Wenn man(N) sich heutzutage einkleidet und sich in Sachen Outfit was gönnen will kommt man an diesem uralten Wort nicht mehr vorbei.

Heritage: Erbe - Erbschaft - Überlieferung.

Veranstaltungen in wundervollen Locations, Hochglanz-Magazine schick in matt, facebook-Gruppen in rauen Mengen, Photographen schleifen Bilder passend zu.

Heritage all überall.

Man(N) und Frau entdeckt das Gute wie es mal war, wie es vermutlich mal war, wie es vielleicht mal war. Auf einmal ist der Schuhmacher wieder Kult, raus aus der nach Klebstoff stinkenden Mister Minit Ecke, raus auf die in warmes Licht getauchte Bühne nebst den Nähern feiner Hosen aus dem blauen Stoff. Der Mundharmonika wird wieder gehuldigt, das Digitale nur als Transportmittel nach draussen  geduldet. Es wird wieder gehämmert, geklopft, gedengelt, Schutzbleche werden an Mopeds gebaut, selbst gebaut. Man scheint wieder Schreibmaschinen zu hören, der feine Ripp lugt aus Holzfäller-Hemden, Bärte duften nach Zypressen und werden vom Träger geliebt und von den Kosmetik-Manufakturen gehegt.

Der Vollbart, die Red Wings, die Blaumann, das Leder, die Uhr, das Messer und der Stahl, der Drink und der Burger. Alles scheint auf einmal wertvoller, alles teurer, alles dunkel und Holz und Chrome und warm.

Und ja, ich liebe es, viele lieben es.

Der Grund? Einfach. Man kann sich wieder etwas mit MehrWert kaufen, eine Hose die soviel kostet wie früher 5 Hosen bleibt so lange am Bein wie ich es will weil sie kann es, sie ist Jeans gewordene Qualität!

Die Stiefel, teuer auf den ersten Blick, werden so oft besohlt wie es geht weil es geht. These Boots are made for walking! And thats what they do! Und wenn ich nicht mehr laufen kann machen sie das mit dem Nächsten!

Man(N) spart wieder auf etwas. Die Tasche die der lederne Handwerker mit meinen Initialen punziert, darauf spare ich. Und ich weiss ich werde sie tragen und dann vererben. 

Heritage: Erbe - Erbschaft - Überlieferung.

Werte in einer scheinbar wertlosen Welt.

Eine Mode? Von mir aus gerne und warum auch nicht?

 

Mahalo!

 

Ich weiss noch ganz genau, wann und wo ich die erste Bialetti gesehen, gehört und vor allem gerochen habe.

80er Jahre, Berlin, WG in Kreuzberg, da stand sie auf der Gasflamme. Es war scheissekalt in der Bude und ich wärmte mir die Hände über der Kanne, die langsam anfing, mit mir zu sprechen.

Sie röchelte mir ihr später geliebtes "der Kaffee ist fertig" asthmatisch wie Darth Vader ins müde Ohr. 

Die Kombination aus diesem Geräusch, dem Duft des Gasherdes mit dem frischen Kaffee, die Wärme werde ich nie vergessen. Mein damaliger Freund schäumte Vollmilch in einem Topf mit Hilfe eines uralten Schneebesens auf, große Schalen wurden gefüllt, beidhändig die heisse Liebe haltend, standen wir in der kalten Küche und waren einfach glücklich. Schwarzer Krauser rundete das Erlebnis ab, herrlich!

Kaffee-Kultur in Deutschland war damals schlicht nicht existent, Melitta und Jakobs und fertig. Einige Jahre später hatte ich eine Freundin in Zürich und da tauchte wieder diese Kanne aus Alu auf und machte mich glücklich mit ihrem ganz eigenen Geschmack. 

Alfonso Bialetti (geboren 1.1.1888 in Omegna; gestorben 31.12.1970 in Zagarolo) wurde vor allem bekannt durch die Erfindung der Moka Express, der ersten "Espresso-Maschine" für den privaten Haushalt. Die Idee der Perkolation war dabei die Ausschlaggebende. Hier "sickert" das heisse Wasser durch das Kaffee-Pulver. Und zwar von unten, durch Druck, nach oben. Die Kanne auf dem heissen Herd erhitzt das Wasser im unteren Teil der Kanne, so weit, dass es durch den Filter, durch das Pulver hindurch nach oben steigt, das bekannte Geräusch produzierend, feinster Duft entsteigt der Kanne, bester Kaffee wartet auf dich.

Ich habe zwei solcher Kannen, eine Kleine, eine Große, aus Stahl, aber immer Bialetti. Seit Jahren begrüßt mich dieser nette Kerl auf der Moka Express und ich will ihn, will sie nicht mehr missen.

Mahalo!


 

Mittwoch, 24 Januar 2018 20:22

Interview mit Ingo von OAK Natural Beard Care

geschrieben von

Hi Ingo, sag an, wann ging das los mit dem Bart in deinem Leben und ab wann war klar, dass du eine eigene Pflegeserie auf den Markt bringen willst?

So richtig klar wurde es Marcus und mir, als wir im April 2012 über unsere jeweilige Zukunft sprachen. Beide würden wir im gleichen Jahr zum ersten Mal Vater werden, beide hatten wir unsere alten Jobs an den Nagel gehängt und beide hatten wir die bisher längsten Bärte in unserem Leben. Also warum nicht was Eigenes aufbauen. Und Bartpflege war bis dato noch nicht dagewesen. Also spannend, absolut nützlich für das Gestrüpp in unseren Gesichtern und durch den Barttrend in den ersten Großstädten zu der Zeit auch als Geschäftsmodell denkbar. Ist ja nicht unwichtig, wenn man in Zukunft zwei Familien davon ernähren möchte.

OAK Beard Care ist einer der großen Player geworden, denke aber, dass war nicht immer so. Plauder mal aus dem Nähkästchen. Was gab's für Tiefschläge, was waren die Highlights auf dem Weg in die Regale der großen weiten Welt?

Uff, da würde eine Menge zusammenkommen. Wobei man von Rückschlägen am Anfang nicht wirklich sprechen kann. Da uns von den meisten Menschen sowieso recht wenig Erfolg mit unserer Idee prognostiziert wurde, waren unsere Erwartungen gemäßigt. Nicht allerdings unser Wille, die Idee umzusetzen und etwas zu schaffen, was es so vorher noch nicht gab: ernsthafte Pflegeprodukte für den Bart – und das auch noch auf naturkosmetischer Basis! 

Als wir dann endlich mit den ersten Produkten durch die Städte gezogen sind, waren wir total überrascht über das fast ausschließlich positive Feedback der Menschen. Jedes Geschäft, jeder Barbershop, der unsere Produkte ins Regal gestellt hatte, war ein Highlight für uns. Vor allem hat uns aber jede positive Rückmeldung von einem Kunden besonders glücklich gemacht. Das ist bis heute der schönste Moment in unserem Business.

Man(N) ist sich einig, eure Reihe ist hervorragend, vom Design über die Pflege bis zum Duft. Einzigartig ist die Konsistenz von dem Beard Balm und dem Beard Hold. Beide sind nicht wie viele andere Produkte eher wächsern, sondern cremig. Wie kam es zu diesen Produkten?

Die Entwicklung von HOLD und BALM wurde ganz klar von den für uns nicht zufriedenstellenden Produkten auf dem Markt bestimmt. Jedes Produkt, das wir entwickeln, ist entweder ein komplettes Novum auf dem Markt oder es unterscheidet sich sehr in Anwendung und Effekt von bereits existierenden Produkten mit ähnlicher Ausrichtung. Im Fall von HOLD und BALM wollten wir die beste Kombination von Pflege, Halt und Komfort in der Anwendung. Diese ganzen harten Balms auf dem Markt haben uns einfach keinen Spaß gemacht. 

Euer Design ist klar. Der Barberpole. Aber der Name OAK, die Eiche. Woher diese Idee?

Die Eiche steht für alles, was uns wichtig ist: Natürlichkeit, Kraft, Langlebigkeit, Verlässlichkeit! Und OAK ist einfach ein kurzer, prägnanter und schöner Name, wie wir finden.

„Dickes B, oben an der Spree. Im Sommer tust du gut und im Winter tut's weh.“ Die Zeilen von SEEED machen alles klar. Die Hauptstadt kann alles. Was für einen Einfluss hat es, euer Headquarter zwischen Kreuzberg, Tiergarten und Wilmersdorf. also mitten in Berlin zu haben?

Berlin ist großartig! Natürlich gibt es auch hier viele Dinge, die nicht so ideal laufen, aber in Berlin gibt es einfach alles für alle. Ich würde frech behaupten, Berlin ist so ziemlich die internationalste Stadt in Deutschland, will heißen, es kommen eine Menge Menschen aus aller Welt zusammen. Das macht Spaß, ist inspirierend und es lässt immer etwas Neues entstehen. Und gleichzeitig gibt es alles, was ein natürlich gewachsenes Zuhause braucht. Das könnte man als unseren Einfluss betrachten. Immer irgendwie neu sein, aber mit den Beinen auf dem Boden bleiben.

In Sachen Mode ist Berlin immer noch stilbildend. Was glaubst du, was beobachtest du in Sachen Bart:  Was bleibt, was geht und was ging noch nie?

Was in Berlin natürlich immer geht, ist der natürlich aussehende, etwas längere Vollbart. Auch mein persönlicher Favorit, ehrlich gesagt. Das wird sicher auch noch eine Weile so bleiben. Momentan noch sehr angesagt ist der Schnauzbart. Aber auch hier eher die natürlich aussehende Variante. Obwohl das Typ-Sache ist. Bei manchen Männern sieht auch der gezwirbelte Handlebar nicht aufgesetzt aus. Authentizität ist das Motto. Die Zeiten der ironisch gemeinten oder durch verlorene Wetten getragenen Schnauzer ist so ziemlich vorbei. Was noch nie ging, das ist jetzt meine Meinung, sind einrasierte Muster im Bart. Sobald jemand das Wort „Bart-Design“ in den Mund nimmt, heißt es, nichts wie weg hier!

Besten Dank, Ingo und weiterhin viel Erfolg!

Ich danke Dir!

 

OAK Berlin GmbH

Fuggerstr. 4

10777 Berlin

Deutschland

(kein Shop!)

https://www.oakbeardcare.com

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Mahalo!


 

Donnerstag, 04 Januar 2018 13:16

Kolumne: 2018 und das Jucken im Pelz

geschrieben von

Willkommen im Neuen Jahr, Freunde.

Wir kamen aus dem Alten ins Neue ohne Regierung, mit Glyphosat, den Brüllaffen der AFD, der Schwanzparade USA vs. Nordkorea, Volkswagen macht dickste Umsätze trotz neuem Modell, dem Pinocchio TDI, und the Salty VooDoo macht weiter wie bisher, vielleicht sogar ein kleines bißchen besser.

Ein grandioses Jahr liegt hinter mir. Ich habe tolle Leute kennengelernt, habe klasse Produkte unter der Nase, spitzen Klamotten am Leib und sensationelle Mopeds unterm Hintern gehabt. Meine Frau liebt mich, ich liebe meine Frau, das Wetter ist meistens bestens und die Longdrinks eiskalt und trotzdem juckt mich der Pelz.

Mich juckt der Pelz an einer Stelle, die jeder kennt, genau da, wo man alleine nicht hinkommt. Mann und Frau braucht jemanden, der das macht, das Kratzen, das Schuppern!

Wenn du niemanden hast, der das macht, dann bleibt nur der Türrahmen, der Nette.  

Und das ist der Punkt. 

Freunde!

Schaut euch um, ihr findet garantiert jemanden, um euch rum, der nix anderes hat als einen Türrahmen. Fahrt eure Krallen aus und helft ihm, kratzt ihn dort, wo es ihn juckt, seid freundlich zu ihr, seid freundlich zu ihm, seid gut zueinander.

Nur dann schaffen wir es, gesund und lachend durch das Jahr 2018.

Mahalo!


Dienstag, 19 Dezember 2017 19:03

Willkommen bei The Salty VooDoo

geschrieben von

Mein Name ist René

Ich bin 52, wohne seit 11 Jahren mit allem was ich liebe südlich von Valencia an der Costa Blanca.

Ich schreibe hier über mein Leben, ich stelle euch Produkte vor, die mir gefallen, nehme euch mit, auf meine Tripps durch die Welt, koche mit euch, meditiere mit euch und praktiziere Yoga mit euch.

Mein großer Traum, dem Wetter in Deutschland den Rücken zu kehren und mich für die Sonne zu entscheiden, hat mich hier her gebracht. Es ist nie alles Gold was glänzt, aber wenn die Sonne drauf scheint, kommt das der Sache schon ziemlich nahe.

Gerne helfe ich euch bei der Entscheidung andere Länder auszuprobieren. 


Es ist herrlich online einzukaufen, ich liebe es. Zu jeder Uhrzeit, bei jedem Wetter, ungeduscht und mit einem eiskalten Bier in der Hand auf Schnäppchenjagd gehen. Keiner sieht mich, keiner stört mich, keiner stellt irgendwelche Fragen.

Das bestellte Produkt kommt mehr oder weniger schnell zu mir nach Hause, anprobieren, ausprobieren, behalten, zurückschicken, gute Bewertung schreiben oder den Händler runter lassen, und das alles immer noch ungeduscht und ohne die direkte Konfrontation mit irgendwem. 

Ich habe mir Anfang letzten Sommer FlipFlops von Birkenstock bei amazon bestellt, günstig selbstredend, fast halb so teuer wie im Laden. Sie kamen, sie passten, fertig. Nach 2 Monaten waren sie kaputt, die Sohle gebrochen. Da ich eh gerade in der Stadt war, bin ich in einen Birkenstock Laden gegangen.

Der Verkäufer lachte sofort los, sagte mir den Preis, den ich bezahlt hatte, fast auf den Cent genau, lachte weiter. Selber schuld sagte er. Eine Fälschung, sei doch klar für den Preis, sagte er lachend. Er freute sich sichtlich einen Trottel wie mich, endlich vor sich zu sehen, und er hatte Recht damit. Ein Dummkopf war ich.

Birkenstock beendet europaweit die Zusammenarbeit mit amazon ab 1.1.2018.
Weil es amazon schlicht am Arsch vorbei geht, ob die Schuhe, die ich und du da kaufen, echt sind oder nicht.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/markenrechtsverletzung-birkenstock-kuendigt-vertrag-mit-amazon-1.3785525

Ich musste erstmal in Ruhe was trinken und nachdenken. Ein Bier, 1,50€. Lecker und kalt. Ich sah auf meine Billigstock-Sandalen, auf mein Bier, auf meine Sandalen.

Was, wenn in dem Glas gar kein Heineken drin war, sondern was Billigeres. So kalt wie das Bier war, konnte ich unmöglich sagen, ob es Heineken oder sonst eine billige Fassbrause war. Meine Fresse, würde ich hier einen Tanz veranstalten, wenn ich merken sollte, dass .... ja was eigentlich ...

.... ich beschissen worden bin?

.... von einem, der nur etwas Geld sparen wollte, beschissen worden bin?

.... von so einem wie mir?

.... einem geizigen Dummkopf wie mir?

Hätte ich nur einen Moment nachgedacht, wäre mir klar geworden, warum die Schlappen so billig waren, und warum sie so streng rochen beim Auspacken. 

Geiz ist geil und feige. Geiz ist ein Arschloch und obendrein eine Sünde. Einer der wenigen Punkte, wo ich mit der Kirche d'accord gehe.

Ich kaufe immer noch gerne online ein, aber ohne direkten Kontakt per Telefon mache ich nix mehr. Und vor allem checke ich vorher, ob ich das Produkt, welches ich suche, nicht bei einem Händler in der Nähe bekomme. Da stehe ich dann auch, wenn es Probleme mit dem Teil gibt und setze mich dem Menschen auseinander. Warum? Weil es Spass macht, mit Menschen umzugehen, weil man auf einmal wieder etwas spürt, was amazon und Co. einem ganz nebenbei nehmen.

Mensch sein! Mensch sein, mit allem was dazu gehört. Respekt, Anstand, Selbstbewusstsein und das alles frisch geduscht! Probiert's aus, es macht echt Spass!

Mahalo!


Ihr kennt das Jungs: Man steht in einer Kneipe, sieht einen Kerl, den man noch nie gesehen hat, Augenkontakt und los geht die gemeinsame Reise.

So geschehen diesen Sommer in eine Strandbar in Oliva. Mir wurde Dani vorgestellt und sofort hat die Chemie gestimmt, wir haben viel gelacht und Dani hat mir von seinem Business erzählt. Er betreibt einen Harley Davidson-Verleih und macht geführte Touren durch das wundervolle Hinterland der Costa Blanca, sensationelle Natur trifft auf atemberaubende Aussichten, bis weit in den Winter hinein lässt es sich hier auf dem Moped leben.

Seit einigen Wochen hat er sich seinen Traum erfüllt, mit einem grandiosen Compagnon hat er eine kleine, aber feine Bar aufgemacht, die HD Dream Trips & Bar und haut hier regelmäßig Events raus.

Direkt an einer viel befahrenen Straße gelegen legen immer wieder neue Leute spontan einen Stopp ein, lassen sich mit guten Kaffee und leckeren Bier verwöhnen. Es gibt ständig was zu sehen, Langweile kommt hier auch Dank Dani nie auf. 

Gestern, ein sonniger Sonntag, hat er zum Classic Car Meeting gerufen und die Leute kamen. Eine herrliche Mischung aus Autos und Motorrädern stand glänzend in der Sonne.

Zwei Bands sorgten für Stimmung, Sprittalk und grollende Motoren, Burger und eiskaltes Bier und bestes Wetter zauberten den Leuten dicke Grinsen in die Gesichter. 

Wenn ihr mal dem Wetter bei euch entfliehen wollt, mit gepflegten und bestens gewarteten Harleys eine Runde durch die Berge und an der Küste drehen wollt, seid ihr hier goldrichtig. Lasst mich wissen, wenn ihr in der Nähe seid! Viel Spass mit den Bildern!

Mahalo!


HD Dream Trips & Bar
Carretera Teulada - Moraira 119
03724 Teulada, Valenciana, Spain
http://www.hd-dream-trips.com
+34 965 03 86 60


Mittwoch, 17 Januar 2018 16:40

Interview mit Matthias vom Vi Tva Hairshop

geschrieben von

Bon dia Matthias, ein paar Worte zu deiner Person. Wann kam der Bart und wann die Idee in der Szene aktiv zu werden?

Als 78er Baujahr dauert mein Weg inzwischen einige Jahre und führte mich über viele Umwege auf den heutigen Stuhl in meinem Büro. Ein Lehre als Kaufmann im Einzelhandel und viele Jahre in einem Getränkegroßhandel wurden abgelöst durch eine Selbstständigkeit in der Gastronomie. Dort standen 7 Jahre Veranstaltungen und das Leben in der Cocktailbar auf dem Tagesprogramm. Nach weiteren drei Jahren als Pfleger auf einer Akut-Station in einer Psychiatrie, verschaffte ich mir noch den letzten Feinschliff in Sachen Umgang mit komplizierten Menschen und eröffnete 2013 kurzentschlossen und voll motiviert den Vi Tva Hairshop. Meinen Bart trage ich, seitdem ich 18 bin, was damals aber kaum etwas mit der Liebe zu Bartpflegeprodukten zu tun hatte, sondern eher was mit der Abneigung gegen das Rasieren. Er war mal länger, mal kürzer aber so gut wie immer da. Ein schöner Bart sollte es so um 2012 sein, denn da entdeckte ich, dass es echt tolle Produkte gibt. Diese waren nur leider etwas schwer zu beschaffen. Aber dem haben wir ja dann Abhilfe geschaffen.

Du betreibst einen der umfangreichsten Shops im deutschsprachigen Raum mit Produkten für Mann und Frau, von Kopf bis Fuß, Kosmetik, Putzmittel ja sogar schickes Motoröl. Woher der Enthusiasmus so ein riesen Sortiment an die Frau, an den Mann bringen zu wollen?

Der Standardspruch, den man in unzähligen Interviews liest, wäre ja jetzt: „Das, was die wenigen anderen Shops zu dieser Zeit angeboten haben, reichte mir nicht aus und entsprach nicht meinen Ansprüchen. Dem ist nicht so, denn auch 2013 gab es bereits sehr gute Shops für Pomaden und Bartpflegeartikel und ich kaufte dort auch gern ein. Der wahre Grund für Vi Tva Hairshop war lediglich eine Dose Murray’s Nu Nile, die leer, lange Zeit unbenutzt, in meinem Badschrank stand. Dort erfüllte sie lediglich dekorative Zwecke, bis ich sie irgendwann mal benutzte und somit die Leidenschaft zur Pomade entfacht wurde. Parallel dazu natürlich auch die Bartpflege. Ich saugte förmlich jegliche Information über Entstehung und Anwendung sowie die einzelnen Hersteller auf und 2013 traute ich mich dann einfach, es mal selbst zu probieren. Somit fing ich dann an, in kleinen Mengen die kleinen Fläschchen und Dosen in einem kleinen Onlineshop zu verkaufen. Warum kurze Zeit später auch Pflegeprodukte für Frauen mit ins Sortiment kamen, ist ganz einfach: Das Schönste im Leben der meisten Männer ist doch fast immer die Frau und somit sollten diese nicht ausgeschlossen werden. Das restliche Sortiment hat sich nach und nach ergeben. Das Motoröl hat zum Beispiel seinen Platz bei uns gefunden, da ich die Marke Rektol gerne für die Motoren nehme, die mir am Herzen liegen und ich bei unseren Verkaufsständen auf Festivals und Car Shows auch verkaufe. Aus diesem Grunde sind sie ein Teil von mir und gehören in den Shop. Ich mag es, dass Vi Tva Hairshop nicht nur Haar- und Bartpflege verkauft, sondern all die Vielfalt Spaß beim Stöbern macht und am Ende doch irgendwie wieder zusammen gehört. Woher der Enthusiasmus? Weil es mir Spaß macht Pomaden und Bartpflege zu verkaufen und all die kleinen Nebensortimente dazu. Mir bereitet es immer große Freude die ganzen Friseursalons und Barbershops zu besuchen und zu betreuen, die wir seit einigen Jahren beliefern. Man lernt auf allen Reisen stets großartige Menschen kennen.

Matthias, du liebst den amerikanischen Lifestyle, amerikanische Autos, Rock’n’Roll etc. Was verbindet dich mit den USA? Gibt's da eine Geschichte zu erzählen?

Eine wirkliche Geschichte gibt es nicht und letztendlich ist es eine Reihe von Ereignissen, die sich in meinem Leben ergaben. Ich war schon immer so ein Kind, was sich bei blubberndem Motorsound umdrehen musste und das ist noch heute so. Es macht mich zufrieden, diesen großen Motoren zu lauschen und dabei das Gefühl zu genießen, dass das Leben kurzzeitig entschleunigt wird. Diese Eigenschaft habe ich auch an meinen Sohn vererbt, der mit seinen 12 Jahren inzwischen mehr über US Cars weiß, als ich selbst. Somit ist es nun so ein Vater-Sohn-Ding. Zudem sind wir beide geradezu süchtig, mit US-Geländewagen im Dreck zu spielen, zu buddeln und zu spritzen. Der Lifestyle, der gefällt mir einfach gut und er lebt sich gut und wenn es Musik für mich gibt, die in fast jeder Lebenslage passt, dann ist es Rock ’n’ Roll. Naheliegend, dass mir Festivals am Herzen liegen, auf denen Rock ’n’ Roll und Autos vereint werden. Was mich mit den USA verbindet? Keine Ahnung, ich war noch nie da.

Dein Laden ist südlich von Berlin, eine wundervolle Ecke, die ich von einigen Tripps mit meiner Family her kenne. Wieso wohnst, arbeitetest du dort und warum zieht es dich nicht in die Hauptstadt mit deinem Shop?

Ich wohne nicht in der Hauptstadt, weil ich in 45 Minuten da sein kann und irre wäre, wenn ich mir diesen Stress einer Großstadt antun würde. Ich war schon immer ein „Draussen-Kind“ und das werde ich auch immer bleiben. Für mich ist Brandenburg eines der schönsten Bundesländer und ich liebe die vielen Seen, die Wälder und den sehr nahen Spreewald. Und ob nun ein Onlineshop im ländlichen Baruth oder in einer belebten Hauptstadt ist, spielt fast keine Rolle. Und wenn mir wirklich nach Stadt ist, so liegt doch die Größte direkt vor meiner Nase.

Wenn dich jemand fragen würde nach Tipps so einen Laden aufzubauen, das ganze unter einen Hut zu bekommen, Familie, Spass, Glück und Geld verdienen, was würdest du antworten?

Ich würde ihn fragen, ob er mir nicht lieber jemanden nennen kann, der ein Rezept dafür hat! So viele Sachen passen irgendwie nicht unter einen Hut und gerade die Familie leidet oft darunter. Es tut oft weh, wenn man sieht wie schnell das Kind auf dem Wege ist, erwachsen zu werden und man eigentlich nur die Zeit im Büro oder Auto verbringt. Mein großes Glück ist, dass Frau und Kind meine Interessen teilen und mir oft helfen. Mein „Kleiner“ hat sich sogar schon eigene Visitenkarten eingefordert, auf denen unter seinem Namen „Junior Geschäftsführer“ steht ...

Der Spaß ist kein Problem, denn der ist trotz vielen Anstrengungen immer dabei. Und es ist der erste Job in meinem Leben, in dem ich bisher jeden Moment Spaß bei der Arbeit hatte. Ich wünsche mir, dass dies auch immer so bleibt.

Was meinst du, wohin geht es in Sachen Bart, in Sachen Style und den Produkten drum rum, was bleibt, was wird gehen und was ging noch nie?

Ich bin der Meinung, dass Bärte schon immer da sind und auch immer bleiben werden. Vielleicht nicht ewig so gehypt wie in den letzten Jahren, aber er wird bleiben. Und eines wurde auf jeden Fall in den letzten Jahren immens entfacht, dass Männer sich bewusster und hochwertiger pflegen und das Gefühl zu hochwertigen Produkten.

Gehen wird hoffentlich irgendwann dieses „ich trage einen Bart, weil es gerade angesagt ist“ und bleiben wird „ich trage einen Bart, weil ich darauf stehe“!

Bei den Produkten muss man, glaube ich, das Rad nicht neu erfinden und es ist alles da, was Mann so braucht. es tauchen immer wieder tolle Produkte auf, in neuen Duftrichtungen oder Zusammensetzungen. Und nebenher auch eine Menge Schrott, von Firmen, die nur mitschwimmen. Ich mag am liebsten Hersteller und deren Produkte, die eine Geschichte haben. Eine Geschichte, für die man einen kleinen Augenblick mal alles liegen lassen kann und diese auch wirklich liest. Das sind dann genau die, die mir im Vi Tva Hairshop am wichtigsten sind.

Viele Dank, Matthias ,für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Ich danke dir!

 

Vi Tva Hairshop

Hauptstraße 105

15837 Baruth

Deutschland

https://vitva-hairshop.de

Vi Tva Hairshop bei facebook

 

Mahalo!  

 


Mein alter Freund Ioannis vom Jack the Ripper Tattoo und Barbershop rief und die Familie traf sich in sensationeller Umgebung.

The Barber's Heritage / The Art of Traditional Craftsmanship sollte ein Treffen der Zünfte werden, Handwerk und Tradition trifft auf den modernen Lifestyle.

Und sie kamen.

Die Schrauber, die Schnapsbrenner, die Schuster, die Zigarren-Aficionados, die Barbiere, die Näher, die Tattoo- und Piercing-Artists, Lackierer und Maßschneider, die Schuster und Lederwarenmacher, die Blechdängler und die Kaffeeröster.

Da musste ich hin. Also Flug gebucht, alte Freunde aktiviert und los ging's aus dem Süden Europas in den Süden Deutschlands.

Schon am Freitag kam ich an, in der Hauptstadt BaWüs, das Wetter war nicht so schlimm wie erwartet. Mein erster Besuch galt dem Barbershop meines Freundes Ioannis.

Ein warmer Empfang und große Freude über den mitgebrachten spanischen Brandy. Klasse Stimmung und wundervolle Kerle, die ihre Arbeit lieben. Ein absolutes Muss für jeden Bärtigen der Stuttgart besucht!

Mein lieber Freund Max von Dr. Mechanik schlug auch noch auf, lange nicht mehr gesehen, gab's viel zu quatschen.

Aber wie immer bei Kurzbesuchen dieser Art, weiter geht's, keine Zeit verlieren.

Ein alter Kumpel wartete mit großartigem Essen und einem sensationellen polnischen Vodka auf mich. Gesättigt und mehr als bettreif ging es früh auf die Matratze.

Samstagmorgen dann los nach Bad Cannstatt auf die Heritage. Diese fand in der Straßenbahnwelt statt, einer alten Werksstatt, in der früher die Bahnen Stuttgarts gewartet wurden. Der Eingang so nüchtern wie eine VHS, sensationelles Lächeln der drei Ladys von der Kasse, dann links und wieder rechts und WOW.

Der Blick durch die Türe war der Hammer.

Man stand auf einer Höhe von etwa zwei bis drei Metern und blickte in eine riesige Halle, voll mit alten Straßenbahnen, dazwischen geschäftiges Treiben der Aussteller, ein wunderbares DJ-Pult erhaben über der ganzen Szene. 

Klasse, ich freute mich, dabei zu sein, vom ersten Moment an.

Froh, früh da zu sein, legte ich gleich los, um einige alte Freunde zu begrüßen. Unglaublich, ich traf Leute, die ich seit locker 25 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Jungs aus Ulm und Umgebung, aus den Augen verloren und dann bringt uns so ein Event wieder zusammen, was für eine Freude. Sonny Sur von Schall & Rauch, Rob von der Blechkompanie .....

Und endlich die Gelegenheit, einige Leute kennen zu lernen, die ich bisher nur online kannte, Günter Winter und Tomy von Beard and Shave standen plötzlich neben mir, der Bastian von Beyers Oil stand mit seinem Ölfass da. Carl von KNG Beardcare aus der Schweiz und Pierre von Rabe und Fuchs kamen extra angereist und die grandiosen Jungs von Sargon's Original hatten ihren schicken Stand aufgebaut. Dino von Beards & Tattoos, sehr fein, deine Bekanntschaft gemacht zu haben.

Der grandiose Marc vom Mr. Ash Tailor Store, eine Freude, dich hier zu treffen!

Mit der Kamera bewaffnet, drehte ich eine erste Runde. Zwischen den alten Bahnen durch, gab es eine Menge zu entdecken, die Halle war riesig, überall fand man noch einen Stand, hatte noch ein Aussteller mit viel Liebe seine Arbeit präsentiert. Meister Jaekel und Frau Hartmann präsentierten Schuhmacherkunst alter Schule. Bändele zeigten zeitlose Bändele für den Schlüssel, den Geldbeutel oder um Ordnung ins Kabelgewirr zu bringen. 

Am Ende der Halle gab es einen Außenbereich, Bier, Burger, handgefertigte Zigarren von Werner Casagranda, Lowrider von S L I G und tatsächlich Sonne!

Benzingtalk bei feinstem Bier vom Kraftpaule und jede Menge interessanter Menschen, Hamburger oder Steaks vom Grill, hier wurde jeder Durst und jeder Hunger gestillt.

Das schönste war aber, das sich die Messe so langsam füllte, entspanntes Flanieren zwischen den Ständen, der DJ legte stundenlang entspanntesten Sound auf.

Respekt Herr Kollege, deine Musik war der Hammer! 

Die Besucher waren eine wundervolle Mischung aus fast allen Szenen, neugierig und entspannt zogen sie ihre Bahnen in der Halle. Die mit viel Liebe aufgebauten und dekorierten Stände ließen einen die schiere Größe dieses Bauwerks immer wieder vergessen. Es war einfach gemütlich auf der Barbers Heritage.

Mein heimlicher Held war der Kaffeestand und nicht nur meiner. Allerfeinste Bohnen wurden hier zu einem köstlichem und duftendem Heissgetränk. Man musste sich schon einige Minuten Zeit nehmen, wurde aber mehr als entschädigt. Nescafé my ass! So muss Kaffee!

Gegen Nachmittag fühlte sich dann der ein oder andere mutig genug und die feinen Brände wurden probiert, GINSTR und BULLEIT, ein schwäbischer Geist in Flaschen namens DJINN präsentiert vom CRAZY STORE, es gab viel zu entdecken an neuen und neu interpretierten Geschmäckern. Freunde, der Firefly Moonshine war ein Erlebnis! Selten so was Leckeres getrunken!

 

Hier wurde gelacht, gefachsimpelt, Bärte wurden in Form und Farbe unter die Haut gebracht, getrunken und gegessen, wie eine große Familie, eine große Idee, eine große Liebe.

KLAUS BarbershopTorreto Barbershop, Barber RulesJack the Ripper#Tattoo & Barbershop, Frankfurt Tattoos, Southside Tattoo Ink, Piercings by Rosa, SK-Brush und Kerstin Haaf gaben ihr Bestes für das neugierigen Publikum.

Es war eine kleine Zeremonie, feines Handwerk mit einem modernen und frischen Selbstbewusstsein nahm sich Zeit und Raum, um sich zu präsentieren und wurde dankbar und mit Freude angenommen.

Das war keine weitere Barbermesse, sondern einen Schritt weiter. Die Erste, aber mit Sicherheit nicht die letzte Barber's Heritage.

Schaut euch die Bilder etwas weiter unten an, ich hoffe euch ein wenig von der Atmosphäre dieses Events eingefangen zu haben und freue mich jetzt schon auf den nächsten!

Mahalo!

PS: Sollte ich jemanden vergessen haben, meldet euch einfach bei mir. Ich biege das wieder gerade. Hand drauf!

 

Hola Valentin, sag an, wann ging das los mit deiner Liebe zum Bart?

Gude René, wie wir in Hessen sagen!

Relativ früh eigentlich, schon in meiner Jugend. Allerdings ist der Bartwuchs da ja naturgemäß noch relativ spärlich, daher waren die paar Gesichtshärchen noch nicht sonderlich ansehnlich, aber ich war trotzdem stolz drauf. Einige Jahre später war die Haardichte dann ausreichend für einen kurzen Vollbart und seitdem kann ich mich auch nicht erinnern jemals wieder kahlrasiert gewesen zu sein.

Wildwuchs, eigentlich ungewollt in Gesicht und Garten. Wie kamst du auf den Namen?

Da muss ich etwas ausholen. Unsere Geschichte begann etwas ungewöhnlich im Herbst 2015, als wir unsere Hochzeitsreise Fahrrad fahrend in Ostafrika verbrachten. Total glücklich und mit fünf Wochen Schotterpiste, wilden Tieren und Abenteuer vor uns, hatten wir so viel gedankliche Freiheit, dass hier beim stundenlangen Sitzen und Quatschen auf dem Tandem unsere erste Produktidee entstand. Aus der Not geboren, wegen nicht vorhandener Bartpflege-Produkte, ständigem Nomadenleben im Zelt und dementsprechend ziemlich wüst aussehendem Bart, fanden wir, dass es doch etwas kleines, leichtes für die Bartpflege unterwegs geben sollte. Und als wir dann auch noch das nächste Kilimanjaro-Feierabendbier ohne Flaschenöffner nur mit Tricks öffnen konnten, kam eins zum anderen.

Gleich nach unserer Rückkehr nach Deutschland kreierten wir unseren Schlüsselanhänger-Bartkamm „Beer & Beard“ durch viele Stunden CAD-Design, Prototyping, 3D-Druck-Mustern und Herstellersuche. Wir haben mit Materialien und Beschichtungen experimentiert und nach mehreren Überarbeitungen durch Kundenrückmeldungen ist es mittlerweile ein Produkt, mit dem wir sehr zufrieden sind. Der „Beer & Beard“ wurde super angenommen und war unser etwas ungewöhnlicher Einstieg in die Bartpflege-Welt.

Die Marke „Wildwuchs Bartpflege“ wurde angemeldet und nun mit immer mehr Leben gefüllt. Der Name soll an unsere Anfänge erinnern: Natur, Wildnis und Abenteuer.

Karibischer Duft aus Hanau, exotisch und ungewöhnlich. Was war der Anfang eurer Suche nach dem Duft für deiner Produkte? Wie lange hat die Entwicklung gedauert bis Wildwuchs so war wie du es wolltest?

Bei unserem Bartöl BART SPENCER haben wir die Duftnote aus ätherischen Ölen selbst kreiert, aber für die HAVANNA-Linie wollten wir einen richtig exotischen, ausgewogenen und unglaublich attraktiven Geruch haben, daher haben wir ein natürliches Parfüm gesucht, mit dem wir unsere Produkte verfeinern können. Bei einem französischen Parfümeur sind wir nach langer Suche fündig und glücklich geworden.

Hanau liegt in der Untermain-Ebene in einer Senke zwischen Wetterau und Vorspessart am nördlichen Rand des Oberrheinischen Tieflands. Eine Ecke in Deutschland die seit dem Mittelalter bis in die Neuzeit eine bewegte Geschichte hat. Wie spielt das in deine Produkte rein, welchen Einfluss hat deine Heimat auf Wildwuchs?

Hanau liegt flach am Main und in unmittelbarer Umgebung gibt es viele Wälder, Seen und einige Berge. Ich liebe die Kombination aus abwechslungsreicher Natur und städtischem Leben. Und zur Not ist auch Frankfurt auch nur ein paar Minuten entfernt.

Prägend für Wildwuchs Bartpflege ist auf jeden Fall der Faktor "Natur": draußen sein, Wildnis, Wildwuchs.

Was glaubst du, wohin bewegt sich der bärtige Mann, der Bart. Was bleibt, was wird gehen und was ging noch nie?

Die Bartszene boomt ja momentan. Nahezu jede Woche bringt ein neues Label ein Produkt auf den Markt und sogar die Drogerien haben erkannt, dass Bartpflege nicht mehr nur ein Nischenmarkt ist. Gut ist das vor allem, da der wichtigste Player im Game, der Mann mit Bart, einfach eine große Auswahl an großartigen Produkten vorfindet. Und so tolle Leute wie du helfen der Szene dabei die Spreu vom Weizen zu trennen, damit wir uns eben keine Schwermetalle ins Gesicht schmieren. "Natürlich" ist absolut wichtig bei Bartpflege und das wird zum Glück auch so bleiben.

Was Bartstile angeht, glaube ich, dass der Vollbart, der ja mächtig im Trend liegt, auch weiterhin populär bleibt. Aber so unterschiedlich, wie Menschen und Charaktere sind, gibt es auch für jeden Mann einen passenden Bartstil, der genau mit der Kopfform harmoniert, also nicht ein rundes Gesicht noch runder macht oder ein Schmales noch schmaler.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus für Wildwuchs aus? Kommt noch mehr aus deiner Schmiede?

Ja! Wir sind jeden Tag am Brainstormen, Stillstand ist Rückschritt ;-)

Wir experimentieren sehr viel und von uns werden noch einige innovative Produkte kommen: Bartspülung, Seife, Produkte zum Stylen oder Glätten und eine neue Version unserer beliebten Barttasse.

Viele Dank Valentin für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.

Danke dir für das Interview und mach' weiter so mit "Salty Voodoo". Du hast da ein tolles Projekt gestartet!

 

Wildwuchs Bartpflege

Geleitstraße 23

63456 Hanau

Deutschland

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"The cure for anything is salt water: sweat, tears or the sea." - Isak Dinesen.