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Interview mit Sascha und Tim von Ruderknecht.

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Wer seid ihr und seit wann kümmert ihr euch um Bärte?

Wir sind Sascha und Tim von Ruderknecht und dem Klaus Barbershop in Nagold. Sascha macht den Barbershop seit bald 2 1/2 Jahren. Tim ist seit etwas mehr als 2 Jahren dabei. Um unsere eigenen Bärte kümmern wir uns aber beide schon deutlich länger! Da lag es dann natürlich nahe, die Erfahrung aus dem Barbershop und dem eigenen Bart in Produkte zu verpacken.

Der Schwarzwald, für viele nur eine Ecke im Süden der Republik zum Urlaub machen, für andere, und durchaus auch für mich, eine sagenumwobene Landschaft, mit zum Teil sehr eigenen Menschen, eine Region mit einer Küche, die ich liebe und einem meiner Lieblingsbiere, dem Zäpfle. Was bedeutet er für euch, euer Leben und für eure Produkte, der tiefe schwarze Wald?

Wir sind beide sehr heimatverbunden. Uns zieht es zwar oft in die weite Welt. Allerdings macht es uns mehr Spaß, diese in unsere Heimat zu integrieren, als dauerhaft weg zu gehen. Für unsere Produkte ist er natürlich die größte Inspirationsquelle. Unsere Düfte sind zu 100 % einem echten Mann aus dem Schwarzwald nachempfunden. Die Hauptnoten riechen, wie wenn man bei uns im Wald tief einatmet. Privat ist der Schwarzwald für uns natürlich auch von großer Bedeutung. Wir verbringen beide, Sommer wie Winter, viel Zeit im Wald. Ob mit dem Mountainbike, zu Fuß oder auf Ski und Snowboard. Eigentlich finden wir alles ziemlich fett, was hier aus der Region kommt und was man hier machen kann. Jeder, der mal eine der kurvigen Strecken zu einem Aussichtspunkt in der Region gefahren ist, kann das wahrscheinlich nachvollziehen, was die Landschaft ausmacht. Unser neuer Shop ist in einem alten Fachwerkhaus, da drin gibt's Alpirsbacher Bier und 100 m dahinter steht man schon im Wald. Mehr Schwarzwald geht fast nicht in der Stadt.

Der Ruderknecht, ein sensationeller Name, eine grandiose Figur, wie kamt ihr drauf?

Der Ruderknecht war einer derjenigen, die in der Zeit der Flößer aus dem Schwarzwald bis nach Rotterdam gefahren sind. Damals wurden an unseren Steilhängen Bäume gefällt und in Rinnen an die Flüsse transportiert. Dort wurden Flöße gebaut und man machte sich auf den gefährlichen Wasserweg von der Nagold bis nach Rotterdam. Sobald man das Mannesrecht erlangt hatte, durfte man als Ruderknecht mit aufs Floß. Man war dann zwar ein echter Mann. Allerdings auf dem Floß für die Drecksarbeit zuständig. Quasi die ärmste Sau im Stall. Dazu gibts noch ne kleine Geschichte in unserer Packungsbeilage.

Neue Produkte überall, jede Menge, ihr habt exakt zwei Produkte bisher im Shop. Ist das bewusster Minimalismus, wartet ihr die kommenden Bewegungen im Markt ab oder schleicht bereits eine Inspiration durch eure Werkstatt und wartet nur losgelassen zu werden?

Unser Sortiment ist bewusst so gewählt worden am Anfang. Allerdings schlafen wir nicht und sind immer an neuem dran! Die kommenden Entwicklungen werden nicht ausschließlich für den Bart sein, kommen aber aus dem Bereich des Barbershops! Shirts mit der geilen Zeichnung von Joe Made This bekommt man schon im Klaus. Auf alles andere darf man in nächster Zeit gespannt sein!

Wie kam es zu eurem Duft und wie war der Weg dorthin, erzählt dem motivierten Neuling, worauf es in der Hexerküche ankommt, wenn er etwas Neues an den Mann bringen will.

Düfte sind ein ziemlich kompliziertes Ding. Uns hat am Markt vor allem gestört, dass Vieles eher fruchtig oder süß war. Davon wollten wir weg auf was Männliches. Unsere Inspiration wird ja oben schon beschrieben! Bis das Öl dann wirklich so riecht, wie es soll, ist viel Entwicklung nötig. Wir arbeiten in der Entwicklung und der Herstellung mit einem bekannten Kosmetikhersteller zusammen. So haben wir die Qualität und Komplexität von Duft und Öl erreicht, die unseren Ansprüchen entspricht. Man merkt einfach zu vielen Ölen und Düften an, dass sie daheim gemacht werden. Dadurch ist oft die Ölqualität zu gering, was in einem ranzigen Eigengeruch des Öls resultiert. Den konnten wir durch Nachbehandlung des Öls in der Fabrik fast komplett eliminieren. Meistens haben Bartöle auch einfache Gerüche nach ein bis zwei Noten. Bei unserem Öl hat man das Gefühl, ein gutes Parfum zu benutzen, bei dem einzelne Noten fast nicht mehr zu erkennen sind. Es bildet sich ein ganz neuer Geruch, der schwer zu definieren ist.

Wie seht ihr den Hype um den Bart, bleiben uns die Männer mit dem wildem Gesichtshaar erhalten? Gibt's Trends, die ihr kommen seht, in der Mode der Bartpracht, aber auch bei Pflegeprodukten?

Der Bart an sich ist für uns kein Trend. Man merkt allerdings, dass der Trend eher wieder von den ganz langen Bärten weggeht. Etwas kürzer als noch vor einem Jahr, dafür sehr gepflegt. Der Schnauzer kommt auch wieder mehr auf. Da ist allerdings fraglich, in wie weit der sich bei der Masse durchsetzen kann. Wir sind auf jeden Fall Fan davon! Ganz ohne Bart würden wir uns ja auch alle nicht mehr wie ein Mann fühlen! Bei den Produkten kommt das Thema Bart-Balsam und Bart-Pomade immer mehr auf. Wir sind allerdings kein Freund davon. Oft verklebt der Bart dadurch, die Haut kann nicht mehr gut atmen. Wir bleiben dabei, dass ein Bart nur ein hochwertiges Öl, eine Bürste und für den Schnauzer eine Bart-Wixe braucht. Das pflegt und styled ihn perfekt!

Vielen Dank für eure Zeit und weiterhin viel Erfolg.

 

Ruderknecht

Wolfsbergstrasse 2

72202 Nagold

Deutschland

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www.ruderknecht.de

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Letzte Änderung am Mittwoch, 23 August 2017 20:00