, so werden sich auch die Bärte der Männer heute verändern. So freue ich mich unheimlich, immer mehr Männer zu sehen, die „nur“ einen wunderschön gezwirbelten Schnauzer tragen. 

Besten Dank, Nahrun und weiterhin viel Erfolg!

Sehr gerne! Vielen Dank für das nette Interview und bis ganz bald.

  

Sargon´s Original

Schützweg 2

63743 Aschaffenburg

Deutschland 

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Freitag, 23 Juni 2017 17:07

Interview mit Tomy von Beard and Shave

Ahoi Tomy! Beard and Shave gibt es seit 2014. Wie fing das Ganze an, wie kamst du dazu dem Mann und seiner Pflege einen Shop zu widmen?

Moin René! Bärte begleiten mich schon mein ganzen Leben. Bereits als kleiner Junge gehörte für mich ein Bart einfach zum Mann. Da ich viel unterwegs bin, gerne neue Leute kennenlerne und mit offenen Augen über diesen Planeten wandere, war die Idee schon vor dem Jahr 2014 sehr präsent in meinem Kopf. Als selbstständiger Grafik-& Mediendesigner besaß ich die nötige Handwerkskunst, um einen Shop zu designen. Als ich dann noch meine Partnerin Stella kennenlernte und sie dieser ganzen Idee sehr offen gegenüberstand, war der Grundstein für Beard and Shave gelegt.

Jeder, der Beard and Shave kennt, kennt eure „beiden Gesichter“. Wer sind die Beiden und woher diese Idee?

Leider muss ich Dich und viele unsere Kunden nun offiziell enttäuschen. Die beiden schnieken Personen auf unseren Dankeskarten sind nicht wir (wir fühlen uns natürlich sehr geschmeichelt). Bei den beiden Personen handelt es sich um unser Beard and Shave Gesicht Günter und der fabelhaften, wunderschönen Sandra. Stella und ich ziehen lieber die Fäden im Hintergrund – dafür haben wir uns bewusst entschieden.

Euer Shop ist überaus reichhaltig im Angebot, ihr bietet Produkte für die Rasur genauso an wie Sonnenschutz und auch die Pflege des geliebten neuen Tattoos und das dazu passende Parfum finden ihren Platz bei euch. Was sind die Kriterien für euch, was in eurem Shop angeboten wird und was nicht? Wie entscheidet ihr euch für oder gegen ein Produkt?

Man(n) kann heutzutage wirklich viel schädlichen und ungesunden Bullshit kaufen. Wir Männer sind in unserem Kaufverhalten teilweise einfach noch zu unreflektiert und machen uns zu wenig Gedanken, was wir uns ins Gesicht/ Bart schmieren. Auch war das Angebot von wirklich guter, natürlicher Männerpflege so gut wie gar nicht vorhanden. Dabei sind auch wir bereit für Gutes ein paar Euros mehr auf den Tisch zu legen. Mir war wichtig, dass ein Kunde bei uns Pflege von Kopf bis Fuß bekommt. Dabei auch gerne Marken entdeckt, von denen er bis dato noch nie etwas gehört hat oder auch alte Traditionsmarken für sich wieder neu entdeckt.

Kurz: die Inhaltsstoffe müssen überzeugen, optisch muss die Marke zum Shop passen, eine gewisse Handwerklichkeit hinter der Marke finden wir toll und das Image, welches die Marke vermittelt muss einfach einschlagen.
Welche Marke bei uns aufgenommen wird oder eben nicht, ist immer eine Teamentscheidung!

Auch und gerade in der Haar- und Bart- und Körperpflege halten immer mehr vegane, ohne Tierversuche und fair hergestellte Produkte Einzug. Gibt es für den Kunden ein Label oder eine andere Möglichkeit die Aussagen der Hersteller bzgl. der Inhaltsstoffe, der Tests und der Herstellung glaubhaft zu überprüfen?

Das Problem an der ganzen veganen, organic und natürlichen Körperpflege ist, dass einige Begrifflichkeiten und Labels in Europa nicht wirklich geschützt sind. Da passiert es schnell, dass etwas als “organic” beworben wird – verkauft sich einfach besser. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wer wirklich genau wissen will, was er sich in den Bart oder ins Gesicht schmiert, schaut sich die Marke samt Inhaltsstoffe genauer an. Recherche ist mühsam, bringt aber enorm viel. Da ich einige Jahre im chemischen Bereich gearbeitet habe, ist es für mich einfacher Inhaltsstoffe zu durchleuchten. Aber nicht immer was sich nach Chemielabor anhört, kommt auch daher. Eine ehrliche Transparenz findet man vor allem bei kleineren Marken, die nicht an einen Großkonzernen gegliedert sind. Mit diesen kann man auch ganz unorthodox in eine Diskussion gehen!

Eure eigene Produktlinie, vegan und 100% natürlich, kam Ende 2016 auf dem Markt, vollkommen neu im Auftritt, das Öl und das Shampoo in vor Licht und Sonne schützenden Metall-Fläschchen mit Dosierkopf, das Balm, light und strong, das Wachs in dazu passenden Dosen mit Schraubverschluss, silber und einfach gehaltenes Design. Ein echter Hingucker im Bad zwischen dem sich doch an einen gemeinsamen Vintage-Look haltenden Style der Anderen. Wann war euch klar, dass ihr was Eigenes machen müsst und wie kam diese Leichtigkeit in eure Produkte? Der Duft hält ja den ganzen Tag ohne aufdringlich zu sein.

Vielen Dank für das Lob - geht runter wie Bartöl :-))) Uns war eigentlich von Anfang an klar, dass wir eine eigene Marke ins Leben rufen wollen. Nachdem wir uns allmählich am Markt etabliert hatten, ist aus Idee immer mehr Realität geworden. Wir haben lange nach einem Hersteller gesucht, der unsere Vorstellungen von natürlicher und veganer Bartpflege umsetzen konnte. Aus meiner Selbstständigkeit im Mediendesign wusste ich sofort, was mir gefällt und was zur Brand Beard and Shave passt. Ich persönlich stehe auf den cleanen, reduzierten Stil und habe versucht, diesen im Design und bei der Auswahl der Flaschen umzusetzen.

Seit dem Frühjahr krönt nun auch ein neues Logo unseren Shop – auch hier war es an der Zeit sich weiterzuentwickeln.
Die Suche nach der richtigen Duftnote war dabei fast das Schwierigste. Der Markt bietet ja reichlich und uns war es wichtig nicht zu experimentell, aber auch nicht nachgemacht zu wirken. Wir haben uns riesig gefreut, dass der spritzige – fruchtige Duft von Sassy eingeschlagen hat. Selbst die Mädels im Büro pflegen ihre Haarspitzen mit unserem Bartöl :-))))

Der Bart erlebt eine Wiederauferstehung, wie man es vor wenigen Monaten noch nicht für möglich gehalten hätte. Bärtige treffen sich gemeinsam um bei Whisky, Zigarren und dem Summen und Brummen der Tattoo-Maschinen und Trimmer ihrer zum Teil mächtigen Bärte zu frönen. Wohin geht die Reise? Deine Meinung: Was kommt, was geht, was bleibt vom Barte und seiner Mode?

Wie ich zu anfangs bereits erwähnt habe, Bärte waren schon immer da. Nur das soziale und kulturelle Zusammenleben hat sich verändert. Die Medien (Facebook, Instagram & Co.) spielen dabei ein entscheidende Rolle und warum auch nicht? Andere treffen sich auch um ihre Leidenschaften für z. B. Sportarten oder Haustiere zu teilen, warum sollen das Bartträger nicht auch tun?
Sicherlich wird es wieder eine Zeit geben, da ist Mann vielleicht weniger dicht behaart oder huldigt seinem Bewuchs weniger Aufmerksamkeit. Aber der Bart wird nie aus dem Gesicht des Mannes verschwinden. 

Für Beard and Shave geht die Reise weiter Richtung Bart. Wir bringen in den nächsten Wochen noch zwei neue Duftlinien und eine komplett duftfreie Pflegeserie für den Bart raus. Und wer weiß, was noch so alles passiert. Wir sind für alles offen und freuen uns immer wieder neue Wege für den Mann zu entdecken!

Vielen Dank für deine Zeit, Tomy, und weiterhin viel Erfolg.

 

Beard and Shave

Im Dorfe 5

21629 Neu Wulmstorf

Deutschland 

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www.beardandshave.de

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Einen guten Tag, Carl. KNG Beard Care mit den charakteristischen Flaschen in Form eines Totenschädels. Seit wann gibt es das Label und wie kamst du dazu dich um Bärte zu kümmern?

Hi René. Die Idee für KNG BeardCare ist irgendwann Anfang 2015 entstanden. Seit dem 31. Oktober 2016 sind wir mit unseren Produkten am Markt. Die ersten Bartpflegeprodukte, die mir in die Finger kamen entsprachen nicht den Vorstellungen, die ich an ein Pflegeprodukt hatte. Ich wollte etwas komplett Natürliches, ohne Mineralöl und chemischen Zusätzen. So kam das ganze ins Rollen. Ich habe begonnen, mich mit den Zusammensetzungen von Pflegeprodukten auseinander zusetzen, zu experimentieren und zu lernen, um zu verstehen, was die Öle und Düfte bewirken und wie man sie optimal einsetzt und kombiniert. Gute Freunde und heutige Geschäftspartner haben mich dabei unterstützt, mitgeholfen und fleissig die neuesten Kreationen getestet.

Oberurnen, der Ort in der Schweiz, in dem du mit deiner Firma ansässig bist, sagt vermutlich kaum jemandem etwas. Es liegt fast genau in der Mitte zwischen Zürich und dem Fürstentum Liechtenstein, gleich neben dem wunderschönen Walensee. Der Fluss Linth, der See, die Berge direkt im Rücken. Sind deine Produkte, seid ihr in der Gegend verwurzelt?

Ja, unser Firmenstandort ist sehr ländlich gelegen, am Rande der Alpen und irgendwie doch zentral. So sind wir in 40 Minuten in Zürich und in die andere Richtung in der gleichen Zeit in Chur. Meine Geschäftspartner, wie auch ich, sind in dieser Gegend zwischen Seen und Bergen aufgewachsen. Es ist für uns ein sehr kreativer Ort. Mit viel Ruhe und Entschleunigung. Im Gebirgstal sind die Tage etwas kürzer, dafür die Nächte länger.

Zwei Produktlinien, eine vanillig-würzige und eine zitrus-frische Reihe, mein erster Gedanke war, das sind die Gegensätze wie Winter und Sommer, wie kalt und warm. Liege ich da richtig? Wie kam es zu den Düften?

Ja, das kommt so hin. Wobei eigentlich erst ein wirklich schwerer Duft mit starken Holznoten entstanden ist, welcher aber bei unseren Duft-Testerinnen gegen den heutigen süsslich-würzigen Duft durchgefallen ist. Und so entstand in einer dieser langen tiefschwarzen Nächte "deepest black", „green king“ ist der Gegensatz dazu. Ein sehr frischer, leichter Duft der perfekt in den Frühling und Sommer passt. Auch die Aufmachung unserer Öle symbolisiert diese Gegensätze. Der schwarzen Schädel bei „deepest black“ und der transparente beim „green king“

Ihr bietet für eine kleine Manufaktur ein erstaunlich komplettes Programm innerhalb der 2 Linien an, 3 Produkte je Linie, Öl, Balm und Wachs. Wie sind eure Erfahrungen, kaufen die Leute gerne ganze Sets, also alles aus einer Produktreihe?

Das stimmt und da kommt noch mehr ... Das Kaufverhalten ist sehr unterschiedlich. Von einem einzelnen Produkt über ein ganzes Set einer Produktreihe bis hin zur kompletten Produktpalette. Wichtig ist für uns, dass wir den Kunden von der Qualität unser Produkte überzeugen können, so dass seine nächsten Bartpflegeprodukte wieder von KNG BeardCare sind.

Der Green King ist Veganer! Mehr als nur ein Trend, eine Message, ein Standing. Wie kam es dazu?

Ein gutes Bartöl ist grundsätzlich immer auf pflanzlichen Ölen aufgebaut. Jedoch findet man am Markt sehr wenige Bartwachse und Balms, die ohne tierische Erzeugnisse auskommen. Auf die Idee hat mich mein Bruder gebracht, der seit Jahren einen veganen Lebensstil lebt. So ist die "green king" Familie entstanden, eine Bartpflegelinie, die komplett vegan ist. 

Wie siehst du die Bärtigen in der Zukunft, eine Mode, die wieder verschwinden wird?

Nein ich denke nicht, dass Bart tragen nur eine Mode ist. Mag sein, dass durch einen aktuellen Trend mehr Männer sich einen Bart wachsen lassen. Ein paar werden wieder verschwinden. Andere werden bleiben. Mein Vater trägt, seit ich lebe, einen Bart. Kannst du dir ein Leben ohne Bart vorstellen? Ich mir auch nicht!

Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Ich danke dir René und wünsche dir auch viel Erfolg mit deinen Vorhaben.


KNG BeardCare

Panoramastrasse 29

8868 Oberurnen

Switzerland

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https://www.kngbeardcare.com

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Bon Día Florian. jeder kennt den STENZ, doch wer steht dahinter?

Hiermit möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich bin Flo Ehrnböck, der Gründer der kleinen aber feinen Bartproduktschmiede STENZ – Beard Care mit Hauptquartier im bayerischen Wald. Es hat alles damit angefangen, dass ich es liebe, meine eigenen Sachen herzustellen. Da ich schon lange Bart trage und das auch mit Würde und Stolz, lag der Gedanke nahe, meine eigenen Bartpflegeprodukte vor dem Spiegel stehen sehen zu wollen. Gesagt, getan! Es hat ewige Monate gedauert bis meine ersten Produkte für mich perfekt waren. Es steckt viel Liebe, Zeit und Herzblut in der Umsetzung der ersten Reihe Hiagst. Natürlich werden bald weitere folgen.  Es erfüllt mich jedes mal mit Stolz, wenn ich jemanden sehe, der meine Produkte benutzt. Das ist der beste Lohn für die Mühe, die man sich mit eigenen Ideen macht. Produziert wird alles im wunderschönen Bayern, wo ich auch aufgewachsen bin und immer noch lebe. Es ist für mich eine wundervolle und spannende Aufgabe alles umzusetzen, was ich geplant habe. Ich hoffe, ihr freut euch genauso wie ich, dass wir es möglich machen können, regionale Produkte herzustellen, die unseren Bärten guttun.

Der STENZ! Assoziationen zu fensterlnden Lederhosen-Trägern, einem frischen Weissbier und einer zünftigen Blaskapelle im Hintergrund werden wach. Wer ist der große Unbekannte? Wer ist er, der STENZ?

Naja, das stimmt schon so. Für mich persönlich ist der STENZ ein Lausbub, der erwachsen geworden ist und natürlich auf ein gepflegtes Äußeres achtet. Im Grunde ist der STENZ ein Wanderstock eines Wandersmanns, der für mich auch die Reise meines Unternehmens symbolisieren soll und es auch tut.

Kirchberg im Walde, ein Namen wie aus einem Märchenbuch der Gebrüder Grimm, nordöstlich von München gelegen, bei vielen Motorradfahrern bekannte und beliebte Ecke mit viel Grün und viel Platz. Von dort kommt die Idee zu „Hiagst“, deiner ersten Produktreihe. Erzähl uns ein wenig von deiner Heimat, dem Duft deiner Heimat und wie dieser in deine Produkte findet.

Ich bin in Niederbayern geboren und auch dort aufgewachsen. War viel auf der ganzen Welt unterwegs und habe auch in einigen Städten gewohnt. Irgendwann kam der Punkt, wo ich wieder in meine Heimat wollte. Meine Ruhe haben bzw. finden. Es gibt für mich nichts Schöneres als bei mir direkt vor der Haustür arbeiten zu können und meine Ideen umzusetzen. Wenn man rausgeht, die frische Bergluft riecht, über die Wiesen schaut, die Kühe hört, das plätschernde Wasser usw. usw. ... Man muss das nicht näher ausführen, es ist einfach wunderbar. Somit habe ich versucht all meine Eindrücke in meine Produkte zu packen und ich hoffe das ist mir auch gelungen!?

Bärte waren im Bayrischen nie aus der Mode, wie pflegte der gepflegte bayrische Bartträger seinen Bart ohne den STENZ?

Das stimmt. Die meisten Männer benutzten einfach eine reine Naturseife für Körper und Bart und zum Zwirbeln eine Bartwichse. Mittlerweile fragen mich immer mehr nach Balm und Co. Ich finde es immer wieder schön, dass diese Kultur großen Anklang findet. Das freut mich sehr.

Der Bart und die Männer, wie werden wir, wie werden sie in Zukunft aussehen? Wie wird die Pflege aussehen? Dein Blick auf die Zukunft.

Mein Blick auf die Zukunft ist folgender. Der Bart bleibt. Soviel ist sicher. Es trennt sich dann nur der richtige Bartträger aus Überzeugung vom Mitläufer des Trends. Da wird sich noch einiges tun!!!

Wie sehen deine Pläne für das noch junge Jahr aus, arbeitest du an einer Erweiterung der Duft-und Produktpalette?

Natürlich arbeite ich ständig an neuen Produkten. Vor kurzem kam ja die Seife mit aufs Portfolio. Es stehen weitere Produkte in der Pipeline, die schon fertig sind. Man darf gespannt sein, so viel steht fest! ;) Was den Duft betrifft, da gibt es auch schon was Feines. Es steht nur noch kein Termin fest, wann und ob er dieses Jahr noch kommt. ;)

Vielen Dank, Flo, für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Ich habe zu danken. Immer wieder gerne. Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit deinem Blog.

Merci, der Stenz 


STENZ – Beard Care

Florian Ehrnböck

Hintberg 11

94259 Kirchberg im Wald

Germany

Der STENZ auf facebook

http://stenz-beard.com

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Hola Bastian, ein paar Worte zu deiner Person. Wie kam es, dass du nicht nur bärtig, sondern auch selber aktiv in der Bartszene wurdest?

Servus René! Ich hab eigentlich, seit mir der Bart wächst schon immer einen. Hab so ziemlich alle Formen ausprobiert, die es da so gibt. Seit etwa 15 Jahren hab ich einen Vollbart. Da ich relativ empfindliche Haut habe, hatte ich immer Probleme mit Schuppen im Bart, weil die Haut im Bartbereich sehr trocken ist. Da ich meistens schwarz trage, habe ich dann am Nachmittag immer weiße Punkte auf dem T-Shirt gehabt. Vor ca. 2 ½ Jahren war ich dann zum ersten mal in einem Barbershop, im Barber House in München. Cooler Laden! Und da kam ich zum ersten Mal mit Bartöl in Berührung. Und mit Bartöl hat es endlich geklappt, die trockene Haut unter dem Bart in Griff zu bekommen. Wenn ich mir heute morgens 2-3 Tropfen von meinem Bartöl in den Bart gebe, dann habe ich da den ganzen Tag keine einzige Schuppe mehr auf dem T-Shirt. Also war ich total begeistert von dem Produkt und da ich gerade in 12 Monaten Elternzeit war und Zeit hatte, habe ich abends ein bisschen rumgemischt. Bis daraus ein echtes Produkt wurde, hatte es nochmal über ein halbes Jahr gedauert, aber so fing alles an.

Dein Konterfei ziert all deine Produkte, auch sonst sieht man eigentlich niemand anderen als dich bei der Vermarktung. Eine One-Man-Show oder steht hinter dir ein Team?

Fast alle meine Freunde haben Vollbart. Sie haben mir viel bei der Entwicklung des Produktes geholfen. Und sie helfen mir bei der Produktion, so treffen wir uns zum Beispiel zum gemeinsamen Bekleben der Etiketten beim Kippen von ein paar Bierchen. Außerdem habe ich mittlerweile sehr viele Leute aus der “Barbershop/Bart/Kosmetik”-Szene kennengelernt, die mich sehr stark unterstützen. Und natürlich meine Freundin, die mein Lager daheim verwaltet :) Aber ansonsten macht es mir total viel Spaß, alles selber zu machen, vom Design der Verpackung, Website, Aufkleber bis hin zum persönlichen Ausliefern der Ware.

Du bist aus München Neuhausen. Ein Viertel mit vielen Kneipen, Lokalen, Restaurants, Münchner Stadtleben, wie man es sich vorstellt, um dich herum. Woher holst du deine Inspiration für deine erlesenen Produkte? Ist es die Stadt, ist es München oder zieht es dich da eher aufs Land?

Ich komme aus einem kleinen Ort aus der Nähe vom Chiemsee. Bin dem Chiemgau sehr verbunden und bin sehr oft dort. Ich versuche so viel wie möglich von der Region und dem Lebensgefühl in die Produkte zu stecken. Mein Claim “Rub in your beard and be happy” passt zu meiner Lebenseinstellung, die ich aus dem Chiemgau habe, dort ist man einfach etwas entspannter, freundlicher und meistens gut drauf :) Und im Bartbalm zum Beispiel ist Bienenwachs aus einem ganz kleinen Bienenstock in der Nähe des Dorfes, wo ich aufgewachsen bin.

Eisenkraut, ein klingendes Wort, ein kräftiges Wort und ein bestimmender Duft in deiner Reihe. Wie war der Weg zum Zusammenspiel deiner Zutaten in deinen Rezepten? Gibt es Pläne für eine erweiterte Produktpalette?

Ich war schon immer ein Fan vom Duft des Eisenkrauts bzw. Verbene. Meine Seife, Gesichtscreme etc. waren schon immer was in der Richtung. Deswegen war das von Anfang an bei meinen Experimenten das Eisenkraut dabei. Und dann hab ich halt ganz viel rumprobiert bis es mir, meiner Freundin und meinen Freunden getaugt hat. Ein paar weitere Produkte sind schon fertig, müssen aber noch getestet und angemeldet werden. Auch immer einer sehr schwieriger und langwieriger Prozess. Weiß noch nicht genau, was dann wirklich das nächste Produkt ist, das ich herausbringe, vielleicht mal ein etwas festeres Balsam/Wachs. Beim Duft werde ich erstmal bleiben, da gibts noch einige Produkte, die ich damit machen will.

München, Stadt der Mode, der Trachten und der Traditionen und der internationalen Besucher. Wo siehst du die Trends in Sachen Gesichtshaar bei Männern. Was kommt, was geht, was bleibt?

Mei, da bin ich selber gespannt. Bis jetzt, finde ich, ist noch nix vom Nachlassen des Trends zum Bart zu spüren. War vor ein paar Wochen mit einem kleinen Stand auf der Fashion Week in Berlin, da sind alle mit einem Riesen-Vollbart rumgelaufen.

Man sieht dich auf Photos vom New Heritage Festival, auf der Praterinsel beim Stijlmarkt bist du auch vertreten gewesen, wo findet man dich dieses Jahr noch?

Waren beides super Veranstaltungen. Fürs erste wars des jetzt erst mal. Ich sollte mich aber mal aus München rauswagen :) Wenn jemand was von einer coolen Veranstaltung/Markt wo viele Bärtige rumlaufen weiß, freue ich mich sehr über eine kurze Nachricht über meine Facebook Seite www.facebook.com/beyersoil. 

Viele Dank für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Danke Dir!


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Bastian Beyer
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