Spätestens seit Pipi Langstrumpf wissen wir, dass die Schweden den Gaul auch gerne mal von hinten aufzäumen, und nicht immer muss das schlecht sein.

Mix My Beardoil ist so ein kongenialer und unkonventioneller Ansatz. 

Hier wirst du zum Mischer deines eigenen Bartöles, du wählst aus, was du im Bart haben möchtest und was nicht.

Die Website von Mix My Beardoil ist sagenhaft einfach zu nutzen, es macht Spass sich seinen eigenen Stoff zusammenzustellen, die Infos zu den Zutaten sind hervorragend, die Beschreibungen einfach und verständlich.

Als erstes wählst du ein Basisöl aus, ganz nach deiner Hautbeschaffenheit. Hier kannst du zwischen normaler, trockener, fettiger und reifer Haut wählen. Bei den Ölen reicht die Palette von Färberdistelöl über Jojoba, Argan- und Nachtkerzenöl, je nach gewünschtem Effekt auf der Haut und im Bart.

Danach kommen die sogenannten Effektöle, die Düfte, die du dir unter der Nase wünschst. Einige bekannte und auch einige weniger bekannte Zusätze sind hier zu finden. Unter den sechs angebotenen Essenzen findet sich unter anderem Öl der Zeder, der Zypresse und der Kiefer, aber auch Elemi und Amyris. Öle aus Zitrusfrüchten stehen ebenso zur Auswahl wie aromatische Kräuter, bekannte Namen wie Pfefferminze und Majoran treffen auf exotische wie Niauli und Cajeput. Alle Inhaltsstoffe werden bestens erklärt in Wirkung und Duft.

Zum Schluss stehen noch zwei Öle zur Auswahl um eure Kreation abzurunden, Vanille und schwarzer Pfeffer, beides seit Urzeiten bekannt in der Heilkunde.

Ich habe mir folgende Mischungen kommen lassen:

Wie eigentlich immer bei Produkten aus dem hohen Norden war ich auch hier wieder erstaunt über die Liebe zum Design, die die Nordmänner hier an den Tag legen.

Neben meinen ausgewählten Ölen haben mir die freundlichen Leute aus Schweden noch ein drittes geschickt.

Elegante, mattschwarze Schachteln mit einem Label und tiefschwarz-glänzendem Aufdruck beherbergen die ebenfalls schwarzen Flaschen.

Mit einem Magnetverschluss und in Schaumstoff bestens gesichert stehen sie vor mir, die schicken Drei! Ein starker Auftritt! 

Aber es kommt noch besser. Jedes einzelne Öl kommt mit einer kleinen Karte mit meinem Namen und dem Produktionsdatum und einem Haltbarkeitsdaum, handschriftlich eingetragen. 

Genau diese Momente liebe ich in meinem Job, Sachen in Händen halten zu dürfen, die mit viel Liebe zum Detail, mit Liebe zum Produkt hergestellt und versendet werden. 

Die schwarzen und vollkommen lichtdichten Pipettenflaschen sind das perfekte Behältnis für die lichtempflindlichen Öle. Die Farben der Aufdrucke sind klasse, wieder schwedische Liebe zum Design.

In jedem Fläschchen stecken garantiert kaltgepresste, native Öle aus 100 % biologischem Anbau ohne Palm- oder Mineraöl. Auf den Zusatz von künstlichen Aromen und Duftstoffen wird komplett verzichtet.

Bei dem für mich gemischten Bartöl "Rough" für die reifere Haut kommt Nachtkerzenöl zum Einsatz, ein hochwertiges Produkt, lange bekannt in der Kosmetik und Heilkunde. In Verbinundung mit den von mir gewählten Effektölen ein durchaus männlicher und kraftvoller Duft, bei dem man seine Pflegewirkung fast schon riechen kann. Der schwarze Pfeffer hinterläßt einen völlig abgefahrenen Duft im Bart, frisch und etwas holzig mit einer leichten Schärfe. Habe ich so noch nie gerochen, sehr empfehlenswert. 

Das zweite, "Urban", für normale Haut ist eine Mischung aus Färberdistel, Jojoba und Sesamöl, leichte Pflege ohne die Intensität wie das Rough, hervorragend für zwischendurch. Mit Cajeput, Elemi und Sage und auch hier mit schwarzem Pfeffer ist das Urban frischer und eher für den Tag, während ich das Rough gerne am Abend nehme. 

Das Dritte im Bunde namens "Dusty", für trockene Haut, ist mit Minze und Wacholder das perfekte Öl für den Winter, Heizungsluft und Kälte strapazieren den Bart und die Haut, dieses Öl versorgt die beiden Freunde bestens mit allem, was sie brauchen.

Fazit! Die Schweden überzeugen ein weiteres Mal mit hervorragender Pflegewirkung und eingeständigem Design. Die schwarzen Schachteln sind ein absoluter Hingucker, ein klasse Geschenk für jeden Bärtigen. Die Idee sein Öl selber zusammen zu stellen ist grandios. Man taucht ein in die Welt der Essenzen, sucht, denkt nach, was passen könnte. Ich jedenfalls habe locker eine Stunde gebraucht, bis ich mit mir einig war, welche Mischungen ich gerne bekommen würde. Es hat einen riesen Spass gemacht, vom Aussuchen bis zum Probieren und Tragen. Interessant, wenn auch wesentlich aufwändiger wären Custom-Made Balme, aber ich denke, das lässt sich kaum praktikabel umsetzen.

Ha det så bra Sverige!

http://www.mixmybeardoil.com

 

Mahalo!  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying.

 

Publiziert in Salty Care
Freitag, 17 November 2017 19:19

Rabe & Fuchs, das Bartöl

Der Rabe und der Fuchs, selten sah man ein ungleicheres Paar und doch passte zwischen sie kein Blatt. Freunde seit Urzeiten wussten sie um ihre Fähigkeiten, schlau waren sie beide.

Es begab sich, dass der Gevatter Reineke seinen Bart wachsen lies, er wurde lang und länger und der Rabe meinte, er wirke strohig, ja unansehnlich. Und in der Tat, er juckte, sagte der Fuchs.

Es war an der Zeit sich nach angemessener Bartpflege umzusehen.

Wie einst Hugin und Munin, die beiden Raben Thors, wusste auch unser Rabe darüber Bescheid, was in der Welt so los war. Also machten sich die zwei schick und auf in die Stadt. Zielstrebig führte der wissende Vogel den bärtigen Fuchs zu einem Barbiere. Erschlagen ob der Auswahl dauerte es eine Weile, bis sich der rote Fuchs, dank des kompetenten Herrn Waschbären hinterm Tresen, für eine Reihe Produkte entschieden hatte.

Der Rabe war nicht untätig gewesen in der Zeit. Eine Bleibe für die Nacht musste gefunden werden, morgen war Martkttag und unsere Freunde wollten sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

Bei Frau Zwolle gab es zwei schöne Zimmer, ein gepflegtes Bad und eine wunderbare Aussicht auf das Treiben der Stadt und diese füllte sich zusehends. Leute aus aller Herren Länder kamen, richteten sich ein, bauten Stände auf. Gerüche ferner Länder trieben in den Nasen ihr wunderbares Unwesen.

Unsere Freunde derweil machten sich frisch. Jeder nach seiner Fasson. Der Rabe putzte und richtete sein Gefieder, schwarz glänzte der Herr, ein Anzug auf den Fliegerleib geschneidert, betonte seine ansehnliche Gestalt. Der Fuchs hatte beim Barbier eine wunderbare Bürste mit den Borsten des Ebers gekauft. Er striegelte sich und nutzte die Bürste, um die beim Waschbären erhaltenen Produkte in seinen Bart einzuarbeiten. Glänzend stand sein Bart im Gesicht, gelohnt hatte sich die Reise.  

Der Hunger trieb die Herren in die Gassen der Stadt, es roch nach feinem Gebratenem und tiefrotem Wein aus fernen Ländern, noch nie gehörte Sprachen, ein Fest für die Sinne. Die Zeit verging im Fluge, die Nacht war lang, der Schlaf war kurz.

Am Morgen sah sich der Fuchs im Spiegel an, erschrocken stellte er fest, dass seine Bartpracht ebenso aussah wie vor der Reise. Strohig, trocken, ungezähmt und auch der Duft war verflogen.

Sein alter Freund, der Rabe, tröstete ihn bei bestem Rührei, Speck und schwarzem Kaffee, Frau Zwolle war einen begnadete Köchin. Der Vogel meinte, er habe gehört, man könne sich selbst mit der entsprechenden Bartpflege versorgen, es sei Markt und man bekäme sicherlich alles, was man brauche hier und jetzt.

Frisch gestärkt zogen die beiden durch die Gassen, die Nasen mal hier, die Nasen mal dort rein haltend. Schnell war klar, die Orange, die Pralle, sollte das Regiment in dem eigenen Duft übernehmen, etwas aufgefrischt durch die Öle der Pfefferminze würde das einen feinen Duft ergeben. 

Der Duft war klar, die Pflege aber noch nicht. Ein Stand mit besten Ölen aus den Weiten der Welt erschlug unsere Gefährten mit seiner Reichhaltigkeit. Man probierte aus, rieb sich hier etwas mit Jojoba- und dort etwas mit Mandelöl. Das Palmöl ließ man stehen, zu viele schlechte Geschichten rankten sich um dieses Öl. 

Noch einige Dinge aus dem Handwerk der Glasbläser, Tiegel, Töpfchen, Fläschchen und fertig war die kleine Bartölküche.

Zu Hause angekommen, wurde sofort aufgebaut, experimentiert, ausprobiert und getestet. Lange, ja zermürbend lange Nächte saßen sie vor Behältern mit Bartöl und waren es immer noch nicht zufrieden. Ein Tropfen zu viel, ein Quentchen zu wenig, es dauerte eine Unendlichkeit und ein wenig mehr.

Bis endlich der Tag kam an dem alles passte. Ein wunderbares, frisches und nachhaltig pflegendens Öl stand stolz in den feinen Fläschchen. Nicht einfach Orange, nein, Orangen-Essenz mit dem hellen Licht der Minze verzauberte von nun an die Bärte unserer Gefährten, dass es eine Freude war. 

Und wenn sie nicht gestorben sind ....


Ja Freunde, ich konnte nicht anders als um dieses Öl eine Fabel zu stricken. 

Dieses feine Öl wurde mir von Pierre auf The Barber's Heritage / The Art of Traditional Craftsmanship in Stuttgart in die Hand gedrückt.

Hier haben wir ein Bartöl, das mit viel Geduld, Herzblut und Anstand gefertigt wird, vegan, natürlich und frei von jedweder Chemie, keine Parabene und ohne Silikon. Das Design des kleinen Kartons und des Fläschchens waren der Auslöser zu meiner kleinen märchenhaften Eskapade. Man möge mir verzeihen, ich kann vieles bremsen, nur nicht meine Fantasie.

Ich habe dieses feine Stöffchen einige Tage im Bart getragen, der Duft begleitete mich fast durch den ganzen Tag, die Pflege auch durch die ein oder andere Nacht. Ein wunderbarer Glanz lag auf meinem Bart, und jedes Mal wenn ich den Kamm zückte um nach Stunden im Fahrtwind den Teppich zu kämmen glitt dieser durch die Haare wie durch Butter.

Fazit: Auf den ersten Blick scheint es nicht viel Neues zu geben, Orange und Minze sind nicht die seltensten Düfte in der Bartpflege, und doch ist es hier anders. Das Öl von Stephan und Pierre riecht so herausragend frisch und die Pflege ist so reichhaltig, dass ich es euch nur wärmstens ans Herz legen kann. Ich würde vielleicht noch eine bittere, würzigere Note einbauen, die Pampelmuse wäre vielleicht eine gute Begleiterin.

 

https://rabe-und-fuchs.de

 

Mahalo!  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying.

Publiziert in Salty Care
Donnerstag, 09 November 2017 12:06

Eure Produkte auf The Salty VooDoo? Aber gerne!

Wollt ihr eure Produkte auf The Salty VooDoo präsentieren?

Ein Banner schalten?

Selber einen Gastbeitrag schreiben, in dem ihr euch und eure Produkte vorstellt?

Oder sollen wir eure Produkte testen und präsentieren? Kosmetik, Schmuck, Uhren, Bekleidung.

The Salty VooDoo wird monatlich von >3500 uniquen, kauf-affinen Lesern pro Monat besucht. Die Reichweite bei facebook liegt bei über 5000 Usern. Die Interessengebiete reichen von Urlaub, Lifestyle, Sport, Yoga, Surfen bis Männerkosmetik und Outfit. Über 70 % aller Besucher sind Stammleser.

Kontaktiert uns einfach, schreibt uns eine Mail mit euren Ideen und Vorstellungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir freuen uns auf euch!

Mahalo!

 

Publiziert in Salty Promo
Mittwoch, 08 November 2017 19:33

Bartkaiser, die Bartöle Gold, Wood und Silver

Bartkaiser, eine adliges Öl. Premiumöle mit blauem Blut. Muss ich probieren. Colin von Bartkaiser hat mir seine 3 Fläschchen geschickt und ich nahm mich der drei Adeligen an.

Im Design schlicht und unaufgeregt standen drei sehr dunkle Pipettenflaschen vor mir. Ich machte sofort den Geruchstest. Sehr kräftig das Wood, leicht und würzig das Gold, das Silver frei von Duftstoffen, nur der Eigengeruch der Trägeröle. Hier reden wir von Mandel-, Jojoba-, Hanfsamen- und Avocadoöl, allesamt Bio und allesamt kaltgepresst.

Also rein in den Bart mit dem Zeug aus der Wagnerstadt. Wie immer, wenn ich Öle teste, wasche ich meinen Bart vorher mit Dudu-Osun Seife, um bei allen Tests die gleiche Basis zu haben. 

Die Pipette gedrückt und ans Licht gehalten. Tiefdunkel! Wie allerfeinstes Olivenöl stand das Öl in der Glasröhre, träge und fett. So ein dunkles und dickes Gebräu hatte ich noch nie vorher gesehen.

Sofort war klar, hier reicht ganz wenig! Der noch leicht feuchte Bart nahm die Pflege dankend an, sofort war der Duft im ganzen Bad. Drei Tropfen in die Handfläche, aufwärmen und verreiben und meine Pracht wurde weich und glänzte und fühlte sich bestens gepflegt an. Die Bürste und der Kamm hatten leichtes Spiel den Stoff zu verteilen, die Haut unter meinem Bart hatte ihre Freude an dieser Kur. Freunde, tastet euch ran an die täglich Dosis. Ein wirklich unglaublich reichhaltiges Öl bieten die Herren aus Bayreuth hier.

Zu den Düften.

Das Wood Intense ist mein klarer Favorit. Hier ist der Name Programm. Warmes, schweres Rosenholz trifft auf Patchouli nur ganz leicht angehoben durch die Frische der Minze. Ein fast schon brutales Dufterlebnis. Hier gibts es nur zwei Möglichkeiten. Du wirst es lieben oder hassen! Ich jedenfalls liebe es.

Gold Intense ist der leichtere Bruder vom kräftigen Wood. Zitrone heiratet die Vanille und lädt noch etwas Zimt zur kaiserlichen Hochzeit ein. Ein frischer, unkomplizierter Duft, der Bestseller laut Aussage von Bartkaiser. Die Frauen lieben es!

Immer eine gute Idee ist ein duftfreies Öl im Hause zu haben. Möchte man ein Parfum benutzen oder einfach gar nichts an Duft tragen und auf die tiefe Pflege nicht verzichten, dann kommt Silver Intense zum Einsatz. Nur der Eigengeruch der Öle ist hier zu riechen, der aber relativ schnell verfliegt. Auch und vor allem Allergiker freuen sich über das Fehlen von ätherischen Ölen als Duftträger. 

Fazit: Die beiden Herren von Bartkaiser Colin und Linus haben hier ein Öl auf den Markt gebracht, welches den Zusatz "Premium" absolut zu recht tragen darf. Kaltgepresste Öle (Mandel-, Jojoba-, Hanfsamen- und Avocadoöl) ohne Zusatz jeglicher Chemie, in denen alle wertvollen Inhaltsstoffe wie Antioxidantien und Vitamine erhalten bleiben, angereichert mit feinen Duftölen pflegen jede Länge von Bart und die Haut darunter in bester Manier. Ein Balm in den Duftrichtungen wäre noch ein klasse Sache.

Ein starkes Produkt. Beste Grüße nach Bayreuth. 

 

 

https://bartkaiser-shop.de

 

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Ein Bartöl von einem Profi!

Benjamin Wellen, der Mann hinter URBAN CRUDES, ist Meister des Friseurhandwerks, Salonleiter Paul Mitchell, Friseur-Trainer und immer drauf und dran, was Neues auszuprobieren und sein Wissen an Lernbegierige zu vermitteln.

Sein Bartöl heisst SOUL PATCH, bezeichnet den Bart unter der Unterlippe. Tom Waits, Frank Zappa (in Kombination mit einem Schnurrbart), Eddie Vedder, Trent Reznor, Stevie Wonder, Ray Charles, Jack Black, Billy Ray Cyrus, Bruce Springsteen, Stevie Ray Vaughan trugen ihn zu großer Berühmtheit.

Was lag näher als das gute Zeug an ein paar Tagen in Valencia auszuprobieren. Urban und Crude, das passt zu der Stadt an der Küste. Die drittgrößte in Spanien, ein riesiger Hafen, ein unglaublicher Speckgürtel und eine wundervolle Altstadt sind beste Voraussetzung für Momente mit sensationellen Eindrücken.

An dem Wochenende, an dem ich in Valencia weilte, war der legendäre Distinguished Gentleman's Ride (DGR), ein Treffen von Bikern auf schicken alten Rädern in noch schickeren Outfits.

Bilder vom Ride gibts hier.

Ich bin schon am Freitag hin. Es gibt immer einen guten Grund früher in Valencia anzukommen, um länger zu bleiben.

Kleines Gepäck, eine Seife für den ganzen Kerl und das Öl und eine Bürste und einen Kamm und schicke Klamotten.

Angekommen erstmal im Hotel, unter die Dusche und den Bart mit dem Stoff aus der Schmiede des Herrn Wellen benetzt. 

  • Vegan
  • Tierversuchsfrei
  • Parabenfrei
  • Keine synthetischen Duftstoffe
  • Keine Silikone

So steht es geschrieben. So sollte verantwortungsvolle Kosmetik 2017 sein, schwarze Schafe aber belehren uns leider oft eines Besseren.

Zum Duft. Schwierig zu beschreiben, auf alle Fälle anders als vieles, was ich bisher probiert habe. Am besten passt dazu folgendes Erlebnis.

Ich ging nach der Dusche was essen, in eine der beiden wunderschönen Markthallen in Valencia, und traf dort auf den Duft in meinem Bart. Ein Mischung aus Frische, Aprikose und Muskat und Pfeffer und Sandelholz.

Orientalisch, arabisch, männlich und kraftvoll. Urban, wie auf einem großen Markt in Marrakesch. Früchte treffen Hölzer treffen Gewürze und liegen in der Luft und machen Lust auf mehr.

In der Anwendung ist SOUL PATCH erstaunlich ergiebig. Es reichen in jedem Falle weniger Tropfen als man denkt. Vorsichtiges Herantasten an die richtige Dosierung freut den Geldbeutel und den Kragen des Hemdes. Der Bart mag den Stoff aus dem Hofer Land, weich und voll und gut gepflegt, mehr kann man nicht erwarten. Die wertvollen Basisöle aus Mandel- und Avocado-Öl ziehen in die Haut ein, ohne einen Film zu hinterlassen oder zu glänzen. Squalan fungiert als Lipidspender und als natürlicher Weichmacher für Haut und Haar. 

Was mich aber am meisten begeisterte, war die festigende Wirkung von SOUL PATCH. Drei Tage, 2 Nächte ohne Balm, jede Menge Fahrtwind und Meeresbrise und mein Bart stand seinen Mann. Selten musste der mobile Kamm einschreiten, es sei denn, der Teppich wurde durch wildes Küssen beim Begrüßen meiner Freunde aus der Fassung gebracht.

Fazit: Benjamin hat ein schönes Produkt geschaffen, mit dem man(N) gut durch das urbane Leben kommt. Es duftet lang und gut und glänzt nur leicht und hält ewig im Bart. Seine Ergiebigkeit ist hervorragend. 

Ich bin gespannt, was noch folgt, Herr Wellen hat es schon angedeutet. Da kommt noch mehr von den URBAN CRUDES.

https://www.urbancrudes.com

 

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Wildwuchs, unkontrolliertes Wuchern von was weiss ich. Kraut, Gras, Brombeeren, Disteln und selbst der Bart neigt zu wildem Wuchs.

Im Garten muss man ran, wenn's einem nicht gefällt, dass alles macht, was es will. Hier helfen Heckenscheren, Rosenscheren, Kettensägen und üble Mittel aus den Küchen der BASF.

Beim Bart haben wir es da einfacher.

Wundervolle Leute wie Valentin Manthei und seine Frau geben uns hier dufte Mittelchen, um dem Gesichtskraut Anstand und Form beizubringen.

Wildwuchs Bartpflege-Produkte sind seit 2015 auf dem Markt und aus vielen Badezimmern der bärtigen Gemeinschaft schon lange nicht mehr wegzudenken. 

Ich habe Valentin angeschrieben und kurze Zeit später standen das Havanna Bartöl und das Bartshampoo vor mir.

Ich denke, jeder macht als erstes den Dufttest, Flasche auf, Nase ran und überrascht lächeln. Was für ein Duft.

Auf einmal wurde mir klar, warum derart viele Bartbrüder diesen Stoff so gerne tragen. Karibisch, frisch, herb und holzig. Urlaub, leckere Drinks an einer Beach-Bar, Entspannung pur, ja, so riecht das gute Zeug aus Hanau.

Ich war einige Tage zu Gast bei Freunden in einem Strandhaus, der perfekt Ort, um Havanna zu testen. 

Den September nennen die Einheimischen hier "Unser Sommer". Die meisten Touristen sind weg, die Strände fast menschenleer, das Meer immer noch warm genug und das Licht atemberaubend schön.

Die Ruhe ist herrlich, Yoga am Strand, Musik machen mit Freunden, stundenlang dem Riesenschiff am Horizont zuschauen und Rum trinken.

Fast wie in Havanna.

Der Sand und die Sonne und das Salz sind trotz der schönen Bilder eine Herausforderung für den Bart und somit für die Produkte von Wildwuchs.

Der erste Morgen nach einer ausgiebigen Nacht am Strand bei Feuer und Rotwein war auch der erste Morgen für das Shampoo in meinem zerzausten Kraut.

Im Bad lief entspannter brasilianischer Jazz, Türe zu, Fenster auf, Sonne rein.

Das Duschwasser ist hier extrem weich, das Shampoo schäumt wie die Hölle und erfüllt das gesamte Bad mit seinem Duft. Es riecht frischer und weniger stark als das Öl. 

Nach dem Auswaschen fühlt sich der Bart sauber und gesund an, kein bisschen trocken oder spröde. Sanft entfettet und gereinigt, fein und gut.

In den noch leicht feuchten Teppich kommt das Öl, wenige Tropfen langsam in der Hand erwärmen, Augen zu und rein damit. Zeit lassen ist hier die Magie der Stunde. 

Macht die Nase weit auf Freunde, die Karibik will rein. 

Die Inhaltsstoffe:
• Traubenkernöl (gegen brüchiges Haar)
• Mandelöl (spendet Feuchtigkeit)
• Arganöl (gegen Schuppenbildung und Entzündungen)
• Jojobaöl (für Glanz und gegen Juckreiz)
• Vitamin E (pflegt die Haut)

Was ist nur das Geheimnis dieses Geruchs? Verraten wollen das die Mantheis nicht, soviel ist sicher. Am Ende ist es auch egal, ich mag ihn. 

Und meine Haut auch. Ich neige bei einem Wechsel des Wassers beim Duschen zu trockener Haut, hier hilft mir Havanna bestens.

Die Bürste verteilt das gute Stöffchen auf jedes einzelne Haar, leichter Glanz und Ordnung kehren ein. Der Kamm regelt die Richtung des Bartes, sanfte Festigung durch das Öl. 

Raus aus dem Bad und an den Tisch zu meinen Freunden. Und auch hier wurde der Duft sofort wahrgenommen, vor allem die Frauen mussten sofort ihre Nasen an den Bart halten.

Einstimmig wurde beschlossen, dass Frau und Herr Manthei aus Hanau über Duftkerzen nachdenken sollten!

Fazit: Wildwuchs Bartpflege Havanna überzeugt auf ganzer Linie, einzig das Balm habe ich noch nicht probiert, kommt aber garantiert in mein Bad. Der Duft hält lange an, der leichte Glanz ebenso. Man hat den ganzen Tag einen gepflegten und leicht zu kämmenden Bart. Die Frische ist besonders morgens ein Genuss. 

Hut ab, Sarah und Valentin! Ihr habt die Bärtigen definitiv um ein wundervolles Produkt bereichert! Bitte mehr davon!

http://www.wildwuchs-bartpflege.de

 

Mahalo! 

 

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Nõberu of Sweden, für den noblen Gentleman. 

Die Gründer von Nõberu, Johan Lindell und Iman Khalaf, haben Großes vor und dabei ein feines Produkt geschaffen.

Ich habe von den Schweden das Heavy Beard Oil, das Beard Balm in der Duftrichtung "Amber-Lime" und einen Kamm geschickt bekommen.

In Sachen Design waren und sind die Freunde aus dem hohen Norden schon immer entweder weiter oder anders gewesen. So auch hier. 

Schwarz trifft Silber und Weiss, unaufdringlich und elegant und dadurch sofort der Blickfang im Bad. Das Auge entscheidet mit, bei mir jedenfalls.

Amber, da war doch was. Dunkel erinnere ich mich beim Hören und Riechen dieses Duftes an seine Geschichte.

Amber oder Ambra wurde früher aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen gewonnen, wird heute allerdings fast ausschließlich synthetisch hergestellt. 

Die Duftnote wird als holzig, trocken, balsamisch, etwas tabakartig mit aphrodisierendem Einschlag beschrieben. Ambra, bzw. ihre synthetische Form, wird typischerweise als Basisnote in Duftkompositionen eingesetzt. Ich liebe diesen Duft seit frühester Kindheit. Eines der Parfums meiner Mutter bediente sich dieser Grundnote, die Marke habe ich leider vergessen.

Nõberu of Sweden hat sich dieses Duftes angenommen und eine wirklich männliche Komposition geschaffen. Balsamisch und herb, rund und einladend. Es riecht nach Pflege, nach gepflegtem Mann. So nordisch-nüchtern wie die Verpackung ist das Duftdesign. 

Also ab ins Bad, Türe zu, Sound laut, wie immer.

Ich habe mir bei Produkten, die kein Bart-Shampoo anbieten oder mir keines geschickt haben, angewöhnt, eine Seife zum Waschen vor der Produkten zu nutzen, und zwar habe ich mich nach langem Hin und Her für die Dudu-Osun ohne Duft entschieden, um eine möglichst neutrale Basis zu schaffen, für die zu testenden Sachen. In diesem Artikel habe ich die schwarze Seife aus Afrika schon einmal beschrieben.

Also den Bart gewaschen und leicht feucht bestens vorbereitet auf das Öl aus Schweden. Die Flasche, Kunststoff mit groß dimensioniertem Spender, der leider genau so das Öl auf die Hand bringt, wie er aussieht. Ich finde den Dosierkopf haptisch keine gute Wahl, schwer sauber zu dosieren.

Das Öl in der Hand verteilt und dann den Bart damit verwöhnt, die Augen geschlossen, die Nase weit offen. Was für ein feiner und doch kräftiger Duft, ganz leicht schimmert die Limette durch, einmassieren, langsam, sich Zeit lassen, einatmen. Riecht gut und fühlt sich noch besser an, der Bart saugt gierig die guten Sachen ein. Carthamus tinctorius seed oil, Simmondsia chinensis seed oil, Argania spinosa kernel oil, Parfum, Tocobiol sind drin.

Mein Bart ist nicht der längste, aber eine widerspenstige Nummer, jetzt läuft der Kamm sauber durch und entwirrt jedes Haar.

So soll das!

Ein Schluck Brandy, ein Blick in den Spiegel, der Bart glänzt, der Mann grinst. 

Das Balm, der schicke Tiegel.

Mittelfeste Konsistenz, der Daumenagel schiebt sich die richtige Menge zurecht, die warme Handfläche macht es weich und der Bart und die Haut darunter freuen sich auf eine Extraportion Pflege. Wieder dieser Duft, weich und kraftvoll. Ich hätte die Sachen fast in Sandelholz bestellt, aber mich dann doch für Amber-Lime entschieden und muss sagen, ich bin froh. 

Lanolin, Cera Alba, Cocos Ncifera oil, Paraffuinum Liquidum, Prunus Amygdalus Dulcis Oil, Olus Oil, Tocopherol, Castor Oil, Parfum, Tocobiol sind die Inhaltsstoffe.

Langsam und ruhig arbeite ich das Balm in den Teppich, versuche, so gut wie möglich, vor allem die Haut darunter zu erreichen, die Wildschweinbürste verteilt es, dann kommt der Nõberu-Kamm zum Einsatz.

Grob gezinktes Pfirsich-Holz, verteilt das Balm und massiert sanft die Haut. Ich kämme den Bart von allen Seiten durch, ich liebe dieses Gefühl. Man spürt wie die Durchblutung angeregt wird, wie Luft durch die Haare strömt. Einfach und gut!

Der Blick in den Spiegel und die prüfenden Hände, der Duft in der Nase, alles gut! Aber an meiner Frau muss Nõberu of Sweden auch noch vorbei. 

Die roten Fingernägel fahren langsam durch den Bart, die Augen geschlossen, die Nase zieht lang und länger den Duft ein. Sie läßt sich Zeit diesmal.

Dann der Ritterschlag. Meine Frau nickt! Mehr geht nicht, hundert Länderpunkte für Schweden.

Fazit: Nõberu of Sweden ist eine Pflegeserie für den Mann, eventuell für den nicht mehr ganz jugendlichen Mann. Sehr straight in Design und Duft, wenig provokant und laut, eher zurück haltend und selbstbewusst. Eher Anzug als Jeans, eher Limousine als Moped, eher abends als morgens. Die Pflege ist hervorragend, Öl und Balm sind sparsam und ergiebig. Einzig der verschwenderische Dosierkopf am Öl sollte eventuell überdacht werden. Der Kamm ist prima für die kleine Tasche, er wiegt fast nichts und nimmt den Amberduft schön auf, dunkelt etwas nach und ist schlicht und elegant.

Ich mag die Schweden einmal mehr für ihre Art an Sachen ranzugehen und freue mich auf mehr von  Nõberu of Sweden!

http://www.noberu.de

Mahalo! 

 

PS: Ich habe die Produkte die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

Publiziert in Salty Care

Triumph & Disaster, was für ein Name. Machte mich sofort neugierig, also flink eine Mail an die Macher raus und, flink again, kam das Paket.

Männerkosmetik, die einen lieben es, sich zu pflegen, die anderen schreien Zeter und Mordio! 

Ein Mann hat sich zwar zu pflegen, aber Cremes und Tiegel und Fläschchen haben im Bade des Mannes nichts oder nur in geringer Zahl etwas verloren, ein Glaubenskrieg in der Nasszelle. 

Fuck it! Ich liebe es, mich und meinen Bart und meinen Leib zu pflegen. Ich schließe die Badezimmertüre, höre Clutch, loud as Hell, und pflege mich und meinen Style. Und zwar wie ein Mann!

Und dann landen die Sachen von Triumph & Disaster bei mir im Bad! 

Seife für die Hände, eine Seife am Stück, Rasiercreme, Face Scrub, eine Gesichtscreme und ein Sunblocker.

Alles mit sprechenden Namen und einer Story dazu auf den Behältnissen.

Die Seife für die Hände nennt sich Little Helper. Die Story dazu ist eine, die jeder kennt. "Mama always told you to wash your hands!" Mehr noch: "Keep your Head clear, your Heart true and your Hands clean." Das alles funktioniert mit dem kleinen Helfer mehr als hervorragend. Die Hände, meine Freunde, sind eure Visitenkarte.

Die Inhaltsstoffe sind blaue Zypresse, Mandel, Rosenholz und natürliche Tenside. Galbanöl, Bergamotte, Zypresse und Wacholder geben der Seife ihren würzig-frischen Duft, der erstaunlich männlich und kräftig für eine Handseife ist. Die Hände werden sauber, ohne zu trocken zu werden und riechen gepflegt und gut! Ich will ihn nicht mehr missen, den Little Helper.

Das  A+R Waschstück, im Gegensatz zu den anderen Produkten nicht in schwarz, sondern in orange gehalten, ist eine ganz eigene Nummer im Reich der Seifen. Mandelmilch, Hagebuttenöl, Haferflocken reizen die Haut nicht, trocknen sie nicht aus, helfen beim Heilen kleiner Wunden und es riecht einfach gut, das Stück!

Ich wasche meinen Bart damit, weich und fluffig wird der Teppich, sauber und fein duftend.

Die Hände sind sauber, das Gesicht ist bestens vorbereitet, die "Rubbelcreme" kommt zum Einsatz.

Freunde! Eine Rasur gelingt bestens nach einer Behandlung mit einer Creme wie dieser. Die hier ist nichts "for the faint of the heart" wie auf auf dem Tiegel steht, also nix für schwache Nerven.

Rock & Roll Suicide sagt es auf dem Deckel, schwarz und herb duftend sitzt die Tunke im Topf, hölzern und erdig und rauchig.

Beim Blick auf die Inhaltsstoffe wird klar woher:

Vulkanasche und Tonerde machen den Scrub zu dem, was er ist, eine Therapie gegen abgestorbene Hautzellen, Talg und Mitesser, den kleinen Schweinepriestern.

Vor dem Rasieren kreisend auf der feuchten Haut verteilt und einmassiert, löst sich alles, was weg muss. Mit reichlich Wasser abspülen, fertig. Die Haut ist sensationell weich und die ungeliebt-pelzigen Stellen bestens darauf vorbereitet wirklich dem letzten Haar farewell zu sagen.

Ich liebe die altmodische Rasur, zwar nicht mit dem Messer, aber dem Hobel, dem Pinsel und einer Rasiercreme, hier die Triumph & Disaster Old Fashioned Shaving Creme. Eine kleine Menge in die Schale, mit dem nassen Pinsel schwingend und kreisend eine festen, luftigen Schaum schlagend. Und wieder, lasst euch Zeit. Die zu rasierenden Stellen mit möglichst heissem Wasser benetzen, den Schaum langsam und bedächtig verteilen, den Duft einatmen, alte Schule, Erinnerungen an den Barbier meines Großvaters werden wach, der Geruch, die Stimmung. Old Fashioned eben.

Einwirken lassen!

Ein Glas Brandy im Bad wirkt Wunder, die Musik nun etwas leiser machen. 

Lasset die Zeremonie beginnen.

Wir haben uns entschieden, dem Franzosen mit den 3-5 Klingen Adieu zu sagen, mehr als einmal lief Blut, ob mit dem Messer oder mit dem Hobel. Lehrreich und glorreich das Ganze.

"Made to remind you that shaving is a skill!"

Zieht durch, langsame Züge, nicht absetzen, weg mit den Konturenfeinden, weg mit den Haaren, die einfach nicht dahin gehören, wo sie stehen. Und atmet und zieht durch die Nase den Duft ein.

Hier arbeiten mentholige, zitronige Gerüche, frische Minze, Patchouli, Grapefruit und Majoran daran, euch zu entspannen. Durchatmen!

Die Reste ordentlichst entfernen, der prüfende Blick in den Spiegel. Alles gut. Besser noch! Alles spitze! Schade, dass die Kiwis kein After-Shave anbieten, würde es die Nummer doch aufs Feinste komplettieren. So muss halt das gute und lang erprobte Floid herhalten. Ich liebe es, nach der Rasur - das Brennen, der Duft, die Hände vor die Nase haltend, tief einatmen, wie beim Barbier.

Yeah!

Gameface, Pokerface, der Name der Gesichtscreme. Die Pflege nach der Rasur und für jeden Tag. Erstaunlich flüssig sitzt sie da in ihrem Tiegel, duftet nach Patchouli, Sandelholz, Lavendel, Geranium und Jasmine, männlich, kräftig. Nix Leichtes, nichts Florales, was hier die Nase erfreut.

Durch die Konsistenz kommt man nicht dazu zu viel zu nehmen. Gut so! Den Finger rein in den Topf, es bleibt genau die Menge am Finger, die man braucht. Einmassieren, Zeit lassen, eventuell die Augen schliessen, auf jeden Fall, wie schon vorher, tief und gut einatmen. Die Haut beruhigt sich sofort, die Creme zieht ein, keine Rückstände. Spitze. Die flüssige Konsistenz hat ihren Sinn. Mega ergiebig die Gute.

"Gameface moisturiser is a tool to serve and protect you against the elements." Jojoba-Extrakt, Horopito-Öl, Ponga-Farn (Cumingii) und Vitamin E lieben eure Haut und pflegen sie. 

Derart gepflegt verlasse ich mein Bad und freue mich auf die Welt. Ein herrliches, ein männliches Gefühl!

Als Wasserratte und Segler war ich aber auch an dem Sunblocker von den Neuseeländern interessiert, dem "No Dice Sunscreen SPF 50".

Freunde des Wassersports, der Kletterei in den Bergen, Snowboarder, Skifahrer, Angler Radler, Cabrio- und Mopedfahrer wissen, worum es geht.

Die Sonne ist herrlich, aber unter Umständen kann sie euch herbe mitspielen!

Wichtig bei einer Sonnencreme ist, dass sie nicht schmiert, gut und schnell einzieht und bestens schützt. Hier erledigen das eure Kumpels Zink-Oxid, Titan-Dioxid, Grüner Tee, Jojoba. Die beiden ersteren reflektieren die Sonnenstrahlen, der Tee beruhigt und Jojoba pflegt. Sie ist quasi nicht fettend, will sagen, sie ist hervorragend geeignet, um sich bei jedweder Aktivität im Freien vor Sonnenbrand zu schützen.

Nichts Schlimmeres, als nach einen geilen Tag, am Abend mit verbrannter, roter und schmerzender Haut beim Bier oder Gin-Tonic zu sitzen und dir die Drinks, vor lauter Brennen, am liebsten über den Kopf anstatt in den Hals schütten zu wollen.

Erprobt auf mehreren Törns und für bestens befunden.

"No Dice" rules!

Fazit: Eine (fast, das After Shave fehlt!) komplette Kosmetikserie für Männer ist nichts Neues, aber eine Reihe wie diese sehr wohl. Hier zielt alles auf den Kerl mit hohem Anspruch an -  die Wirkstoffe, die Wirkung und das Design.

Die Neuseeländer wissen, wie man(N) sich pflegt und setzen das in ihren Produkten auf den Punkt gebracht um. Kein ChiChi, kein Firlefanz, kein Kokolores, kein Tand oder Kokolores wird angepriesen, hier bekommt der Herr, was er braucht. Pflege für die Haut und den Geist.

Chapeau Dion. Great Job!

 

https://triumphanddisaster.com

Truimph & Disaster bei facebook 

 

PS: Ich habe die Produkte die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

Publiziert in Salty Care

Der Stenz, ein Begriff aus dem Rotwelschen, einer Sprache oder mehr einem Dialekt, eine "Gaunersprache". 

Ich habe eine großartige Erklärung des Begriffes "Stenz" vom großen Helmut Dietl (Monaco Franze - Der ewige Stenz) gefunden:

"Von etwas windiger Eleganz, der jeweils herrschenden Mode immer einen Schritt vorausstolzierend, hat der Stenz die Pflege seines Haupthaares sowie die Pflege seiner Schuhe (von denen er unzählige besitzt) zu kultischen Handlungen entwickelt. Er legt Wert auf Umgangsformen bzw. auf das, was er dafür hält, und schafft es, das oberste Ausstrahlungsziel dabei nicht aus den Augen zu verlieren: immer cool und lässig zu sein."

Und auch Patrick Süskind, seines Zeichens Schreiber des sensationellen Buches "Das Parfüm", liefert eine Begriffsklärung mit der Flo, der Macher von STENZ Beardcare garantiert einverstanden ist:

[...] Während der Matscho seine erotischen Ziele mit tierischem Ernst verfolgt und dabei den Einsatz brutalster Machtmittel nicht scheut, sieht der Stenz sein Verhältnis zu den Frauen unter spielerisch-sportlichem Aspekt. Nicht der Erfolg ist ihm das Wichtigste, sondern der Weg dahin; nicht der Besitz, sondern die Verführung. [...] Der Matscho ist ein despotischer Machtmensch, der die Welt - und die Frau nur als Teil der Welt! - verachtet und unterwerfen will. Für den Stenz hingegen ist das Weibliche die Welt schlechthin, in die er sich als homo ludens zu versenken sucht. Je größer diese Welt ist, je freier sie sich entfaltet und in Erscheinung tritt, desto wohler fühlt sich der Stenz. [...]
Dem Stenz ist alles provinziell Derbe ein Gräuel. Er liebt das Urbane. Er braucht die anregende Vielfalt der Erscheinungen, die spielerische Unverbindlichkeit im zwischenmenschlichen Verkehr. Mit einem Wort: Der Stenz ist der zivilisierte Mann des Volkes. Er hat Stil. [...] Die Serie "Monaco Franze - Der ewige Stenz" will einen Beitrag zur Rettung dieser bedrohten Kutlur leisten. [...]

Ich hatte schon die Freude vor einiger Zeit die Seife von Flo zu testen, nachzulesen hier, und auch ein unterhaltsames Interview mit Herrn Ehrnböck findet ihr hier.

Nun kam es, das blaue Paket mit dem Öl und dem Balm.

Hiagst, heisst die Reihe. Und wieder ein Begriff aus alter Zeit,

Hiagst. Der Herbst.

Natürlich musste sofort meine Nase dran ans Öl, ein Duft wie ich ihn so noch nie gerochen hatte. Die Zusammensetzung macht klar was da der Nase schmeichelt:

Traubenkernöl, Mandelöl, Arganöl, Sandelholz, Zedernholz, Squalan (rein pflanzlich), Rosmarin, Kiefer, Fichte und Lemongras.

Hiagst der Herbst, später Sommer auf einer Hochalpe. Vom Tal weht der Duft der Wälder und von oben die kühle Frische des kommenden Schnees und des blauen Himmels. Himmelblau, die Farbe vom STENZ.

Das Balm riecht dazu passend, gut.

Zur Anwendung:

Wie schon in den voran gegangenen Tests geschrieben, ist ist es hier immer noch Hochsommer, Feuchte und heisse Tage, feuchte und schon etwas kühlere Nächte, der Bart entwickelt ein Eigenleben, vor allem Morgens sieht er aus wie Kraut und Rüben, aber auch den Tag über will das Gewächs Pflege und Beachtung.

Also den Bart gewaschen und das Öl in die Handfläche.3-5 Tropfen in den noch feuchten Bart, langsam und mit Geduld einarbeiten. Der Bart dankt es dir mit einem seidigen Glanz und dem schon genannten Duft. Männlich, frisch und anders. 

Danach erstmal einen Kaffee, das Öl muss wirken und ich wach werden. Beides tut seine Wirkung, das Öl, der Kaffee.

Das Öl macht den Bart weich und gut kämmbar, aber nicht so weich das er "fliegt", er wird nicht zu leicht, hat einen gewissen Halt. Klasse!

Dann Hiagst naturtrüb, das Balm.

Bienenwachs, Vaseline, Mandelöl, Sandelholz, Zedernholz, Rosmarin, Kiefernadel, Fichtennadel und Lemongras machen es zu dem was es ist.

Wieder dieser Duft, etwas cremiger, etwas feiner.

Eine kleine Menge reicht, es ist fester als andere Balsame, gut in den Handflächen verreiben, anwärmen, verflüssigen, einmassieren.

Dann die Bürste mit den Wildschweinborsten und wieder langsam und gelassen einarbeiten. Nehmt euch die Zeit. Abschalten, durch die Nase in den Bauch atmen. Bürsten, kämmen und den Duft geniessen.

Der Widerborst wird gebändigt und bekommt Halt, die darunter liegende Haut dankt es dir mit gesunder Geschmeidigkeit und ihr kommt entspannt und bestens duftend aus dem Bad.

Ich habe Beides mitgenommen, täglich, an den Strand und auf's Wasser. Nach dem Bad im salzigen Meer den Bart mit Süßwasser ausgespült und kleine Mengen vom Öl und Balm zur Nachsorge einmassiert. Spitze! Die Blicke der Damenwelt, unbezahlbar.

Nichts wurde strohig, nichts wurde trocken und mein ganzer Stolz glänzte leicht und fühlte sich einfach gut an.  

Fazit: Ich mag die Sachen vom STENZ. Sie halten was sie versprechen, sind eigenständig vom Design bis zum Duft, die Pflegewirkung ist hervorragend und die Produkte sind sehr ergiebig, das freut den Geldbeutel und die Reisetasche wenn man mal länger unterwegs ist. Das Himmelblau sticht raus aus den anderen Fläschchen und Tiegeln im Bad und so ist auch der Duft. Einzigartig.

Ich bin mehr als gespannt was noch kommt aus "Bavaria's Dirty South".

http://stenz-beard.com

Mahalo

 

PS: Ich habe die Produkte die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

Publiziert in Salty Care

Beyer's Oil, da kommt es schon mal zu verzückten Gesichtern bei Männlein wie Weiblein, wenn man diesen Namen nennt.

Der Bastian Beyer hat sich ans Eisenkraut gemacht und das ist gut so.

Ein lange vergessenes Heilpflänzlein aus der Familie der Verbenen taucht in der Kosmetik für den Bartträger von heute auf. Ein Grund mehr für mich, mal dran zu schnuppern.

Quelle Wikipedia

Die letzte Wochen waren, wie so oft hier, eine echte Herausforderung für Kosmetik und Bartpflege. Mittlerweile sind wir im achten Mond angekommen. 

Hier bei uns in Spanien sagt man sich verständnisvoll zunickend: "Ich hab' derart August" und meint damit, man schlafe nicht oder nur wenig und wenn, dann wacht man völlig verschwitzt mitten in der Nacht auf und hat brutalste Lust sich ein eiskaltes Bier unter der Dusche zu gönnen. Die Luftfeuchte hat ostasiatischen Pegel erreicht und der Bart rebelliert und rollt und kringelt sich, dass es eine wahre Freude ist. Dazu Salz und Sand und du siehst am morgen aus wie ein von einem 40-Tonner überfahrener ZZ-Top-Fan. 

Ja Bastian, harte Nummer für deine Produkte!

Aber erstmal nach den Äußerlichkeiten schauen. 

Ich mag sie ja, diese braunen Fläschchen mit der Pipette, hier kommt diese nun in weiss, passt perfekt zum Label, gut. Das Öl kommt in einem braunen Karton, Konterfei und Signatur vom Bastian, Inhaltsangabe drauf, Sprüchlein, fertig.

 

Das Shampoo weckt Kindheitserinnerungen an die Apotheke, in die meine Oma mich ab und an mitnahm. Groß und braun und Drehverschluss - und aus Plastik!

Ich mag Plastik nicht, aber wem schon mal eine Glasflasche im Bad runter gefallen ist, nackt, barfuss, nass und fern des Staubsaugers, der wird diese hier zu schätzen wissen. Ein Dosier-Aufsatz hilft beim Sparen, sieht gut aus und funktioniert.

Ich liebe ja dieses "Yeah" oben rechts auf dem Label. Überhaupt finde ich das Design einfach freundlich und nett. Wie der Herr Beyer selber, hier im Interview könnt ihr euch davon überzeugen.

Feine Inhaltsstoffe warten in beiden Produkten darauf, eurem Bart zu schmeicheln. 

100 % natürliche Öle aus Jojoba (aus biologischem Anbau), Zitronenverbene, Bergamotte und Lavendel, beim Öl in der 30 ml Bottle. Hochwertige Öle aus Zitronenverbene (Eisenkraut), Bergamotte, Lavendel und Wacholder im Shampoo.

Naturkosmetik konform und fein abgestimmt. Und Freunde, der Duft wird euch überraschen!

Aber zur Praxis. Ich bleibe bei meinen Tests bei einer Mindestdauer von einer, manchmal auch zwei Wochen. In dieser Zeit benutze ich keine anderen Produkte, klar, würden sie doch das Ergebnis verzerren.

Ich bin kein Chemiker, da kann man viel lesen und machen und tun, man wird immer nur Halbwissen sein eigen nennen. Nicht mein Ding.

Mich interessiert nichts anderes als das Gefühl, der Geruch und das Aussehen meines geliebten Bartes am Ende eines Tests. So auch bei Bastians Eisenkraut in Flaschen.

Ich habe vor etwa anderthalb Wochen damit begonnen, Beyer's Sachen in meinen Gesichtsbehaarung zu packen, Wetter und Sport und Party, wie schon oben beschrieben, boten das perfekte Terrain und ich kann im Voraus sagen, das passt was der Bayer da macht.

Ich kam nach einer Nacht am Strand nach Hause, Sonnenaufgang am Horizont, Sand und Salz im Bart und um 10 Uhr ein Treffen mit Freunden zum beliebten Almuerzo, dem heissgeliebten zweiten Frühstück des Valencianos auf dem Zettel. Es galt also nicht nur gut und frisch zu riechen bis dahin, sondern auch der Bart sollte gezähmt und sauber und glänzend im Gesicht seines stolzen Trägers seinen Dienst tun.

Also Kaffee, reichlich Wasser (trinkt Wasser Männer, von mir aus, wenn keiner hinschaut, aber Wasser liebt der Bart und beschenkt euch dafür mit dichtem und gesunden Wuchs!), und ab ins Bad, den Bluetooth Speaker geschnappt, Türe zu und mit "Motörhead" den neuen Tag begrüßt.

Dusche, Dudu-Osun for the Body und Beyer's Bart Shampoo für den Bart. Leute, die Dusche duftete auf einmal, dass es eine Pracht war. Jeder der Dudu schon benutzt hat, weiss, dass der Geruch absolut gewöhnungsbedürftig daher kommt, aber das Shampoo vertreibt diesen sofort. Eine herbe, frische Note aus den Bergen ruft die Lebensgeister wieder auf den Plan und man(N) freut sich auf die Pflege mit dem Öl.

Das Shampoo ist mega ergiebig. Durch den Dosiereinsatz fällt es einem nicht schwer, eine kleine Portion auf der Handfläche und im Bart zu verteilen, Schaum und Frische, herrlich. Der Bart quietscht vor Freude, raus aus der Dusche, sanft frottiert ist er bestens vorbeireitet auf das Öl. 3-4-5 Tropfen in die Hand, die Wärme verflüssigt es, dann in den Teppich damit.

Langsam und geduldig einmassieren.

Da ist er wieder, der Duft aus Bergamotte und Eisenkraut, zitronig und doch nicht, frisch und männlich, überraschend. Die Bürste mit Wildsauborsten verteilt das Gute bis in den letzten Winkel. 

Der Spiegel ist dein Freund, wundervoll glänzend, beim Barte des Propheten, was für ein Duft! 

Aber, wer meine Tests aufmerksam liest, weiss, es fehlt der Lackmustest, jedes Produkt muss da durch: Meine Frau!

An ihr kommt nix vorbei, so musste auch der krautige Bayer diese Prüfung bestehen. Die mit langen roten Fingernägel bewehrten Hände streifen durch den Bart, die Nase versinkt und zieht langsam den Duft ein.

Weite Felder in Province, Verbene und Lavendel wiegen sich lila im Wind, Alain Delon im hellen Anzug im dunklen Cabrio, die Bardot ...... Ja, so sehen Frauen Düfte.

Bestanden! Ich konnte guten Gewissens mit meinen Jungs das späte Frühstück geniessen und die Welt war in Ordnung!

Fazit: Ein neuer Duft in der ersten Reihe meiner Sammlung. Bestimmt nicht jedermanns Sache, aber garantiert Männersache. Die Pflegewirkung ist hervorragend, leichter Glanz, sehr gute Kämmbarkeit und ein leichter Halt zeichnen das Öl aus, das Shampoo passt dazu perfekt! Beides sehr ergiebig. Lasst es beim Öl langsam angehen, es reichen 2-5 Tropfen sauber einmassiert und euer Bart ist bestens versorgt und der Hemdkragen bleibt trocken.

Ich bin gespannt, was der Bastian und seine kleine Öl-Schmiede Beyer's Oli noch auf den Markt bringen.

 

http://www.beyersoil.com

Mahalo!

 

PS: Ich habe die Produkte die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

 

Publiziert in Salty Care
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