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Nachdem ich hier über zwei Seifen geschrieben habe, die gerade eine Renaissance erleben, hier nun meine persönlichen Erfahrungen über meinen kompletten Wechsel von Duschgel, Shampoo, Spülung, Rasierschaum und Handwaschgel aus dem Spender zu einer Seife.

Seife war früher in jedem Haushalt auf dem Waschbecken zu finden, man erinnert sich noch an 8x4, Irischer Frühling oder Fa. Bunte Blöcke die "flutschig" und schwierig zu handeln waren. Unter der Dusche ebenso wie in der Wanne, unsägliche Witze erzählen heute noch davon.

Dann kamen die Gels in Varianten, an die niemand vorher gedacht hätte. Shampoos rochen auf einmal nach "Grüner Apfel", 

 

Moschus eroberte die Badezimmer.

Und die Seife wurde von Plastikflaschen mit Dosier-Kopf verdrängt. Sauberer, komfortabler, sparsamer, hygienischer. So sagte die Werbung und die Hersteller fluteten die Regale in den Supermärkten mit unfassbaren Mengen an Duschgels, Seifengels, Shampoos und Spülungen, Haarkuren und Lotionen für die Haut, für alles, gegen alles, für jeden und um jeden Preis.

In den Bädern der Republik duftete es nach Früchten, ohne das man sie sah, der Mann roch männlich, wie sich die Industrie es vorstellte, die Haut wurde in Standards gepackt und danach kaufte man/frau dann entsprechend dem, was man/frau glaubte, für Haut zu haben. Es galt gegenzusteuern, trockene Haut wurde gegossen, fettige trocken gelegt, um sie danach mit der passenden Creme wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen ...

Jeder hatte sein favorisiertes Duschgel, so auch ich. Bis ich vor einigen Jahren Probleme mit meiner Haut bekam. Der Hautarzt behandelte mich zuerst auf atopische Haut, ein medizinisches Duschgel musste her, sündhaft teuer und dazu die passende Lotion, nichts half. Ein anderer Hautarzt stellte nun fest, keine atopische Haut, Pergamenthaut habe ich.

Eine kurze Erklärung: Pergamenthaut ist extrem trockene und dünne Haut, Verletzungen entstehen sofort, die Haut reisst ein, sie heilt schlecht, perfekt für den Liebhaber des Tattoos also.

Wieder wurde eine Lotion verschrieben, Duschgel, 26 € für eine normale Größe, das ging ins Geld.

Dann kam ich vor einigen Jahren durch einen Artikel auf die Rettung. 

Dudu-Osun, die schwarze Seife aus Afrika.

Was unglaublich klingt, hat mein Leben schlicht erleichtert, ja normalisiert.

Ich habe also diese Seife bestellt, damals nur ein kleines Stück.

Ich unter die Dusche, eingeschäumt und war entsetzt. Noch unter dem warmen Wasserstrahl fühlte sich meine Haut an, als ob sie quietschen würde, wie wenn man dran reiben würde. Ein völlig anderes Hautgefühl. Noch hatte ich meinen Bart nicht damit gewaschen, nur den Körper, es roch fast etwas streng, Seife. Lange nicht mehr gespürt, lange nicht mehr gerochen. Meine Frau fand den Geruch abschreckend, derbe, seifig.

Ich las mich etwas ein, habe mich in einem Forum für Hautkrankheiten ausgetauscht, da wurde mir Geduld gepredigt. Ich also weiter dieses schwarze Stück unter der Dusche benutzt, den Bart schamponiert, mich mit dem Schaum rasiert, auch unten rum, mich nach dem Duschen nicht abgerubbelt, meine Haut trocknen lassen und dann passierte es. Meine Haut wurde mit jedem Duschen besser, nach jeder Dusche hatte ich weniger Juckreiz, weniger Spannung in der Haut. Mein Bart wurde auf eine Weise fest und weich und voll, dass es eine Freude war. Der Geruch der Seife hat sich verändert durch den Gebrauch, das dauert nach meiner Erfahrung bei jedem neuen Stück ein Weile, 3-4 mal unter der Dusche, dann kommt ihr eigentlicher Geruch durch, holzig, würzig und frisch. 

Man spart durch sie eine Menge Geld und hat wesentlich weniger Plastikmüll im Müll.

Ich liebe sie mittlerweile, will euch aber ein paar Dinge nicht vorenthalten. Die Seife legt sich wie ein Film auf Armaturen und Email und erhöht Putzzeit, Putzaufwand und Putzmitteleinsatz. Die Seife färbt nur das Wasser, aber das sieht gewöhnungsbedürftig aus und legt sich wie gesagt auf alles.

Nichtsdestrotrotz werde ich wohl nie wieder etwas anderes zur Körperpflege nehmen als Seife, ob es die Dudu bleibt, weiss ich nicht. Ich probiere auf jeden Fall als nächstes Aleppo Seife aus.

Ich werde berichten.

Publiziert in Salty Care
Donnerstag, 23 März 2017 08:43

Seife, der saubere Wiedergänger.

Seife, überall Seife. Und ja Freunde, vor allem im Bad des Mannes hält der lange vergessene Wiedergänger Seife mit Pauken und Trompeten Einzug.

Seife. Bei dem Wort kommen in mir Erinnerungen hoch. Kernseife. Dieser gelbliche Block, viereckig, rissig, lag im Bad und in der Waschküche. Damit wurde gereinigt. Opas Hemdkragen genauso wie mein Kinderhintern, die dreckigen Füße und die speckigen Haare.

Kernseife, was ist das? Hier ein Auszug aus Wikipedia Kernseife

"Kernseifen zählen zu den Seifen und sind in der Regel Natriumsalze von Fettsäuren. Sie haben eine weiße bis bräunliche Farbe und einen Fettsäuregehalt von 72–75 %. Sie werden meist aus Fetten geringerer Qualität gewonnen. Kernseifen bilden die Grundlage für Zubereitungen, die oft Feinseifen genannt werden und mit pflegenden Zusätzen, Parfümen und Farbstoffen versetzt sind."

Ein altes Hausmittel, heute leider vergessen. Seine Wirkung ist indessen unbestritten, egal gegen Pickel, Fußpflege, als Waschpulver, Geschirrspülmittel, gegen Blattläuse etc.

Die stark reinigende und entfettende Wirkung ist perfekt, wenn es darum geht etwas sauber zu bekommen. Aber Obacht, bei der Reinigung der Haut muss man aufpassen. Sehr schnell endet ein Zuviel des Guten in trockener Haut.

Kurz bevor dann das Duschgel seinen Siegeszug antrat (und damit die Seife in die Tonne trat) kamen noch einige Produkte, die wir alle noch aus Kindertagen kennen. Parfümierte Lifestyle-Seifen, von den irischen Weiten bis zur sozialkritischen Rechenart, ein letztes Zucken und dann war Ruh im Tal der Seifen.

... und nicht zu vergessen: Das Waschstück!

Allerdings seifenfrei.

Aber es gibt bei Weitem nicht nur Kern- und parfümierte Industrieseifen. Der Markt entdeckt gerade für uns neue, exotische Seifen, aus Afrika, Syrien, Jordanien, Seifen aus Hanfsamen, Aprikosen, mit Arganöl und eigentlich allem, was Mutter Erde uns in die Hände gibt.

Ich selber nutze seit Jahren Dudu Osun, die schwarze Seife aus Afrika.

Aufpassen Freunde, es werden unterschiedliche schwarze Seifen angeboten, nur diese hier ist dich echte Dudu Osun. Ein anderer Anbieter hat ein nach Kunstblumen duftendes Stück auf dem Markt, das sich des gleichen Namens bedient.

Dudu Osun stammt ursprünglich aus Westafrika, genauer gesagt aus Nigeria. Daher verdankt die Seife auch ihren Namen. Denn die Bezeichnung „Dudu Osun“ gehört zur Sprachfamilie der Yoruba, die gleichzeitig eine Ethnie in Südnigeria ist und bedeutet so viel wie „schwarze Seife“. Die Seife ist vom Optischen her tatsächlich eine schwarze Seife und wird vorzugsweise in Westafrika gebraucht. 

Zur Fertigung wird Karitébutter, Zitrussaft, Palmkernöl und die Asche aus verbrannten Fruchtständen der Ölpalmen verwendet. Durch letzteres erhält die Seife auch ihre schwarze Färbung.

Ich wasche mich täglich mit ihr, auch den Bart, der durch sie eine wundervolle Verwandlung erfahren hat. Er fühlt sich kräftig und weich an. Da ich seit einigen Jahren an einer Hauterkrankung leide, die man im Volksmund "Pergamenthaut" nennt, kam ich nach vielen fruchtlosen Versuchen auf diese Seife. Meine Haut wurde durch Dudu Osun wesentlich stabiler, weniger anfällig für Verletzungen.

Hier beschreibe ich meine Erfahrungen mit Dudu-Osun genauer.

Voraussetzung hier ist die regelmäßige Verwendung, ebenso wie bei anderen Problemen mit Haut und Haar.

Es gibt sie auch in einer parfümfreien Form.

Einen regelrechten Hype erfährt momentan eine der ältesten Seifen der Welt, die Aleppo Seife. Ein uraltes Produkt, die einen sagen die Sumerer, die anderen die Ägypter, und wieder andere sagen, die Römer hätten es erfunden.

Eins ist sicher, die Schweizer waren es diesmal nicht. 

Lorbeerseife und Olivenseife aus Aleppo sind in jedem Falle etwas besonderes. Bei der Herstellung bilden Oliven- und Lorbeeröl die Grundlagen. Je nach Mischungsverhältnis der beiden Öle verändert sich nicht nur der Effekt der Seife, auch ihr Preis. Je höher der Anteil an Lorbeeröl, desto teurer die Herstellung und desto wertvoller die Seife. 

Hier eine Seife im beliebten Verhältnis 60/40, also ca. 60 % Oliven- und 40 % Lorbeeröl.

Und hier eine im Verhältnis 85/15.

Ein weiterer Faktor, der Einfluss auf den Preis und die Wirkung der Seife hat, ist die Lagerung. Licht und die Luftfeuchte verändern die Seife in ihrem Äußeren und Inneren. Ein weicher Kern ist kein Zeichen für eine schlechte Seife oder deren Lagerung, nur sollte dieser nicht zu groß sein. Das könnte eine Hinweis auf die Nutzung von "Beschleunigern" beim Reifeprozess sein.

Einige Verkäufer bieten Proben an, kleine Seifen zum Probieren, um sich an seine Mischung und seine Seife ranzutasten. In jedem Fall gilt: Nehmt euch Zeit, der Geruch und der Effekt der Seife verändert sich mit der Zeit, wie auch Haut und Haare eine Weile brauchen, um sich letztlich auf die neue Pflege einzustellen.

Ich habe durchweg gute Erfahrungen gemacht. Ihr auch? Würde mich freuen, von euch zu hören.

  

 

 

 

Publiziert in Salty Care