Ointment ist das englische Wort für Salbe. Eine Heilsalbe und genau darum gehts hier.

Vor einiger Zeit musste ich krankheitsbedingt Medikamente (keine Fragen, keine Lügen) nehmen die meiner Haut unter dem Bart sehr zu setzten.  Schmerzhaftes Kürzen des Teppichs folgte, Luft ran lassen sagte der Arzt. Das meine Haut auf die Medikamente ausflippt sei normal, muss ich durch sagte der Mediziner.

Genau zu dieser Zeit redete ich mal wieder mit Mathias vom Vi Tva Hairshop (Interview mit ihm gibts hier) und er empfahl mir das Beard Ointment von Bona Fide auszuprobieren.

Gesagt, getan.

Bona Fide, was soviel heisst wie guter Glaube, haben mit dem Ointment ein einzigartiges Produkt auf den Markt gebracht. Platt gesagt ist es eine Salbe aus guten Ölen, Vitaminen und das alles mit dem bekannten Duft der Pomaden aus dem Hause Bona Fide.

Gedacht war der Stoff gegen Bearddruff, dem Kollegen von Dandruff, nur im Bart. Schuppen!

Meine Haut schuppte nicht nur, sie hatte auch rote Stellen, vor allem in der Nähe der Mundwinkel und im Schnauzer direkt unter der Nase. Unangenehmes Jucken, das beschissene Gefühl alles andere als gepflegt auszusehen, klasse.

Und dann kam diese unscheinbare Tube, dieses etwas fade Design dieser blassen Kunststoff-Tube und Freunde, ich wurde positiv überrascht.

Das ist drin:

  • Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil
  • Glycine Soja (Soybean) Oil
  • Trihydroxystearin
  • Persea Gratissima (Avocado) Oil
  • Argania Spinosa Kernel Oil
  • Citrus Grandis (Grapefruit) Peel Oil
  • Fragrance (Parfum)

Angewendet habe ich diese wirklich fette Salbe Abends, den Bart gewaschen mit Dudu-Osun, der schwarzen Seife aus Afrika und dann das Ointment geduldig und pedantisch eingearbeitet. Über Nacht einwirken lassen.

Nach 2-3 Tagen ließ das Jucken nach, die roten Flecken waren nach 4 Tagen weg, Chapeau. Durch die nächtlichen Kuren wurde mein Bart sichtlich gepflegt und sah morgens gesund und gut aus.

Ich bin durch mit den Pillen und meiner Haut geht es wieder blendend. Aber das Beard Ointment will ich nicht mehr missen.

Wenn ich mal einen dieser Tage habe an denen meine Haut auf das Rasieren übel launig reagiert, dann nehme ich eine winzige Menge von dem guten Stoff und alles wird gut. Keine roten, gereizten "Rasierbrand"-Stellen. 

Fazit: Eine Salbe wie ein fettes, extrem pflegendes Öl, frischer Duft und heilsame Wirkung. Ich mag das Ointment. 

Hier bekommt ihr das gute Zeug!

https://vitva-hairshop.de/Bona-Fide-Beard-Ointment-Anti-Schuppen-Bartoel-Bartpflege

 

Mahalo!  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying.

Publiziert in Salty Care

Gentleman's Foundry aus Hialeah/Florida habe ich schon lange auf dem Schirm. Ich mochte das Logo, den Schmied am Amboss, vom ersten Tag an. Nach einen sehr freundlichen Kontakt mit Jesse von Gentleman's Foundry kam ein grandioses Paket aus dem Sonnenstaat. Elegant und schwarz und schick!

Aber nicht nur außen wissen die Macher aus Florida zu begeistern. 

Jedes einzelne Produkt ist sicher, fein und edel verpackt. Hier passt alles zusammen. So macht das Auspacken Freude, Hut ab!

Schon beim Öffnen entstieg der Schachtel der Geruch des Öls des Alchemisten, einer Mischung aus Pfefferminze und Teebaum. Beides sehr eigene, sehr kräftige Düfte. Die Seife und das Bartöl sind aus dieser Reihe. 

The Alchemist.

Alchemisten und die Alchemie, Gelehrte in Stoffen und ihren Eigenschaften, eine Naturphilosophie heute abgelöst durch die Chemie und die Pharmakologie. Neben der Suche nach dem Stein der Weisen und dem Versuch, unedles in edles Metall zu verwandeln, haben die Damen und Herren in ihren Laboren schon früh auch die Kosmetik im Blick gehabt. 

Teebaumöl ist wegen seiner antiseptischen, antibakteriellen und fungiziden Wirkung in vielen Einsatzbgebieten denkbar. Allergiker müssen bei dem Öl aus dem Australischen Teebaums aufpassen, Segen oder Fluch, Substanzen mit großer Kraft können hier für fatale Folgen sorgen. 

Die Minze ist ein uraltes Hausmittel. Besonders die Pfefferminze ist vor allem durch den hohen Menthol- und niedrigen Carvongehalt bzw. durch den schärferen Geschmack beliebt und deshalb nicht nur im Mojito beliebt. Das ätherische Öl wird auch zum Einreiben bei Migräne, Kopf- und Nervenschmerzen sowie zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten verwendet. Auch hier müssen Allergiker aber aufpassen. 

Die Mischung aus diesen beiden kraftvollen Essenzen ist duftmäßig eine echte Nummer, aber für Kerle mit schwieriger Haut ein Segen. Ich habe momentan Probleme durch Medikamente, meine Haut unterm Bart schuppt und juckt, und ja, ich musste den Bart deutlich kürzen. Die Seife habe ich zum Waschen meines Bartes und zum Rasieren benutzt und war absolut überrascht. Für beides ist sie herausragend geeignet, kleine Wunden durch den Hobel, vor allem am Hals, werden sofort  desinifiziert, klasse.

Für die Konturen habe ich ich das Bartöl wie ein Rasieröl benutzt, auch hier liefert das Öl aus dem Sunshine-State einen Spitzen-Auftritt. 

Im Bart macht es seinen Job wie erwartet gut, das Jojoba und das Mandelöl sind bekannt für ihre pflegende Wirkung, weich und glänzend ist der Teppich danach.

Der Preface Facial Cleaner ist auch eine Sache für sich. Dieser parabenfreie Reiniger sorgt für offene Poren und frisches Gefühl im Gesicht, ohne es auszutrocknen, feines Bergamot-Öl ist hier mitverantwortlich für die Wirkung dieses feinen Mittelchens.

Der ölfreie, mit Hyaluronsäure angereicherte Moisturizer zieht ruck-zuck ein und versorgt die Haut des Mannes mit ausreichend Feuchtigkeit. Kein Glanz bleibt zurück, nur ein wirklich gutes und gepflegtes Gefühl.

Kleine Info zur Hyaluronsäure: Nacktmulle werden bis zu 30 Jahre alt und entwickeln praktisch keine Tumoren. Langkettige Hyaluronsäure wurde als Ursache erkannt. Es wird angenommen, dass die Tiere diese zur Pflege ihrer Haut bilden, wobei die krebsverhindernde Eigenschaft wahrscheinlich ein Nebeneffekt sei. Die normale, kürzere Version der Hyaluronsäure wird am Menschen angewandt und ist gut verträglich.

Gentleman's Foundry haben mir einen kleinen Ausschnitt ihrer Produktpalette geschickt, die mich komplett überzeugt hat. Aber Freunde, der Duft der Seife und des Öles ist nix für die Ängstlichen unter uns, hier wird geklotzt, nicht gekleckert. Die Gesichtspflege ist auf hohem kosmetischen Niveau, bei anderen Firmen zahlt man für so was locker das Doppelte. 

Two things Florida can teach the other 49 states: How to make a good margarita and how to deal with the aftermath of a hurricane.  

http://gentlemansfoundry.com

Mahalo!  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying


 

Publiziert in Salty Care

Hi Ingo, sag an, wann ging das los mit dem Bart in deinem Leben und ab wann war klar, dass du eine eigene Pflegeserie auf den Markt bringen willst?

So richtig klar wurde es Marcus und mir, als wir im April 2012 über unsere jeweilige Zukunft sprachen. Beide würden wir im gleichen Jahr zum ersten Mal Vater werden, beide hatten wir unsere alten Jobs an den Nagel gehängt und beide hatten wir die bisher längsten Bärte in unserem Leben. Also warum nicht was Eigenes aufbauen. Und Bartpflege war bis dato noch nicht dagewesen. Also spannend, absolut nützlich für das Gestrüpp in unseren Gesichtern und durch den Barttrend in den ersten Großstädten zu der Zeit auch als Geschäftsmodell denkbar. Ist ja nicht unwichtig, wenn man in Zukunft zwei Familien davon ernähren möchte.

OAK Beard Care ist einer der großen Player geworden, denke aber, dass war nicht immer so. Plauder mal aus dem Nähkästchen. Was gab's für Tiefschläge, was waren die Highlights auf dem Weg in die Regale der großen weiten Welt?

Uff, da würde eine Menge zusammenkommen. Wobei man von Rückschlägen am Anfang nicht wirklich sprechen kann. Da uns von den meisten Menschen sowieso recht wenig Erfolg mit unserer Idee prognostiziert wurde, waren unsere Erwartungen gemäßigt. Nicht allerdings unser Wille, die Idee umzusetzen und etwas zu schaffen, was es so vorher noch nicht gab: ernsthafte Pflegeprodukte für den Bart – und das auch noch auf naturkosmetischer Basis! 

Als wir dann endlich mit den ersten Produkten durch die Städte gezogen sind, waren wir total überrascht über das fast ausschließlich positive Feedback der Menschen. Jedes Geschäft, jeder Barbershop, der unsere Produkte ins Regal gestellt hatte, war ein Highlight für uns. Vor allem hat uns aber jede positive Rückmeldung von einem Kunden besonders glücklich gemacht. Das ist bis heute der schönste Moment in unserem Business.

Man(N) ist sich einig, eure Reihe ist hervorragend, vom Design über die Pflege bis zum Duft. Einzigartig ist die Konsistenz von dem Beard Balm und dem Beard Hold. Beide sind nicht wie viele andere Produkte eher wächsern, sondern cremig. Wie kam es zu diesen Produkten?

Die Entwicklung von HOLD und BALM wurde ganz klar von den für uns nicht zufriedenstellenden Produkten auf dem Markt bestimmt. Jedes Produkt, das wir entwickeln, ist entweder ein komplettes Novum auf dem Markt oder es unterscheidet sich sehr in Anwendung und Effekt von bereits existierenden Produkten mit ähnlicher Ausrichtung. Im Fall von HOLD und BALM wollten wir die beste Kombination von Pflege, Halt und Komfort in der Anwendung. Diese ganzen harten Balms auf dem Markt haben uns einfach keinen Spaß gemacht. 

Euer Design ist klar. Der Barberpole. Aber der Name OAK, die Eiche. Woher diese Idee?

Die Eiche steht für alles, was uns wichtig ist: Natürlichkeit, Kraft, Langlebigkeit, Verlässlichkeit! Und OAK ist einfach ein kurzer, prägnanter und schöner Name, wie wir finden.

„Dickes B, oben an der Spree. Im Sommer tust du gut und im Winter tut's weh.“ Die Zeilen von SEEED machen alles klar. Die Hauptstadt kann alles. Was für einen Einfluss hat es, euer Headquarter zwischen Kreuzberg, Tiergarten und Wilmersdorf. also mitten in Berlin zu haben?

Berlin ist großartig! Natürlich gibt es auch hier viele Dinge, die nicht so ideal laufen, aber in Berlin gibt es einfach alles für alle. Ich würde frech behaupten, Berlin ist so ziemlich die internationalste Stadt in Deutschland, will heißen, es kommen eine Menge Menschen aus aller Welt zusammen. Das macht Spaß, ist inspirierend und es lässt immer etwas Neues entstehen. Und gleichzeitig gibt es alles, was ein natürlich gewachsenes Zuhause braucht. Das könnte man als unseren Einfluss betrachten. Immer irgendwie neu sein, aber mit den Beinen auf dem Boden bleiben.

In Sachen Mode ist Berlin immer noch stilbildend. Was glaubst du, was beobachtest du in Sachen Bart:  Was bleibt, was geht und was ging noch nie?

Was in Berlin natürlich immer geht, ist der natürlich aussehende, etwas längere Vollbart. Auch mein persönlicher Favorit, ehrlich gesagt. Das wird sicher auch noch eine Weile so bleiben. Momentan noch sehr angesagt ist der Schnauzbart. Aber auch hier eher die natürlich aussehende Variante. Obwohl das Typ-Sache ist. Bei manchen Männern sieht auch der gezwirbelte Handlebar nicht aufgesetzt aus. Authentizität ist das Motto. Die Zeiten der ironisch gemeinten oder durch verlorene Wetten getragenen Schnauzer ist so ziemlich vorbei. Was noch nie ging, das ist jetzt meine Meinung, sind einrasierte Muster im Bart. Sobald jemand das Wort „Bart-Design“ in den Mund nimmt, heißt es, nichts wie weg hier!

Besten Dank, Ingo und weiterhin viel Erfolg!

Ich danke Dir!

 

OAK Berlin GmbH

Fuggerstr. 4

10777 Berlin

Deutschland

(kein Shop!)

https://www.oakbeardcare.com

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Publiziert in Salty 6x6

Waterclouds aus Schweden sind seit vielen Jahren eine feste Instituttion auf dem internationalen Kosmetikparkett.

Ihre Produkte stechen immer heraus, im Design aber auch in Sachen Pflege gehen die Nordmänner mutig neue Wege.

Ich habe vor einiger Zeit die Reihe "Beard Junk" von Waterclouds vorgestellt, auch hier: Sensationelles Design trifft auf herausragende Pflege. 

Die Produkte, die ich von den Schweden bekommen habe, sind die komplette Reihe zum Thema Rasur davor und danach, und zwar Pre Cleanser, Shave Cream & Oil und das After Shave Balm.

Ich liebe es, wenn sich Hersteller zu einer in sich schlüssigen Serie entscheiden, keine leichte Aufgabe und mit Sicherheit auch kostspielig so etwas auf die Beine zu stellen. Die Jungs von Waterclouds haben darin Erfahrungen. das merkt man sofort.

Das Design der runden Schachteln ist schlicht der Hammer. Schaut euch die Details an. Innen wie außen durchgezogen, die Anleitungen zur Benutzung der Produkte in knackigen Texten auf die inneren Röhren gedruckt. 

Echte Hingucker!

Dann mal los, ab ins Bad, Sound an und Türe zu. Frische Klinge in den Hobel, ein Glas Brandy und gute Laune. Perfekt für eine Rasur, die es in sich hat.

Zur Vorbereitung der Haut haben Waterclouds eine Pre-Cleansing Creme in die Tube geschickt, leichter Schaum und ein sauberer Duft, die Haut wird "entfettet" und gereinigt und die Stoppeln wunderbar eingeweicht. 

Die Rasiercreme schlägt in die selbe Kerbe. Ein wunderbarer, fester Schaum mit diesem speziellen Duft nach männlicher Sauberkeit bereitet die Barthaare bestens vor, der Hobel erledigt seine Arbeit, perfekt.

Passend dazu liefern die Schweden ein Rasieröl. Und hier wird es interessant. 

Viele Männer haben diese pikanten Stellen, diese Stellen, an denen man den Schaum acht Wochen einwirken lassen könnte, trotzdem ist die Haut nach der Rasur rot und gereizt, eventuell sogar leicht blutig.

Bei mir sind diese Stellen rechts und links am Aussenrand, am Hals, genau dort, wo der Hemdkragen sitzt, der Schal, das Revere vom Mantel. 

Hier habe ich das Öl auf die mit sehr heißem Wasser benetzte Haut unter den Rasierschaum gegeben und siehe da, fast, ich betone: fast keine Reizungen!

Selbstredend ist das Rasieröl bestens dafür geeignet die Konturen sehenden Auges in Form zu bringen, da gleitet die Klinge über die Haut, dass es eine wahre Freude ist und auch der starke Bart findet hier seinen Meister.

Zur Nachsorge haben die Nordlichter ein feines After Shave Balm in die runde Hülse gepackt, hier kommt der Duft richtig zu Geltung. Hatte man vorher eine Ahnung, hier wird klar, dass sich jemand Gedanken gemacht hat, wie der rasierte Mann von heute duften und sich fühlen soll.

Würzig nach Wacholder, Amber und Sandelriechend, abgerundet mit einem Touch von Jasmin und einer Formel, die sofort die Haut beruhigt, will ich diese Kur nach der Rasur nicht mehr missen. Selbst nach einiger Zeit noch fliegt diese leicht Wolke noch um noch um einen, herrlich.

Fazit: Wieder einmal haben die Schweden bewiesen, dass sie es einfach können. Pflegen, duften und dabei exzellent aussehen. Waterclouds haben hier eine Reihe an den Start gebracht, die man(N) bislang nicht oft in fremden Badezimmern findet. Schade eigentlich. Eine Reihe, die den Mann aus den 1950er-60er Jahren im Anzug und der Corvette in die Moderne bringt. Ein klassischer Duft, neu interpretiert. Hervorragende Pflege aus dem hohen Norden! 

Det var bra gjort!

Hier bekommt ihr The Dude.

https://vitva-hairshop.de/The-Dude-Schweden

 

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PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

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Publiziert in Salty Care

Da stand ich damals, vielleicht 8-9 Jahre alt, in einer Werkstatt. BMW fuhr mein alter Herr damals, einen E3 2500, dunkelblau. Ein riesiges Gefährt, herrlich weiche Sitze, graues Leder.

Und da hing er, der erste bewusst wahrgenommene Kalender meines Lebens. Pralle Brüste in gelbem Lack, passende Plateaustiefel und Schleifchen in den Zöpfen, räkelte sich dieses Wesen auf der Motorhaube eines was weiss ich, und drunter stand so etwas wie SHELL oder Michelin oder Castrol ...

Völlig egal. Das pralle Gelb hatte mich in seinen Bann gezogen.

Natürlich kannte ich Kalender schon vorher. Bauernregeln, Rezepte oder Bibelsprüche zum Besten gebend waren sie für einen Vorpubertären in etwa so interessant wie Stuhlbeine. Dieser hier in der Werkstatt war eine Offenbarung und ich hoffte, einen Moment alleine zu sein, um umzublättern, ...fa illusorisch, ständig wuselte jemand vorbei, meine Fantasie lief Amok.

Diese Kalender begleiteten mich durch mein ganzes Leben, in Spinden, in Werkstätten, in Buden von Kumpels, überall hingen halbnackte Ladys in Hochglanz eingefroren. Jeder kennt sie, kaum einer sieht sie noch.

Und dann kam Dino. Der freundliche Kerl aus Stuttgart brachte Welten zusammen. Gut gebaute Herren mit jeder Menge Tinte und wundervollen Bärten kunstvoll abgelichtet und gedruckt, der Kalender für Mann und Frau gefüllt nur mit Mann.

Hmm. Hätte ich mir damals einen Kalender mit halbnackten Kerlen ins Zimmer gehängt, wäre die Sache für meine Kumpels klar gewesen. René ist 'ne Renate, nicht schlimm, aber ist so.

The times, they are changing!

Dino von Beards & Tattoos hat exakt den richtigen Moment abgepasst, um das Projekt an den Start zu bringen. Lassen wir das ganze Gelaber rund um Hipster etc. einfach an uns abgleiten. Die meisten, die sich hier über eine "vorübergehende Mode" erreifern, sind selbst irgendwann auf irgendeiner Mode irgendeiner Zeit "hängen geblieben". 

Der Bart, der Vollbart brachte ein neues Bewusstsein und damit ein neues Selbstbewusstsein an den Mann. Und genau dieses hängt nun an vielen Wänden der Republik und darüber hinaus. 

In der dritten Ausgabe mit internationalen Modells aus Kanada, USA und Europa spiegelt dieser Kalender den heutigen Zeitgeist auf's Beste. 

Und dann passierte das Wunderbare. Rædical und Beards & Tattoos trafen aufeinander, und haben ihr Können und Wissen in einen großen Topf gekippt und gründlich umgerührt. Aus dieser Kollaboration heraus kam diese wirklich gelungene Giftbox, gefüllt mit feinem Stoff für euren Bart.

Ich habe hier zwei Öle und ein Bartwachs für den Schnauzer. Klasse Design, durchgezogen und gut.

Schaut euch diesen Style an, handgefertigte Holzklötze, innen ausgefräst, exakt passend für die Öle und das Wachs.

Nicht nur das die ganze Nummer sensationell aussieht, das Holz duftet herrlich!

Zu den Ölen. Einmal habe wir hier das Bartöl von Rædical selber, HACK heisst das Gute. Und dann die BEARDS & TATTOOS limited Edition. Beide in dunklen Flaschen mit Alu-Verschluss. Für die Grobmotoriker unter uns liefern die Freunde aus dem schönen Maribor in Slowenien Aufsätze mit Dosierkopf, sehen nicht so elegant aus wie die Aludeckel, machen aber Sinn.

HACK besteht aus Ölen aus Jojoba, Mandel, Hanfsamen, Ricinus und Haselnuss. Sein Duft ist blumig-herb, eine Mischung aus Lemongrass, Zeder und Lavendel machen das Unmögliche möglich, männlich und zugleich fruchtig kommt dieses Öl daher. Die Pflege ist dank der feinen natürlichen Basisöle vollkommen in Ordnung. 

Die Limited Edition von BEARDS & TATTOOS ist mal was ganz Anderes. Hier dachte ich sofort an Jaffa-Cakes. Was Schweres, Süßes kroch da in meine Nase. Orange, Zitrone mit Holz und Vanille. Aber nicht so ein bisschen, sondern 101%. Das muss man(N) mögen, das muss man(N) können. Der Duft bleibt einem lange erhalten, die Pflege ist hervorragend. Ein reichhaltiges Zeug, Freunde passt auf bei der Dosierung. 

Das Schnauzerwachs kommt in einer genialen Verpackung daher. Ein Labello für den Mann mit Moustache. In der Hosentasche aufbewahrt, hat es immer die richtige Temperatur und Konsistenz, minimale Menge zwischen die Finger und in den Schnorres, bestens! Feinstes Bienenwachs und Lanolin haben hier alles im Griff, die Verpackung ist BPA frei und komplett recyclebar.

Ich mag den Kalender, ich mag die Giftbox, ich liebe Kollaborationen. Hier kommt zusammen, was zusammen gehört. Feine Öle treffen auf stabilen Style. Klasse!

Beste Grüße nach Slowenien und in die Schwabenmetropole!

Weiter machen!

 

https://raedical.com

 

http://www.beards-tattoos.com

 

Mahalo!  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying.


 

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Donnerstag, 04 Januar 2018 09:23

Beardwide, Bartöle im Abo

Ein Abonnement (Abkürzung Abo) ist der regelmäßige Bezug einer Leistung, oftmals gegen ein Entgelt. Der Bezieher der Leistung ist der Abonnent.

Das Wort Abonnement ist seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlich und stammt aus dem Französischen, in welchem s’abonner à quelque chose für „eine wiederkehrende Leistung bestellen“ steht.

Beardwide machen genau das. Drei Öle im Monat im heimischen Briefkasten und das alles für einen Fixpreis.

21,99 € monatlich und man kommt in Sachen Bartpflege ganz schön rum.

Ich will in diesem Artikel nicht auf die drei Öle eingehen, das würde nach meiner Art und Weise zu testen bedeuten, dass ich mindestens drei Wochen damit beschäftigt wäre. Selbstredend werde ich die Öle probieren und euch in einem späteren Bericht wissen lassen, was da im Einzelnen dabei war. Hier soll es nur um das Konzept der Herren aus Sinsheim gehen.

In einem sehr schicken kleinen Karton kommen eure monatlichen Öle zu euch, das Logo, der Slogan, schlüssig und klar. 

Aber damit nicht genug, Drei Kärtchen mit Informationen zu den Ölen, das Herkunftsland, die Inhaltsstoffe sowie die Story, die Geschichte des jeweiligen Produktes stecken mit in der Schatzkiste.

Und hier wird die Sache spannend, wie ich finde: Beardwide verkauft dir nicht nur Öle aus aller Herren Länder, sie nehmen dich mit, sie holen dich ab, um etwas mehr über Land und Leute und Bartträger aus der jeweiligen Ecke der Welt zu lernen. Was für eine schöne Idee! 

In einigen Foren und Seiten auf facebook habe ich kritische Worte zu Beardwide gelesen. Ein Argument war: "Was willst du mit soviel Öl im Monat, das bekommst du nie weg."

Richtig, wenn man fantasielos an die Sache rangeht.

...

Mittlerweile treffen sich Bärtige zu regelmäßigen Stammtischen, man tauscht sich und diverse Pflegeprodukte aus. Warum nicht einfach mit mehreren so ein Abo abschließen und sich die Erfahrungen teilen, die man damit machen kann, bei einem Bier gemeinsam die Welt der Bartöle, die Vorlieben der Bärte anderer Nationen entdecken, Social Media at its best! 

Und selbst wenn euch ein Öl nicht zusagt, habt ihr was gelernt, tauscht es, verschenkt es, stellt es einfach ins Regal, weil die Flasche klasse ist, gebt ihm in vier Wochen 'ne zweite Chance, geht kreativ an die Sache mit dem Abo ran und es wird euer Leben bereichern.

Und wenn ihr das Abo alleine abschließt und kein Stammtisch weit und breit zu finden ist? Dann gibt's bestimmt den ein oder anderen bedürftigen Bärtigen, dem ihr mit einem geschenkten Fläschchen Bartöl eine riesen Freude machen könnt. 

Ich finde die Idee hinter Beardwide einfach klasse. Eine Entdeckungsreise durch die Welt der Öle und Düfte und Rezepturen, alles handverlesen und mit Infos dazu schick präsentiert, eine starke Idee mit Bildungsauftrag(!).

Hut ab!

 

http://beardwide.com

 

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PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

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Publiziert in Salty Care
Dienstag, 28 November 2017 12:13

OAK Natural Beard Care

OAK Beard Care, jeder Bärtige kennt das geniale Design und die Produkte aus Berlin, zumindest vom Sehen. Gegründet 2013 gehört die Eiche aus dem dicken B zu den Pionieren in der Bartpflege aus deutschen Landen.

Ich habe von den Hauptstättern Beard Wash, Beard Oil, Beard Balm, Beard Hold und die Beard Brush bekommen. Sieht schon sensationell aus, was da im Päckchen liegt.

Bei der Verpackung ist der Barberpole das einzige Stilmittel. Rot und Weiss und Gut!

Runde, feste Kartons schützen die guten Sachen, oben drauf die drei Buchstaben in einer Raute. Was für ein kraftvolles Logo!

Schwarze Label halten die Röhren verschlossen, ein scharfes Messer, ein exakter Cut und auf gehen die runden Dinger. Auch bei den Tiegeln und Flaschen gedecktes, sich seiner selbst sehr sicheres Design.

OAK Natural Beard Care und was drin ist, fertig.

Dunkle, schwarz wirkende Tiegel und Fläschchen für das Balm, den Hold, und das Öl. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass sie aus tiefdunklem violettem-blauem Glas gefertigt sind. 

 

Bester Schutz vor dem Feind Nr. 1 aller Pflegeprodukte ohne Konservierungsstoffe: Dem Licht.

Sofort nach dem Öffnen der runden Schachteln hat sich ein frischer, angenehmer Duft breit gemacht. Vetiver, Wacholder und Grapefruit. Auch hier stilsicher und sich jede Spielerei verkneifend setzt das Zeug aus Berlin seine Duftmarke.

Die einzige Flasche aus Kunststoff ist die, die das Shampoo beherbergt. Und hier wiederhole ich mich gerne: Ich bin kein Fan von Plastik, aber eine zerbrochene Glasflasche in der Dusche ist ein Ritt, den niemand braucht!

Also los, mein Bart freut sich auf was Neues und ihr findet mich unter der Dusche.

 

Das Shampoo reinigt sofort fühlbar den Bart, es schäumt reichhaltig und der Schaum ist fest und duftet, wie schon das Öl, männlich, frisch nach Vetiver, Wacholder und Grapefruit. Der Pumpspender macht das Dosieren leicht und unkompliziert auch mit nassen Händen.

Nach kurzer Einwirkzeit ausspülen und der Bart ist frei, nicht nur von den Pommesfett-Resten, sondern auch das Bartöl und der Balm, die Pomade und die Bartwixe von heute morgen sind Geschichte. Der Teppich quietscht fast vor Sauberkeit und Vergnügen.

Leicht trocken frottiert wartet der Bart auf das Öl. Der Pumpkopf wird von einem Deckel geschützt, für Reisende ein wichtiges Feature; einziges Manko, er sitzt nicht wirklich fest. Etwas tighter könnte das Teil sein, dann würde es auch garantiert auf Reisen halten.

Ein Pumpstoß in die Hand reichte bei meinem mittellangem Bart locker, um ihn und die Haut bestens zu versorgen. Bürste und Kamm verteilen das gute Öl im Haar und auf der Haut, der Duft ist einfach klasse.

Dann das Balm, schicker dunkler Tiegel, Beard Balm! Mehr musst du nicht wissen!

Überraschenderweise ist das Balm in seiner Konsistenz eher einer Creme ähnlich als allem anderen, was ich bisher an Balmen probiert habe. Erstaunlich wenig reicht. Das Balm wird schnell fast flüssig in der Hand und lässt sich sehr gut verteilen und einarbeiten. Erstaunlich ist die festigende Wirkung von dem Stoff, man kann den Bart formen und Strukturen mit verschiedenen breiten Kämmen reinbringen und das Balm hält.

Der nächste Kandidat ist das Beard Hold. Nur unwesentlich fester als das Balm sitzt der duftende Stoff in seinem Tiegel, aber Obacht, bei der Anwendung im Bart wird klar, dass hier ein anderes Rezept als beim Balm zur Geltung kommt

 

Ich habe zwar keinen lockigen, dafür aber einen störrischen Bart. Es gibt Haare (man kennt seine Kandidaten im Laufe der Jahre), die Anarchie nicht nur leben, sie predigen sie. 

Genau diesen habe ich mit dem Beard Hold von OAK Disziplin beigebracht. Der leicht beschwerende Halt und die Festigung sind perfekt aufeinander abgestimmt. Selbst mein seit vier Monaten wild wuchernder Schnorres bekam durch den Beard Hold endlich Form, ohne die Starre eines Wachses. Klasse, schon jetzt mein Lieblingsprodukt aus der Reihe.

Eingearbeitet habe ich alle Produkte mit der OAK-eigenen Bartbürste.

Das Griff des guten Stücks besteht aus geöltem Eichenholz gespickt mit starken Wildschweinborsten, die extra in unterschiedlichen Längen in das Holz eingezogen wurden. So entwirrt sie die Barthaare, verteilt die Pflegeprodukte und massiert die Haut und befreit diese und den Bart von Hautschuppen. Spitzen Verarbeitung und beste Materialien. Klasse Bürste das!

Fazit: OAK Natural Beard Care sind nicht umsonst seit vielen Jahren aus vielen Badezimmern und Kulturbeuteln von Bärtigen auf der ganzen Welt nicht mehr weg zu denken. Die Macher aus der Hauptstadt legen hohe Standards an ihre Produkte und das merkt man. Hier werden feinste, natürliche Inhaltsstoffe ohne jede Chemie zur besten Pflege für den Bart zusammengestellt, die man für Geld kaufen kann. Keine Spielereien in Sachen Duft, Design und Verpackung. Hier passt alles zusammen und das macht Spass. Das Auge pflegt schließlich mit. Klasse! 

Ein kleines Schmankerl, das mich besonders freut: Eine meiner absoluten Lieblingsbands "The Dead South" spielte bei einer OAK Barbershop Session zum Tanz auf. Macht laut das Ding!

 

„Ick muss sagen, siehst richtich schnieke aus, Keule. Dit wa’ ne echt dufte Entscheidung, Männeken.“

https://www.oakbeardcare.com

 

Mahalo!  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying.


Publiziert in Salty Care
Montag, 20 November 2017 10:36

Mix My Beardoil

Spätestens seit Pipi Langstrumpf wissen wir, dass die Schweden den Gaul auch gerne mal von hinten aufzäumen, und nicht immer muss das schlecht sein.

Mix My Beardoil ist so ein kongenialer und unkonventioneller Ansatz. 

Hier wirst du zum Mischer deines eigenen Bartöles, du wählst aus, was du im Bart haben möchtest und was nicht.

Die Website von Mix My Beardoil ist sagenhaft einfach zu nutzen, es macht Spass sich seinen eigenen Stoff zusammenzustellen, die Infos zu den Zutaten sind hervorragend, die Beschreibungen einfach und verständlich.

Als erstes wählst du ein Basisöl aus, ganz nach deiner Hautbeschaffenheit. Hier kannst du zwischen normaler, trockener, fettiger und reifer Haut wählen. Bei den Ölen reicht die Palette von Färberdistelöl über Jojoba, Argan- und Nachtkerzenöl, je nach gewünschtem Effekt auf der Haut und im Bart.

Danach kommen die sogenannten Effektöle, die Düfte, die du dir unter der Nase wünschst. Einige bekannte und auch einige weniger bekannte Zusätze sind hier zu finden. Unter den sechs angebotenen Essenzen findet sich unter anderem Öl der Zeder, der Zypresse und der Kiefer, aber auch Elemi und Amyris. Öle aus Zitrusfrüchten stehen ebenso zur Auswahl wie aromatische Kräuter, bekannte Namen wie Pfefferminze und Majoran treffen auf exotische wie Niauli und Cajeput. Alle Inhaltsstoffe werden bestens erklärt in Wirkung und Duft.

Zum Schluss stehen noch zwei Öle zur Auswahl um eure Kreation abzurunden, Vanille und schwarzer Pfeffer, beides seit Urzeiten bekannt in der Heilkunde.

Ich habe mir folgende Mischungen kommen lassen:

Wie eigentlich immer bei Produkten aus dem hohen Norden war ich auch hier wieder erstaunt über die Liebe zum Design, die die Nordmänner hier an den Tag legen.

Neben meinen ausgewählten Ölen haben mir die freundlichen Leute aus Schweden noch ein drittes geschickt.

Elegante, mattschwarze Schachteln mit einem Label und tiefschwarz-glänzendem Aufdruck beherbergen die ebenfalls schwarzen Flaschen.

Mit einem Magnetverschluss und in Schaumstoff bestens gesichert stehen sie vor mir, die schicken Drei! Ein starker Auftritt! 

Aber es kommt noch besser. Jedes einzelne Öl kommt mit einer kleinen Karte mit meinem Namen und dem Produktionsdatum und einem Haltbarkeitsdaum, handschriftlich eingetragen. 

Genau diese Momente liebe ich in meinem Job, Sachen in Händen halten zu dürfen, die mit viel Liebe zum Detail, mit Liebe zum Produkt hergestellt und versendet werden. 

Die schwarzen und vollkommen lichtdichten Pipettenflaschen sind das perfekte Behältnis für die lichtempflindlichen Öle. Die Farben der Aufdrucke sind klasse, wieder schwedische Liebe zum Design.

In jedem Fläschchen stecken garantiert kaltgepresste, native Öle aus 100 % biologischem Anbau ohne Palm- oder Mineraöl. Auf den Zusatz von künstlichen Aromen und Duftstoffen wird komplett verzichtet.

Bei dem für mich gemischten Bartöl "Rough" für die reifere Haut kommt Nachtkerzenöl zum Einsatz, ein hochwertiges Produkt, lange bekannt in der Kosmetik und Heilkunde. In Verbinundung mit den von mir gewählten Effektölen ein durchaus männlicher und kraftvoller Duft, bei dem man seine Pflegewirkung fast schon riechen kann. Der schwarze Pfeffer hinterläßt einen völlig abgefahrenen Duft im Bart, frisch und etwas holzig mit einer leichten Schärfe. Habe ich so noch nie gerochen, sehr empfehlenswert. 

Das zweite, "Urban", für normale Haut ist eine Mischung aus Färberdistel, Jojoba und Sesamöl, leichte Pflege ohne die Intensität wie das Rough, hervorragend für zwischendurch. Mit Cajeput, Elemi und Sage und auch hier mit schwarzem Pfeffer ist das Urban frischer und eher für den Tag, während ich das Rough gerne am Abend nehme. 

Das Dritte im Bunde namens "Dusty", für trockene Haut, ist mit Minze und Wacholder das perfekte Öl für den Winter, Heizungsluft und Kälte strapazieren den Bart und die Haut, dieses Öl versorgt die beiden Freunde bestens mit allem, was sie brauchen.

Fazit! Die Schweden überzeugen ein weiteres Mal mit hervorragender Pflegewirkung und eingeständigem Design. Die schwarzen Schachteln sind ein absoluter Hingucker, ein klasse Geschenk für jeden Bärtigen. Die Idee sein Öl selber zusammen zu stellen ist grandios. Man taucht ein in die Welt der Essenzen, sucht, denkt nach, was passen könnte. Ich jedenfalls habe locker eine Stunde gebraucht, bis ich mit mir einig war, welche Mischungen ich gerne bekommen würde. Es hat einen riesen Spass gemacht, vom Aussuchen bis zum Probieren und Tragen. Interessant, wenn auch wesentlich aufwändiger wären Custom-Made Balme, aber ich denke, das lässt sich kaum praktikabel umsetzen.

Ha det så bra Sverige!

http://www.mixmybeardoil.com

 

Mahalo!  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying.


Publiziert in Salty Care
Freitag, 17 November 2017 19:19

Rabe & Fuchs, das Bartöl

Der Rabe und der Fuchs, selten sah man ein ungleicheres Paar und doch passte zwischen sie kein Blatt. Freunde seit Urzeiten wussten sie um ihre Fähigkeiten, schlau waren sie beide.

Es begab sich, dass der Gevatter Reineke seinen Bart wachsen lies, er wurde lang und länger und der Rabe meinte, er wirke strohig, ja unansehnlich. Und in der Tat, er juckte, sagte der Fuchs.

Es war an der Zeit sich nach angemessener Bartpflege umzusehen.

Wie einst Hugin und Munin, die beiden Raben Thors, wusste auch unser Rabe darüber Bescheid, was in der Welt so los war. Also machten sich die zwei schick und auf in die Stadt. Zielstrebig führte der wissende Vogel den bärtigen Fuchs zu einem Barbiere. Erschlagen ob der Auswahl dauerte es eine Weile, bis sich der rote Fuchs, dank des kompetenten Herrn Waschbären hinterm Tresen, für eine Reihe Produkte entschieden hatte.

Der Rabe war nicht untätig gewesen in der Zeit. Eine Bleibe für die Nacht musste gefunden werden, morgen war Martkttag und unsere Freunde wollten sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

Bei Frau Zwolle gab es zwei schöne Zimmer, ein gepflegtes Bad und eine wunderbare Aussicht auf das Treiben der Stadt und diese füllte sich zusehends. Leute aus aller Herren Länder kamen, richteten sich ein, bauten Stände auf. Gerüche ferner Länder trieben in den Nasen ihr wunderbares Unwesen.

Unsere Freunde derweil machten sich frisch. Jeder nach seiner Fasson. Der Rabe putzte und richtete sein Gefieder, schwarz glänzte der Herr, ein Anzug auf den Fliegerleib geschneidert, betonte seine ansehnliche Gestalt. Der Fuchs hatte beim Barbier eine wunderbare Bürste mit den Borsten des Ebers gekauft. Er striegelte sich und nutzte die Bürste, um die beim Waschbären erhaltenen Produkte in seinen Bart einzuarbeiten. Glänzend stand sein Bart im Gesicht, gelohnt hatte sich die Reise.  

Der Hunger trieb die Herren in die Gassen der Stadt, es roch nach feinem Gebratenem und tiefrotem Wein aus fernen Ländern, noch nie gehörte Sprachen, ein Fest für die Sinne. Die Zeit verging im Fluge, die Nacht war lang, der Schlaf war kurz.

Am Morgen sah sich der Fuchs im Spiegel an, erschrocken stellte er fest, dass seine Bartpracht ebenso aussah wie vor der Reise. Strohig, trocken, ungezähmt und auch der Duft war verflogen.

Sein alter Freund, der Rabe, tröstete ihn bei bestem Rührei, Speck und schwarzem Kaffee, Frau Zwolle war einen begnadete Köchin. Der Vogel meinte, er habe gehört, man könne sich selbst mit der entsprechenden Bartpflege versorgen, es sei Markt und man bekäme sicherlich alles, was man brauche hier und jetzt.

Frisch gestärkt zogen die beiden durch die Gassen, die Nasen mal hier, die Nasen mal dort rein haltend. Schnell war klar, die Orange, die Pralle, sollte das Regiment in dem eigenen Duft übernehmen, etwas aufgefrischt durch die Öle der Pfefferminze würde das einen feinen Duft ergeben. 

Der Duft war klar, die Pflege aber noch nicht. Ein Stand mit besten Ölen aus den Weiten der Welt erschlug unsere Gefährten mit seiner Reichhaltigkeit. Man probierte aus, rieb sich hier etwas mit Jojoba- und dort etwas mit Mandelöl. Das Palmöl ließ man stehen, zu viele schlechte Geschichten rankten sich um dieses Öl. 

Noch einige Dinge aus dem Handwerk der Glasbläser, Tiegel, Töpfchen, Fläschchen und fertig war die kleine Bartölküche.

Zu Hause angekommen, wurde sofort aufgebaut, experimentiert, ausprobiert und getestet. Lange, ja zermürbend lange Nächte saßen sie vor Behältern mit Bartöl und waren es immer noch nicht zufrieden. Ein Tropfen zu viel, ein Quentchen zu wenig, es dauerte eine Unendlichkeit und ein wenig mehr.

Bis endlich der Tag kam an dem alles passte. Ein wunderbares, frisches und nachhaltig pflegendens Öl stand stolz in den feinen Fläschchen. Nicht einfach Orange, nein, Orangen-Essenz mit dem hellen Licht der Minze verzauberte von nun an die Bärte unserer Gefährten, dass es eine Freude war. 

Und wenn sie nicht gestorben sind ....


Ja Freunde, ich konnte nicht anders als um dieses Öl eine Fabel zu stricken. 

Dieses feine Öl wurde mir von Pierre auf The Barber's Heritage / The Art of Traditional Craftsmanship in Stuttgart in die Hand gedrückt.

Hier haben wir ein Bartöl, das mit viel Geduld, Herzblut und Anstand gefertigt wird, vegan, natürlich und frei von jedweder Chemie, keine Parabene und ohne Silikon. Das Design des kleinen Kartons und des Fläschchens waren der Auslöser zu meiner kleinen märchenhaften Eskapade. Man möge mir verzeihen, ich kann vieles bremsen, nur nicht meine Fantasie.

Ich habe dieses feine Stöffchen einige Tage im Bart getragen, der Duft begleitete mich fast durch den ganzen Tag, die Pflege auch durch die ein oder andere Nacht. Ein wunderbarer Glanz lag auf meinem Bart, und jedes Mal wenn ich den Kamm zückte um nach Stunden im Fahrtwind den Teppich zu kämmen glitt dieser durch die Haare wie durch Butter.

Fazit: Auf den ersten Blick scheint es nicht viel Neues zu geben, Orange und Minze sind nicht die seltensten Düfte in der Bartpflege, und doch ist es hier anders. Das Öl von Stephan und Pierre riecht so herausragend frisch und die Pflege ist so reichhaltig, dass ich es euch nur wärmstens ans Herz legen kann. Ich würde vielleicht noch eine bittere, würzigere Note einbauen, die Pampelmuse wäre vielleicht eine gute Begleiterin.

 

https://rabe-und-fuchs.de

 

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PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

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Publiziert in Salty Care
Mittwoch, 08 November 2017 19:33

Bartkaiser, die Bartöle Gold, Wood und Silver

Bartkaiser, eine adliges Öl. Premiumöle mit blauem Blut. Muss ich probieren. Colin von Bartkaiser hat mir seine 3 Fläschchen geschickt und ich nahm mich der drei Adeligen an.

Im Design schlicht und unaufgeregt standen drei sehr dunkle Pipettenflaschen vor mir. Ich machte sofort den Geruchstest. Sehr kräftig das Wood, leicht und würzig das Gold, das Silver frei von Duftstoffen, nur der Eigengeruch der Trägeröle. Hier reden wir von Mandel-, Jojoba-, Hanfsamen- und Avocadoöl, allesamt Bio und allesamt kaltgepresst.

Also rein in den Bart mit dem Zeug aus der Wagnerstadt. Wie immer, wenn ich Öle teste, wasche ich meinen Bart vorher mit Dudu-Osun Seife, um bei allen Tests die gleiche Basis zu haben. 

Die Pipette gedrückt und ans Licht gehalten. Tiefdunkel! Wie allerfeinstes Olivenöl stand das Öl in der Glasröhre, träge und fett. So ein dunkles und dickes Gebräu hatte ich noch nie vorher gesehen.

Sofort war klar, hier reicht ganz wenig! Der noch leicht feuchte Bart nahm die Pflege dankend an, sofort war der Duft im ganzen Bad. Drei Tropfen in die Handfläche, aufwärmen und verreiben und meine Pracht wurde weich und glänzte und fühlte sich bestens gepflegt an. Die Bürste und der Kamm hatten leichtes Spiel den Stoff zu verteilen, die Haut unter meinem Bart hatte ihre Freude an dieser Kur. Freunde, tastet euch ran an die täglich Dosis. Ein wirklich unglaublich reichhaltiges Öl bieten die Herren aus Bayreuth hier.

Zu den Düften.

Das Wood Intense ist mein klarer Favorit. Hier ist der Name Programm. Warmes, schweres Rosenholz trifft auf Patchouli nur ganz leicht angehoben durch die Frische der Minze. Ein fast schon brutales Dufterlebnis. Hier gibts es nur zwei Möglichkeiten. Du wirst es lieben oder hassen! Ich jedenfalls liebe es.

Gold Intense ist der leichtere Bruder vom kräftigen Wood. Zitrone heiratet die Vanille und lädt noch etwas Zimt zur kaiserlichen Hochzeit ein. Ein frischer, unkomplizierter Duft, der Bestseller laut Aussage von Bartkaiser. Die Frauen lieben es!

Immer eine gute Idee ist ein duftfreies Öl im Hause zu haben. Möchte man ein Parfum benutzen oder einfach gar nichts an Duft tragen und auf die tiefe Pflege nicht verzichten, dann kommt Silver Intense zum Einsatz. Nur der Eigengeruch der Öle ist hier zu riechen, der aber relativ schnell verfliegt. Auch und vor allem Allergiker freuen sich über das Fehlen von ätherischen Ölen als Duftträger. 

Fazit: Die beiden Herren von Bartkaiser Colin und Linus haben hier ein Öl auf den Markt gebracht, welches den Zusatz "Premium" absolut zu recht tragen darf. Kaltgepresste Öle (Mandel-, Jojoba-, Hanfsamen- und Avocadoöl) ohne Zusatz jeglicher Chemie, in denen alle wertvollen Inhaltsstoffe wie Antioxidantien und Vitamine erhalten bleiben, angereichert mit feinen Duftölen pflegen jede Länge von Bart und die Haut darunter in bester Manier. Ein Balm in den Duftrichtungen wäre noch ein klasse Sache.

Ein starkes Produkt. Beste Grüße nach Bayreuth. 

 

 

https://bartkaiser-shop.de

 

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PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

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Publiziert in Salty Care
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"The cure for anything is salt water: sweat, tears or the sea." - Isak Dinesen.