Mittwoch, 24 Januar 2018 09:41

Atkinsons Pirates’ Grande Reserve, das Parfum Empfehlung

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Die Piraten der Karibik, der Johnny macht uns den Jack Sparrow, sieht dabei blendend aus und erobert unsere Herzen im Sturm. Moralisch unmoralisch in bester Kulisse mit weissesten Stränden, wilden Jungs und wundervollen Frauen, tänzelt er trinkend und betrügend charmant durch die Bilder, einzig er singt zu wenig Piratenlieder. Schade eigentlich.

Jeder kennt die Geschichten aus fernen Ländern, Freibeuter die sich nehmen, was sie wollen. Unter der Totenkopfflagge, Jolly Roger oder auch Black Jack genannt, wird gesoffen und gerauft und gekapert und gefeiert. Namen wie Sir Francis Drake, Blackbeard, Bill Bones und Robert Blake kennt jedes Kind. Filme wie "Der rote Korsar" und "Die Schatzinsel" haben uns Jungs seit je her fasziniert und in ihren Bann gezogen.

Jeder von uns hat eine innere Vorstellung vom Duft der fernen Ozeane, der Inseln, der Riffe und Atolle. Rum und Kokosmilch, Schokolade und kräftige Gewürze, Salzwasser und Vanilleschoten, das Holz der Schiffe und der Duft der großen weiten Welt. Nie gerochen und doch war sie da, diese innere Geruchswelt, zusammen fantasiert mit Hilfe der Bilder aus Hollywood.

Die Nase ist eines der wichtigsten Sinnesorgane, die wir haben, und doch wird sie oft stiefmütterlich behandelt. Unsere Vorfahren rochen an allem, bevor sie es sich in den Mund schoben, oft wusste man schon am Geruch zu erkennen, was gut und was böse war, Feuer roch man, bevor man es sah, und der Ausspruch "den kann ich nicht riechen" kommt nicht von ungefähr. 

Wahre Künstler sind seit eh und je Parfümeure, sie bringen undenkbare Dinge zusammen, edle Rohstoffe aus aller Herren Länder werden zu Kompositionen, die ein Meer an Gedanken und Gefühlen entfesseln können, beim bloßen Riechen.

Die Duftkünstler von Atkinsons 1799 haben sich hier weit raus gewagt auf die offene wilde See mit ihrer Kreation "Pirates’ Grande Reserve". Ein fast brutales Dufterlebnis erwartet euch hier. Macht euch und eure Nase auf was gefasst. In eine edle Flasche gefüllt steht es da und wartet darauf euch auf eine Reise in ferne Welten zu entführen.

Aber eins nach dem anderen. 

Jeder macht es und doch ist es falsch, die Flasche Parfum an die Nase zu halten und dran zu schnüffeln. Der erste Eindruck ist damit ein falscher. Dafür ist es nicht gemacht, das gute Zeug. Aber auch ich mache immer wieder diesen Fehler. Ein Parfümeur aus Paris hat mich einmal dafür gerügt, nicht kräftig genug, wie mir scheint. Probiert, eure Neugier im Zaum zu halten und sprüht oder tropft es direkt auf die Haut. Geduld, auch hier nicht sofort ran mit dem Riechkolben. Er wird garantiert erschlagen und damit taub für alles Weitere. Riecht ihr direkt (so wie ich es leider beim ersten Mal tat) an diesem Parfüm, ihr und euer Näschen werdet regelrecht geschockt von der Fülle, die hier auf euch einstürmt.

Also stellte ich die Flasche beiseite und begann einen Tag darauf nochmals von vorne.

Ich öffnete den massiven Metalldeckel, schweres Ding das, und sprühte mir etwas auf das Handgelenk, wartete eine Minute oder zwei, bevor ich daran roch.

Und los ging die wilde Fahrt: Rum, Vanille und bittere Schokolade, schwer und heftig und süß, derbe Süße, nicht mädchenhaft, kein bisschen. Ein kraftvoller, karibischer Duft geht hier ohne Umschweife zur Sache, die Kopfnote macht keine Gefangenen. 

Doch damit nicht genug .....

Die Rumliebhaber unter uns kennen und lieben genau das. Weil sie genau wissen, da kommt noch was. Es dauert, die Luft und die Haut verändern den Geruch, er moduliert, er entwickelt sich. Rum muss atmen, Wein braucht die Luft, um seine Vielfalt zu entfalten und so auch hier, dieses Piratenzeugs hat viele Facetten. Nach wenigen Minuten ist der heiße Sturm vorbei und es erhebt sich der Gourmand, die freibeuterische Naschkatze, sanft reiht sich der Duft des Heliotrops ein, Jasmin kommt zum Vorschein. Freunde, es ist nichts Weibliches an diesem Parfum, es ist eindeutig männlich, herb und süß und würzig und kraftvoll, Pirat sollte man sein.

Die Herznote, sie kommt nach etwa zehn Minuten zum Vorschein, ist die Note, die euch durch den Tag begleitet. Hier ist es dann endlich, das Holz und die heisse Geranien-Essenz und aus dem Bauch dieses Duft-Schiffes strömen Patchouli und Moschus, die Basisnote dieser Reise. 

Im Englischen würde man sagen: "Atkinsons Pirates’ Grande Reserve is not for the faint of the heart." Das hier in Flaschen gefüllte Abenteuer ist nichts für die Unentschlossenen, die Ängstlichen. Hier ist Wagemut gefragt, Mut, sich mit diesem Duft an die Bar zu stellen und Mumm in den Knochen, um sich mit diesem Wirbelwind aus Gerüchen einzukleiden. 

Ich liebe es. Nicht jeden Tag, nur selten benutze ich es. Es ist nicht jeden Tag Kaperfahrt angesagt, aber wenn, dann entert dieser Duft jedes Schiff!

Und jetzt alle!

Fuffzehn Mann auf des toten Manns Kiste,

Ho ho ho und 'ne Buddel mit Rum!

Fuffzehn Mann schrieb der Teufel auf die Liste,

Schnaps und Teufel brachten alle um! Ja!

Fuffzehn Mann auf des toten Manns Kiste,

Ho ho ho und 'ne Buddel mit Rum!

Fuffzehn Mann schrieb der Teufel auf die Liste,

Schnaps und Teufel brachten alle um! Ja!

Schnaps und Teufel brachten alle um!

 

Kaufen könnt ihr den guten Stoff bei:

https://www.dergepflegtemann.de

 

Mahalo!  

PS: Ich habe die Produkte, die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying.

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 24 Januar 2018 17:10

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"The cure for anything is salt water: sweat, tears or the sea." - Isak Dinesen.