Donnerstag, 29 Juni 2017 07:34

Eine Lanze brechen für die Alten. Bartpflege und seine Veteranen.

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Der Dschungel der Bartpflege wird dichter und so auch ich. Mein Kopf rauscht, gefühlte 1,3 Millionen Öle, Balme, Wachse und Wixen wollen in meinen Bart und zeitgleich mein Geld aus dem Beutel.

Die Versprechen sind riesig, von wohlfühlfaktisch bis olfaktorisch, bio und fair, vegan und voll ok, frisch, männlich, waldig, zitronig, einzigartig und vintage, day and night oder völlig bar jeden Duftes, nichts was es nicht gibt.

Vollmundig behaupten einige den Bart wachsen zu lassen, wo vorher kahle Brache war.

Und selbst der brachliegende Schritt des ein oder anderen Bärtigen solle durch Zugabe von die Frauenwelt wild machenden Zutaten wieder gerne durch das schwache Geschlecht beharkt werden.

Testosterone im Öl! Testosterone und Wildfruchtcocktails, bauchtanzende Essenzen,  Argan und Jojoba, alles für den Teppich, alles für unter die Nase und das alles täglich, zweimal, dreimal sogar öfter!

Preislich ist auch alles dabei, von günstig bis abgehoben, man kann unglaublich viel Geld ausgeben und man(N) tut es auch, und das gern. Die Pflege des Bartes gerät zur Philosophie, das bloße Benutzen mancher Produkte trennt alte Freunde für immer.

In den Badezimmern entbrennen Rosenkriege, Männlein und Weiblein buhlen um Quadratzentimeter, kreative Ideen halten Einzug in den letzten Winkel der Nasszelle, Kämme, Bürsten, Öle, Balme und Seifen werde nicht mehr nur gelagert, nein, sie werden dargestellt, inszeniert und präsentiert ja sogar fotografiert und bei Facebook dann der Crowd serviert. Das hatten wir noch nie, nach Katzenbildern und dem täglich Brot nun Männer und ihre Badezimmer kunstvoll ausgeleuchtet und abgelichtet auf allen Kanälen, aufFacebook und Instagram, in Twitter und Tumblr, bärtige Männer inspirieren sich nicht mehr bei der Diskussion, ob nun Weber oder Dellorto, heute sägt und schleift man die Europalette, bis sie über den Nachttopf passt, fräst Rundungen, fast diese leicht an und stellt dann die passgenauen Döslein und Fläschlein rein, Bastelstube und Männerkosmetik, herrlich!

Es gibt allerdings Produktnamen die man(N) besser nicht sagt, die man besser nicht mitfotografiert, es sei denn, man gibt nicht viel auf die Meinungen anderer.

BRISK wäre da ganz oben auf der Liste. Wehe man hat da etwa die rot-weisse Flasche aus der zweiten Reihe blinzelnd im Regal, dann wird die Situation schon mal briskant. Ich kenne es, seit ich denken kann, mein Opa hatte es im Haar, ich liebte den Duft und den Glanz. Und ich freute mich, als es wieder auftauchte, das gute alte Logo. 

Ich nutze es fast täglich, das Bartöl von BRISK. Mein tägliches Öl, Teebaumgeruch, pflegend und gut und zu einem Preis, der den Geldbeutel freut.

PRORASO, 1948 in Florenz gegründet, findet sich auch kaum noch im Badezimmer der Deutschen. Oftmals nur die Rasierseifen, kaum das Öl und am wenigsten das Rasierwasser.

Dabei war und ist es die unbestrittene Nummer eins, die Numero Uno in Italien und auch hier, in Spanien, fehlt es bei keinem Barbier.

Offeriert PRORASO doch wundervolle Düfte und Serien, die sich schon seit Jahrzehnten bewährt haben. Das wunderbare Wood and Spice steht bei mir und wird immer wieder gerne genommen, oder Zypresse und Vetiver und das Azur Lime, klassischer geht es nicht. So roch Mann damals und so rieche ich immer noch gern.  

Proraso Cypress and Vetiver Beard Oil

 

Proraso Bart Öl Wood & Spice 30ml

Proraso - Bartöl - Azur Lime

 

Ich liebe Pflegeserien, ich mag es, wenn der Duft des Öls zum Duft des Rasierwassers passt. Und ich liebe diese alten, klassischen, unverspielten, geraden Düfte.

Und genau aus diesem Grund mag ich FLOID! Uralte Kampagnen mit herrlichen Sprüchen erinnern mich an meine ersten Spanien-Urlaube.

 

Dieser sehr spezielle Duft kommt in zwei Varianten unterschiedlich stark mit Menthol versehen. Ich habe das kräftige "Mentolado Vigoroso". Es hält, was es verspricht, massiv kühlend und erfrischend durch das Mentholöl zischt es fastm wenn es auf die Haut kommt. Immer halte ich auch meine Hände dicht vor die Nase, atme den Duft tief ein, was für ein herrliches Gefühl.

 

 

Das sind meine Daily Rocker, meine täglichen Begleiter am Meer und am Strand, am Pool und in der Sonne. Immer wieder öle ich meinen Bart, mehrmals täglich, nach dem Schwimmen, der Wind und der heisse Planet trocknen aus. Ich habe jeden Tag Freude daran, diese jahrzehntelang erprobten Massenprodukte zu benutzen, aber ich vergesse sie über den Tag, über die Zeit. Sie sind gut, aber nichts Besonderes, nichts Herausragendes.

Kommen wir deshalb zu den feinen Ölen, dem cremigen Balm, die tropische Bartbutter, den geliebten Einzelstücken im Bad. Den Waren kleiner Hersteller.

Für die tägliche Nutzung wären mir diese edlen und guten Pflegeprodukte zu schade. 

Dafür sind mir die kleinen feinen Öle, und Balme zu lecker, zu speziell, manche passen für mich nur in seltenen Momenten, gerade weil sie so eigen sind. 

Und da beginne ich mich zu freuen.

Ich freue mich an der Vielfalt, freue mich an der Liebe mancher Manufakturen zum Fertigungsprozess, an den Spezialitäten und Feinheiten, die es dank vieler fleissiger Ölmagnate gibt, Einzelkämpfer oder Partner des besten Kumpels, allesamt mit Visionen und einer großen Liebe:

Dem Bart! Unserem Bart! 

Danke Leute für eine unglaubliche Menge an auserlesenen und raffinierten Produkten, danke für den von euch gepflegten Kontakt zu uns, den Kunden, die euch das so wichtige Feedback geben, um besser zu werden oder gut zu bleiben.

Danke für eure Kreativität beim Design, von der Versandkiste bis zur Verpackung eurer Produkte, der Tiegel und Fläschchen. 

Ich freue mich auf Neues aus den Untiefen eurer Labore und Küchen. 

Bleibt spannend!

Mahalo!

 

PS: Ich habe die Produkte die ich hier teste und vorstelle von den Firmen kostenfrei bekommen. Meine Meinung ist vollkommen frei von jedem Einfluss der Firmen, schlicht meine Meinung. 

Just saying!

 

Letzte Änderung am Montag, 25 September 2017 20:13

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"The cure for anything is salt water: sweat, tears or the sea." - Isak Dinesen.