Dienstag, 18 April 2017 17:05

Heute kam sie, die Seife vom STENZ.

Der Postbote kam mit einem dicken Lachen auf mich zu, mit dem himmelblauen Paket unterm Arm und fragte, ob ich Geburtstag hätte, das sieht schwer nach nem Geschenk aus. Ich lachte und sagte: "So ähnlich, da ist Seife drin, danach bin ich nicht nur ein Sauberer, sondern auch ein Anderer."

Er schaute mich an und ich wusste, er glaubt mir kein Wort. 

Also fix das Messer gezückt und aufgemacht die Kiste vom STENZ, das Gesicht des Beamten der spanischen Post, unbezahlbar, der Duft aus der blauen Schachtel, alles in Sägespänen gehüllt, eine Karte, Aufkleber, klasse.

Der Postmann hat also was zu erzählen und ich was zu tun. 

Diese Seife will in meinen Bart.

Aber zuvor noch ein paar Worte zu STENZ und seinen Produkten. 

Hinter dem Namen STENZ steht Flo Ehrnböck und seine kleine, feine "Bartproduktschmiede". Er bietet drei Produkte an, ein Bartöl, ein Balm und seit Neuestem eine Seife. Das Ganze kommt aus dem Bayrischen Wald und wurde und wird dort mit viel Liebe zum Bart und zur Natur entwickelt und hergestellt. Nicht umsonst zählt seine Kollektion "Hiagst" zu den Beliebtesten in der Bart-Szene.

Zur Seife: Verpackt in einem wunderbaren Tütchen duftet das Stück Natur frisch und fein und wartet darauf, ausgepackt zu werden. Die Form überrascht, ein kleiner Berg, geprägt, geschmeidig und einfach schön anzusehen. Laut STENZ 100 % Natur, 100 %Handarbeit, aus einer kleinen Seifensiederei bei ihm um die Ecke. Niederbayern rules und kurze Wege sind dein Freund.

Na dann los, der Bart will gewaschen sein. Nass kommt der entscheidende Vorteil der STENZschen Seife und ihrer ungewöhnlichen Form voll zum Tragen: Sie liegt exzellent in der Hand, flutscht nicht, rutscht nicht, dem griffigen  Alpenpanorama sei Dank! Und sie schäumt, dass es eine Pracht ist. Der Duft bleibt während der ganzen Zeit dezent und herrlich frisch. Auswaschen läßt er sich auch prima, sehr angenehm, wenn man den Bart mal nicht unter der Dusche, sondern im Waschbecken waschen will oder muss oder kann ...

Dann der ultimative Test: Meine Frau. Sie riecht lange an meinem Bart, Vollprofi mittlerweile, kein Wunder nach fast 16 bartreichen Jahren mit mir ..... und nickt. Der Ritterschlag für einen Duft an mir.

Vom Gefühl her ist es genau das, was ich mir vorstelle. Ein sauberer, frisch gewaschener Bart muss sich weich und gesund und fluffig anfühlen. Und zwar vor dem Öl und dem Balm, dann ist meine bärtige Welt in Ordnung. 

Gut gemacht Flo, gut gemacht STENZ. 

Nicht nur ich bin auf weitere Produkte von dir gespannt!

 

http://stenz-beard.com

Der STENZ bei facebook

 

PS: Ich habe die Produkte die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

Publiziert in Salty Care

Nachdem ich hier über zwei Seifen geschrieben habe, die gerade eine Renaissance erleben, hier nun meine persönlichen Erfahrungen über meinen kompletten Wechsel von Duschgel, Shampoo, Spülung, Rasierschaum und Handwaschgel aus dem Spender zu einer Seife.

Seife war früher in jedem Haushalt auf dem Waschbecken zu finden, man erinnert sich noch an 8x4, Irischer Frühling oder Fa. Bunte Blöcke die "flutschig" und schwierig zu handeln waren. Unter der Dusche ebenso wie in der Wanne, unsägliche Witze erzählen heute noch davon.

Dann kamen die Gels in Varianten, an die niemand vorher gedacht hätte. Shampoos rochen auf einmal nach "Grüner Apfel", 

 

Moschus eroberte die Badezimmer.

Und die Seife wurde von Plastikflaschen mit Dosier-Kopf verdrängt. Sauberer, komfortabler, sparsamer, hygienischer. So sagte die Werbung und die Hersteller fluteten die Regale in den Supermärkten mit unfassbaren Mengen an Duschgels, Seifengels, Shampoos und Spülungen, Haarkuren und Lotionen für die Haut, für alles, gegen alles, für jeden und um jeden Preis.

In den Bädern der Republik duftete es nach Früchten, ohne das man sie sah, der Mann roch männlich, wie sich die Industrie es vorstellte, die Haut wurde in Standards gepackt und danach kaufte man/frau dann entsprechend dem, was man/frau glaubte, für Haut zu haben. Es galt gegenzusteuern, trockene Haut wurde gegossen, fettige trocken gelegt, um sie danach mit der passenden Creme wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen ...

Jeder hatte sein favorisiertes Duschgel, so auch ich. Bis ich vor einigen Jahren Probleme mit meiner Haut bekam. Der Hautarzt behandelte mich zuerst auf atopische Haut, ein medizinisches Duschgel musste her, sündhaft teuer und dazu die passende Lotion, nichts half. Ein anderer Hautarzt stellte nun fest, keine atopische Haut, Pergamenthaut habe ich.

Eine kurze Erklärung: Pergamenthaut ist extrem trockene und dünne Haut, Verletzungen entstehen sofort, die Haut reisst ein, sie heilt schlecht, perfekt für den Liebhaber des Tattoos also.

Wieder wurde eine Lotion verschrieben, Duschgel, 26 € für eine normale Größe, das ging ins Geld.

Dann kam ich vor einigen Jahren durch einen Artikel auf die Rettung. 

Dudu-Osun, die schwarze Seife aus Afrika.

Was unglaublich klingt, hat mein Leben schlicht erleichtert, ja normalisiert.

Ich habe also diese Seife bestellt, damals nur ein kleines Stück.

Ich unter die Dusche, eingeschäumt und war entsetzt. Noch unter dem warmen Wasserstrahl fühlte sich meine Haut an, als ob sie quietschen würde, wie wenn man dran reiben würde. Ein völlig anderes Hautgefühl. Noch hatte ich meinen Bart nicht damit gewaschen, nur den Körper, es roch fast etwas streng, Seife. Lange nicht mehr gespürt, lange nicht mehr gerochen. Meine Frau fand den Geruch abschreckend, derbe, seifig.

Ich las mich etwas ein, habe mich in einem Forum für Hautkrankheiten ausgetauscht, da wurde mir Geduld gepredigt. Ich also weiter dieses schwarze Stück unter der Dusche benutzt, den Bart schamponiert, mich mit dem Schaum rasiert, auch unten rum, mich nach dem Duschen nicht abgerubbelt, meine Haut trocknen lassen und dann passierte es. Meine Haut wurde mit jedem Duschen besser, nach jeder Dusche hatte ich weniger Juckreiz, weniger Spannung in der Haut. Mein Bart wurde auf eine Weise fest und weich und voll, dass es eine Freude war. Der Geruch der Seife hat sich verändert durch den Gebrauch, das dauert nach meiner Erfahrung bei jedem neuen Stück ein Weile, 3-4 mal unter der Dusche, dann kommt ihr eigentlicher Geruch durch, holzig, würzig und frisch. 

Man spart durch sie eine Menge Geld und hat wesentlich weniger Plastikmüll im Müll.

Ich liebe sie mittlerweile, will euch aber ein paar Dinge nicht vorenthalten. Die Seife legt sich wie ein Film auf Armaturen und Email und erhöht Putzzeit, Putzaufwand und Putzmitteleinsatz. Die Seife färbt nur das Wasser, aber das sieht gewöhnungsbedürftig aus und legt sich wie gesagt auf alles.

Nichtsdestrotrotz werde ich wohl nie wieder etwas anderes zur Körperpflege nehmen als Seife, ob es die Dudu bleibt, weiss ich nicht. Ich probiere auf jeden Fall als nächstes Aleppo Seife aus.

Ich werde berichten.

Publiziert in Salty Care